Minusio

Minusio
Wappen von Minusio
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Navegna
BFS-Nr.: 5118i1f3f4
Postleitzahl: 6648
UN/LOCODE: CH MIO
Koordinaten: 706127 / 114877Koordinaten: 46° 10′ 37″ N, 8° 48′ 47″ O; CH1903: 706127 / 114877
Höhe: 246 m ü. M.
Höhenbereich: 193–1672 m ü. M.
Fläche: 5,86 km²
Einwohner: 7273 (1. Januar 2026)
Einwohnerdichte: 1241 Einw. pro km²
Ausländeranteil:
(Einwohner ohne
Schweizer Bürgerrecht)
25,1 %
(1. Januar 2026)
Gemeindepräsident: Renato Mondada (FDP)
Website: www.minusio.ch
Blick auf Minusio. Hinten die Magadinoebene.
Blick auf Minusio. Hinten die Magadinoebene.
Lage der Gemeinde
Karte von MinusioLago di MognóliaLago di TomèLago BaroneLago LaghettoBagina di Val MalvagliaLago di VogornoLago DelioLago d'OrglioLago MaggioreItalienItalienKanton GraubündenBezirk BellinzonaBezirk BlenioBezirk LeventinaBezirk LuganoBezirk RivieraBezirk VallemaggiaGambarogno TIAsconaBrissago TILosoneRonco sopra AsconaLocarnoLocarnoMuraltoOrselinaCentovalli TITerre di PedemonteBrione sopra MinusioCugnasco-GerraCugnasco-GerraGordolaMergosciaMinusioTenero-ContraGressoOnsernoneLavertezzoVerzasca
Karte von Minusio
{w

Minusio (alpinlombardisch Minüs [miˈnyːs], dt. früher Maniss) ist eine politische Gemeinde am Lago Maggiore im Schweizer Kanton Tessin. Sie gehört zum Bezirk Locarno und zu dessen Kreis Navegna.

Historisches Luftbild von Walter Mittelholzer (1919)
Minusio am Ufer des Lago Maggiore

Geographie

Minusio ist ein Nachbarort von Locarno und grenzt an Muralto, Orselina, Avegno Gordevio, Brione sopra Minusio und Tenero-Contra. Er liegt zwischen dem Lago Maggiore und dem Cardada und besteht aus den Ortsteilen Borenco, Brighirolo, Cadogno, Ceresol, Ciossi, Fontile, Frizzi, Mappo, Mezzo, Mondacce und Rivapiana.

Geschichte

Minusio war lange Zeit wichtiger als die heutige Stadt Locarno. Zum ersten Mal erwähnt wird es 1061 als Menuxio.

In der Römerzeit lag an der Stelle des heutigen Ortes ein römischer Vicus, mit Hafen, Wohnvierteln, Geschäftsvierteln, Nekropolen und Truppenlager; 1945 wurden verschiedene römische Gräber gefunden. Eine erste Kirche wird auf das 5. oder 6. Jahrhundert datiert. Die heutige Stiftskirche wurde 1190/1200 erbaut und diente bis 1816 auch als Pfarrkirche für Locarno. Im frühen 19. Jahrhundert verlor Minusio seine Bedeutung an die nahe gelegene Stadt, nachdem dort 1825/1826 ein neuer Hafen gebaut worden war.

Auf den Fahrplanwechsel vom 10. Dezember 2023 erhielt Minusio eine eigene Station an der Bahnstrecke Giubiasco–Locarno.

Minusio sprach sich in einer konsultativen Volksabstimmung am 25. September 2011 mit 1762 zu 1259 Stimmen gegen eine Fusion mit den Gemeinden Locarno, Muralto, Orselina, Brione sopra Minusio, Mergoscia und Tenero-Contra aus. Weil sich nur in Locarno und Mergoscia eine zustimmende Mehrheit fand, beschloss das Tessiner Kantonsparlament, das Projekt nicht weiterzuverfolgen.

Bevölkerung

Einwohnerzahlen: Volkszählungsdaten

Politik

Minusio hat als Legislative ein Gemeindeparlament (Consiglio comunale) mit 40 Sitzen; die Exekutive ist der Gemeinderat (Municipio) mit 7 Sitzen.

Sitzverteilung in den Gemeindewahlen vom 14. April 2024 im Gemeindeparlament: 16 Sitze für die FDP. Die Liberalen (Partito Liberale Radicale), 15 für die Vereinigten x Minusio (Uniti x Minusio), 7 für die Sozialistische Union und Unabhängige (Unione Socialisti e Independenti) und 2 für die Grünliberalen und Unabhängigen (Verdi Liberali ed Independenti).

Im Gemeinderat nehmen Einsitz: je drei Vertreter der FDP und der Vereinigten x Minusio, eine Vertreterin der Sozialistischen Union und Unabhängige. Dem Gemeinderat steht als Gemeindepräsident (Sindaco) Renato Mondada (FDP. Die Liberalen) vor.

In Minusio besteht neben der politischen Gemeinde nach wie vor eine Bürgergemeinde.

Sehenswürdigkeiten

Bilder

Sport

Der Fussballverein AS Minusio spielt derzeit in der 4. Liga. Ebenfalls existiert ein Schützenverein.

Persönlichkeiten

Literatur

Weitere Inhalte in den
Schwesterprojekten der Wikipedia:

Commons – Medieninhalte (Kategorie)

Einzelnachweise

  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt für Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei späteren Gemeindefusionen wurden die Flächen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ Ständige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei späteren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 598.
  6. ↑ Aldo Crivelli: Tombe del principio dell’Impero romano a Minusio. In: Rivista Storica Ticinese 9, 1946, S. 1224–1227.
  7. ↑ Locarnese sponda sinistra della Maggia. Repubblica e Cantone Ticino. Sezione degli enti locali, abgerufen am 31. August 2024 (mit Links zum Entscheidungsprozess, z.B. zu Bericht Studienkommission, Botschaft des Staatsrates, Abstimmungsergebnis, usw.).
  8. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 31. Januar 2025.
  9. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 31. Januar 2025 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  10. ↑ Elezioni comunali 2024. In: www2.ti.ch/comunali-2024
  11. ↑ La Politica. Comune di Minusio, abgerufen am 13. Juni 2024. (mit Foto)
  12. ↑ Patriziato di Minusio. Abgerufen am 27. August 2024.
  13. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 165–168.
  14. ↑ Urs Kälin: Peter a Pro. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 14. Dezember 2011.
  15. ↑ Ca' di ferro und Oratorium Vergine dei Sette Dolori (mit Foto)
  16. ↑ Museo Fiorenzo Abbondio In: www.ticino.ch
  17. ↑ Museo Mecrì (mit Fotos und Video) auf mecri.ch
  18. ↑ Christian Walther: Robert Gilbert - Eine zeitgeschichtliche Biografie. Peter Lang, Frankfurt 2016, S. 411
  19. ↑ Associazione Sportiva Minusio
  20. ↑ Unione Tiratori della Fraccia