Mellau | ||
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| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Bregenz | |
| Kfz-Kennzeichen: | B | |
| Fläche: | 40,55 km² | |
| Koordinaten: | 47° 21′ N, 9° 53′ O | |
| Höhe: | 688 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.301 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 32 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 6881 | |
| Vorwahl: | 05518 | |
| Gemeindekennziffer: | 8 02 27 | |
| NUTS-Region | AT341 | |
| UN/LOCODE | AT MLA | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Platz 292 6881 Mellau | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Tobias Bischofberger | |
| Gemeindevertretung: | ||
| Lage von Mellau im Bezirk Bregenz | ||
Gemeinde Mellau, Ortsteil | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Mellau ist eine vom Tourismus geprägte Gemeinde in Österreich in Vorarlberg im Bezirk Bregenz mit 1301 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).
Mellau liegt im Bregenzerwald, im Bezirk Bregenz, auf 688 Metern Höhe an der Bregenzer Ach. Der Mellauer Talkessel wird im Westen vom Dornbirner First und im Norden vom Gopfberg begrenzt. Im Süden liegen die Damülser Berge, die höchste Erhebung auf dem Gemeindegebiet ist der 2068 Meter hohe Hochblanken. Der bekannteste Berg von Mellau ist aber die Kanisfluh im Südosten, die sich an ihrer höchsten Erhebung, der Holenke, 2044 m ü. A. befindet. An diesem Punkt treffen die Gemeindegebiete von Mellau, Schnepfau und Au aufeinander. Mit einer Fläche von 40,55 km² zählt Mellau zu den größten Gemeinden des Bregenzerwaldes. 41,4 % dieser Fläche ist bewaldet, 35,9 % sind Alpen.
Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Mellau.
Die Gemeinde Mellau teilt sich ihre Gemeindegrenze mit fünf anderen Vorarlberger Gemeinden. Davon befinden sich die vier Gemeinden Reuthe, Schnepfau, Au und Damüls ebenfalls im Bezirk Bregenz. Zudem grenzt Mellau mit dem verhältnismäßig längsten Teil seiner Gemeindegrenze an die Hauptstadt des Bezirks Dornbirn, die Stadt Dornbirn.
| Reuthe | ||
| Dornbirn (DO) | Schnepfau | |
| Damüls | Au |
Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Mellau seit der Gründung 1861.
1870 ereignete sich in Mellau ein Großbrand. Neben der Kirche, dem Pfarrhaus und der Schule wurden weitere 18 Häuser ein Raub der Flammen. 1874 wurde im „Gasthof zum Bären“ für einige Jahrzehnte ein Stahlbad (eisenhaltige Heilquelle) eingerichtet.
Der Ort war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich. Bei der Lawinenkatastrophe 1954 verloren in Mellau fünf Menschen ihr Leben. Das „Jahrhunderthochwasser“ im Jahr 2005 verursachte große Schäden. Dabei wurde im Gemeindegebiet von Mellau auch ein Haus von der Bregenzer Ach mitgerissen.
In Mellau wurde in der Weltcup-Saison 1986/87 (am 11. Jänner 1987) erstmals ein Weltcup-Slalom der Damen ausgetragen, welcher damals zusammen mit der am Vortag in Schwarzenberg ausgetragenen Spielmoosabfahrt auch zur Kombinationswertung zählte.
| Mellau: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 650 | |||
| 1880 | 627 | |||
| 1890 | 583 | |||
| 1900 | 616 | |||
| 1910 | 620 | |||
| 1923 | 645 | |||
| 1934 | 749 | |||
| 1939 | 704 | |||
| 1951 | 871 | |||
| 1961 | 922 | |||
| 1971 | 1.058 | |||
| 1981 | 1.088 | |||
| 1991 | 1.171 | |||
| 2001 | 1.282 | |||
| 2011 | 1.314 | |||
| 2021 | 1.258 | |||
| 2026 | 1.301 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Im Jahr 2011 hatte Mellau 1314 Einwohner, bei einem Ausländeranteil von 9,4 %. Dabei verteilten sich die Einwohner auf 495 Privathaushalte, was eine durchschnittliche Haushaltsgröße von 2,65 Personen ergab. 17,4 % der Bevölkerung von Mellau war damals unter 15 Jahre, 15,7 % über 65.
In Mellau sind 85 Betriebe ansässig, die 583 Personen einen Arbeitsplatz bieten. Größter Arbeitgeber ist seit Jahren der international tätige Textilbetrieb Mellau Teppich. 13 der 30 größten Kommunalsteuerzahler kommen aus dem Tourismus, dem wichtigsten Wirtschaftszweig Mellaus. Zirka 40 Landwirte, davon 13 im Vollerwerb, sind hier tätig.
Das 2009 zusammengeschlossene Skigebiet Damüls Mellau verbindet die zwei bestehenden Skigebiete von Mellau und Damüls durch eine Gondelbahn und einen Skitunnel. Es resultieren stetige Nächtigungszuwächse: Waren es 2008/2009 noch 125.572 Übernachtungen, konnte Mellau ein Jahr später – im ersten Jahr der Skigebietsverbindung – 145.668 Nächtigungen verzeichnen. Im Tourismusjahr 2012/2013 waren es schon 158.039.
Die Mellaubahn-Talstation liegt am südöstlichen Rand des Siedlungsgebietes von Mellau und der Ort ist auch Namensgeber für die Seilbahn.
Im Ort gibt es eine Volksschule mit 61 Schülern (Stand 2018/19). In Mellau gibt es zudem einen Kindergarten in einem ganz neuen modernen Gebäude. Früher war auch noch ein polytechnischer Lehrgang im Volksschulgebäude untergebracht.
In Vorarlberg wählen die Bürger alle fünf Jahre die Mitglieder der Gemeindevertretung durch Ankreuzen eines Listen-Wahlvorschlages bzw. durch Mehrheitswahl wenn kein Listenvorschlag vorliegt. Weiters den Bürgermeister durch Ankreuzen eines Wahlvorschlages.
Die Gemeindevertretung wählt in der konstituierenden Sitzung aus ihrer Mitte – sofern keine Wahl durch die Bürger zustande kam – gemäß § 61 Gemeindegesetz einen Bürgermeister und dann einen mindestens dreiköpfigen Gemeindevorstand. Die Zahl dieser „Gemeinderäte“ darf aber gemäß § 55 den vierten Teil der Zahl der Gemeindevertreter nicht übersteigen.
Der Bürgermeister führt den Vorsitz bei den generell öffentlichen Sitzungen der Gemeindevertretung, in denen kommunale Belange besprochen und Beschlüsse gefasst werden. Beobachter haben kein Mitspracherecht und kein Stimmrecht. Die Gemeindevertretung kann nach Bedarf Ausschüsse bestellen. Sitzungen des Gemeindevorstandes und der Ausschüsse sind nicht öffentlich.
| Blasonierung: „In von Rot und Weiß gespaltenem Schild eine natürliche, entwurzelte Tanne im roten Feld und drei schwarze Kreuze, das mittlere die beiden anderen überhöhend, auf grünem Hügel im weißen Feld.“ | |
| Wappenbegründung: Die entwurzelte Tanne symbolisiert die Zugehörigkeit zum Bregenzerwald, die drei schwarzen Kreuze erinnern an die Pest von 1635.
Das Wappen der Gemeinde stammt aus einem Entwurf vom Mellauer Künstler Hubert Dietrich (1930–2006). Der Gemeinde wurde das Wappen am 12. Dezember 1962 von der Vorarlberger Landesregierung verliehen (AVLReg Ib-543/3-62). |