Martin Hose

Martin Hose (* 8. April 1961 in Wathlingen) ist ein deutscher Klassischer Philologe (Gräzist).

Karriere

Nach dem Abitur 1981 studierte Hose Klassische Philologie, Geschichte und Erziehungswissenschaften an den Universitäten zu Hamburg und Konstanz und schloss 1988 mit dem Staatsexamen und dem Magister Artium in Konstanz ab. Anschließend lehrte er von 1988 bis 1989 am University College London und von 1988 bis 1994 an der Universität Konstanz, wo er 1990 mit einer Arbeit zum Chor bei Euripides promoviert wurde und sich 1993 mit einer Arbeit zu den Historikern im Imperium Romanum von Florus bis Cassius Dio habilitierte. Von 1994 bis 1997 war er Professor an der Universität Greifswald und lehrte im Wintersemester 1994/95 zudem teilweise an der Universität Heidelberg. Von 1997 bis 2024 hatte Hose einen der beiden Lehrstühle für Gräzistik an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne. Einen Ruf an die Universität Heidelberg lehnte er im Jahr 2004 ab.

Hoses Forschungsschwerpunkte sind griechisches Drama, Geschichtsschreibung, hellenistische Dichtung und die griechische Literatur der Kaiserzeit. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit ist Hose auch hochschulpolitisch aktiv. Von 1999 bis 2001 war er Dekan der Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität. Seit 2002 war er Mitglied im Senat der LMU, dessen Vorsitzender er von 2007 bis 2015 war. In dieser Funktion war Hose zudem stellvertretender Vorsitzender des Hochschulrats der LMU. 2017 schied er aus dem Senat aus.

Hose ist seit 2001 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Von 1995 bis 2001 war er Vorstandsmitglied der Mommsen-Gesellschaft, ab 2004 war er Vorstandsmitglied der Fédération Internationale des Associations d’Études Classiques. Seit 2000 ist er zudem Mitherausgeber und Schriftleiter des Rezensionsorgans Gnomon.

Verheiratet ist er mit der Latinistin Therese Fuhrer.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Monographien

Übersetzung und Kommentar