Mergoscia

Mergoscia
Wappen von Mergoscia
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Navegna
BFS-Nr.: 5117i1f3f4
Postleitzahl: 6647
Koordinaten: 708763 / 118593Koordinaten: 46° 12′ 36″ N, 8° 50′ 53″ O; CH1903: 708763 / 118593
Höhe: 735 m ü. M.
Höhenbereich: 417–2051 m ü. M.
Fläche: 12,16 km²
Einwohner: 194 (1. Januar 2026)
Einwohnerdichte: 16 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
7,7 %
(1. Januar 2026)
Gemeindepräsident: Sandro Ghisla
Website: www.mergoscia.ch
Mergoscia
Mergoscia
Lage der Gemeinde
Karte von MergosciaLago di MognóliaLago di TomèLago BaroneLago LaghettoBagina di Val MalvagliaLago di VogornoLago DelioLago d'OrglioLago MaggioreItalienItalienKanton GraubündenBezirk BellinzonaBezirk BlenioBezirk LeventinaBezirk LuganoBezirk RivieraBezirk VallemaggiaGambarogno TIAsconaBrissago TILosoneRonco sopra AsconaLocarnoLocarnoMuraltoOrselinaCentovalli TITerre di PedemonteBrione sopra MinusioCugnasco-GerraCugnasco-GerraGordolaMergosciaMinusioTenero-ContraGressoOnsernoneLavertezzoVerzasca
Karte von Mergoscia
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Mergoscia. Historisches Luftbild von Werner Friedli (1964)
Pfarrkirche Santi Carpoforo e Gottardo
Blick von der Staumauer des Lago di Vogorno auf Mergoscia

Mergoscia, in der alpinlombardischen Ortsmundart Mergössa, Merghéscia [merˈgøsːa, merˈgeʃa], ist eine politische Gemeinde im Schweizer Kanton Tessin. Sie besteht aus den Fraktionen Ropiana, Busada, Benitt und Lissoi und gehört zum Bezirk Locarno sowie zu dessen Kreis Navegna.

Geographie

Mergoscia liegt im unteren Verzascatal auf der westlichen Talflanke über dem Stausee Lago di Vogorno. Es hat seine Zufahrt über Contra und nicht wie die übrigen Dörfer im Verzascatal über Gordola.

Nachbargemeinden sind Avegno Gordevio, Brione sopra Minusio, Gordola, Tenero-Contra und Verzasca.

Geschichte

Der Ort wurde erstmals 1061 (Kopie von 1402) als Mergossia erwähnt. Die Bedeutung des Ortsnamens ist unsicher. Ein Erklärungsversuch denkt an eine Ableitung von melica «Perlgras». Eine neuere, attraktivere Deutung führt den Namen auf malga zurück, eine vorlateinische Bezeichnung für die Berghütte, die Bergweide. Mergoscia trennte sich zu Anfang des 15. Jahrhunderts politisch von der Landschaft Locarno und schloss sich der Talschaft Verzasca an; kirchlich verselbständigte es sich 1591 von San Vittore in Muralto.

Mergoscia bildet nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerung

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten

Die knappen wirtschaftlichen Ressourcen zwangen ab ca. 1860 zur Auswanderung, die vor allem nach Übersee führte. 1900 wurde die Fahrstrasse, 1997–98 der Tunnel von Mergoscia gebaut.

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Mergoscia – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. 1 2 Repertorio toponomastico ticinese. Band 34: Mergoscia. Centro di dialettologia e di etnografia, Bellinzona 2018.
  6. ↑ Daniela Pauli Falconi: Mergoscia. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 21. November 2023.
  7. ↑ Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 589 f.
  8. ↑ Patriziato di Mergoscia (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati
  9. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 31. Januar 2025.
  10. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 31. Januar 2025 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  11. ↑ Daniela Pauli Falconi: Mergoscia. In: Historisches Lexikon der Schweiz HLS. 21. November 2023, abgerufen am 31. Januar 2025.
  12. 1 2 3 4 5 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 164–165.
  13. ↑ Franco Binda, Locarno 2013, S. 181–183.
  14. ↑ Franco Binda, Locarno 2013, S. 22–23 (Foto), 152, 172.
  15. ↑ Pietro Andrea Innocente Franca (italienisch) auf ricercamusica.ch/dizionario (abgerufen am: 28. Oktober 2017.)