| Mikia tepens | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
Mikia tepens in der Provinz Hubei (China) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
| ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Mikia tepens | ||||||||||||
| (Walker, 1849) |
Mikia tepens ist ein Zweiflügler aus der Familie der Raupenfliegen (Tachinidae). Die Art wurde von dem englischen Entomologen Francis Walker als Tachina tepens erstbeschrieben.
Der böhmisch-österreichische Entomologe Ferdinand Kowarz führte 1885 die Gattung Mikia mit der Typusart Fabricia magnifica Mik, 1884 ein. Später wurde Fabricia magnifica mit Tachina tepens synonymisiert.
Folgende Synonyme gibt es für Mikia tepens:
Es handelt sich um etwa 16–18 mm lange beborstete Fliegen. Der US-amerikanische Entomologe John Merton Aldrich beschrieb 1929 die Art als Trophomyia pictipennis wie folgt. Für die Männchen gilt: Die Stirn nimmt am Scheitel das 0,28-fache der Kopfbreite ein und verbreitert sich von dort aus rasch. Der Kopf ist vollständig tief goldgelb bestäubt, der Stirnstreifen eher rötlich. Die Parafazialen weisen eine feine, gelbe bis schwärzliche Behaarung auf. Die Fühler sind rötlich-gelb, das dritte Fühlerglied meist an der Spitze verdunkelt und etwas mehr als halb so lang wie das zweite. Die Taster (Palpen) sind gelb und dicht kurz schwarz behaart. Die äußeren Vertikalborsten sind klein. Es ist eine nach hinten gerichtete (reklinate) Stirnborste vorhanden, dazu zwei bis vier nach vorn gerichtete (proklinate) Orbitalborsten. Die unteren Stirnborsten stehen weit auseinander und reichen bis auf die Höhe der Basis des zweiten Fühlerglieds. Die oberen Stirnborsten sind klein und spärlich. Die Gesichtsleisten sind flach und tragen nahe den Vibrissen zwei oder drei kleine Borsten, die fast seitwärts gerichtet sind. Die Wange ist etwa so hoch wie das Auge. Der von der Naht umschlossene Bereich ist annähernd kreisförmig, wobei die Breite der Parafazialie etwa einem Drittel des Durchmessers dieses Bereichs entspricht. Der Hinterkopf (Occiput) trägt einen dichten, tief goldgelben Haarkranz. Der Thorax ist schwarz und schwach glänzend, nur am Vorderrand leicht bestäubt. Die Schulterbeulen (Humeri) und angrenzende Partien sind in der Grundfarbe tief rötlich. Die Calyptrae (Schüppchen) sind goldgelb, das hintere ist kahl. Das Scutellum (Schildchen) trägt am Rand etwa fünf Borstenpaare, wobei das mittlere Paar kleiner und variabel ist. Die sternopleuralen Borsten sind in der Anordnung 2, 1 vorhanden. Der Hinterleib ist dunkel rotbraun bis fast schwarz und glänzend. Das zweite und dritte Segment weisen an den Seiten der Basis einen leichten, sehr dünnen Belag auf, das vierte Segment zeigt große, seitliche basale Flecken aus silbriger, nicht sehr dichter Bestäubung. Das erste Segment besitzt keine Randborsten. Das zweite trägt ein weit auseinanderstehendes Paar aufrechter, dornartiger Borsten. Das dritte Segment weist eine Randreihe von einem Dutzend oder mehr Borsten auf. Das vierte Segment ist ab der Mitte mit zahlreichen dornartigen Borsten besetzt. Die Sternite sind wie beschrieben ausgebildet. Die Genitalsegmente sind klein und bräunlich-rot.
Die Beine sind schwarz, glänzend und ziemlich kräftig. Die Tarsen sind recht kurz, die Pulvilli gelb, auffällig, aber nicht außergewöhnlich lang. Die mittleren Tibien (Schienen) tragen mehrere Borsten an der vorderen Außenseite. Die hinteren Tibien sind leicht gebogen und auf der Rückseite mit einer dichten, unregelmäßig angeordneten Wimpernreihe (Zilien) versehen.
Die Flügel sind auffällig gezeichnet: Sie sind bis zur kleinen Querader gelb. Der übrige Teil ist entlang des Vorderrands (Costa) dunkelbraun, wobei die Färbung nach hinten zu einer leichten Verdunkelung abnimmt, sich jedoch entlang der Adern fortsetzt. Die vierte Längsader ist am Knick rechtwinklig, danach konkav verlaufend und weit vor der Flügelspitze endend. Die dritte Längsader ist an der Basis mit einigen Härchen besetzt.
Für die Weibchen gilt: Die Stirnbreite entspricht am Scheitel dem 0,28-fachen der Kopfbreite. Das drittes Fühlerglied ist weniger als halb so lang wie das zweite. Der Hinterleib ist durchgehend glänzend. Die Pulvilli sind etwas kleiner.
Mikia tepens kommt in der östlichen Paläarktis und in der Orientalis vor. Nachweise der Art gibt es aus China, Japan, Kasachstan, vom asiatlischen Teil Russlands, aus Bangladesh, Bhutan, Nord-Indien, von der Malaiischen Halbinsel, aus Nepal und Vietnam. Westlich des Urals gibt es offenbar einen Nachweis für Europa.
Mikia tepens ist ein Endoparasitoid von Schmetterlingsraupen. Bekannte Wirte sind der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) und Dendrolimus superans aus der Familie Lasiocampidae. Weiterhin werden als Wirte Dasychira albodentata und die Nonne (Lymantria monacha) aus der Unterfamilie der Trägspinner (Lymantriinae) genannt.