Morbio Superiore

Morbio Superiore
Wappen von Morbio Superiore
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Mendrisiow
Gemeinde: Breggiai2
Postleitzahl: 6835
frühere BFS-Nr.: 5258
Koordinaten: 722873 / 80102Koordinaten: 45° 51′ 41″ N, 9° 1′ 15″ O; CH1903: 722873 / 80102
Höhe: 458 m ü. M.
Höhenbereich: 282–1261 m ü. M.
Fläche: 2,75 km²
Einwohner: 687 (31. Dezember 2008)
Einwohnerdichte: 250 Einw. pro km²
Website: www.comunebreggia.ch
Karte
Morbio Superiore (Schweiz)
Morbio Superiore (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 25. Oktober 2009
Luftbild (1964)
Ehemaliges Zementwerk Saceba
Berg Sasso Gordona

Morbio Superiore ist eine Ortschaft in der Gemeinde Breggia im Schweizer Kanton Tessin.

Geographie

Der historische Ortskern liegt auf einem leicht ansteigenden Hang, etwa 450 m ü. M. Er wird von alten Tessiner Bürgerhäusern, Höfen und einigen Villen sowie den zwei Kirchen San Giovanni und Chiesa Sant’Anna gebildet. Letztere ist durch ihre Fresken aus der späten Barockzeit bekannt. In der Umgebung liegen einige Weinberge. An der Strasse nach Muggio ist in letzter Zeit ein Neubauviertel entstanden. Im Ort gibt es einen Kindergarten und eine Bibliothek. Die Schule müssen die Kinder im Nachbardorf Morbio Inferiore besuchen, auch der nächstgelegene Lebensmittelladen ist dort.

Auf dem Gebiet von Morbio Superiore liegt eine geologische Grabungsstelle mit fossilen Funden und freigelegten Erdschichten, die auch für Besucher zugänglich ist.

Geschichte

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1116 unter dem damaligen Namen Morbio de Supra, eine Gemeinde, die ursprünglich zu Balerna gehörte. 1591 bildete sie zusammen mit Sagno eine Unterpfarrei; dieses Dorf trennte sich 1802 davon.

Am 20. April 2008 wurde der Zusammenschluss der Gemeinden Bruzella, Cabbio, Caneggio, Morbio Superiore, Muggio und Sagno zur Gemeinde Breggia angekündigt. Die Gemeinde Muggio lehnte diese Fusion ab. Vom Grossen Rat des Kantons Tessin wurde jedoch eine Verfügung erlassen, weshalb Muggio beim Bundesgericht eine Beschwerde einreichte. Nach der Niederlage vor dem Bundesgericht fand die Fusion am 25. Oktober 2009 statt. Morbio Superiore hat aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.

Bevölkerung

Morbio Superiore: Einwohnerzahlen von 1683 bis 2008
Jahr  Einwohner
1683
  
220
1719
  
180
1769
  
196
1799
  
241
1808
  
221
1824
  
253
1836
  
297
1850
  
306
1860
  
325
1870
  
340
1880
  
323
1888
  
316
1900
  
303
1910
  
354
1920
  
331
1930
  
291
1941
  
304
1950
  
327
1960
  
326
1970
  
401
1980
  
538
1990
  
626
1991
  
630
1992
  
656
1993
  
666
1994
  
696
1995
  
720
1996
  
703
1997
  
728
1998
  
732
1999
  
728
2000
  
730
2001
  
724
2002
  
708
2003
  
709
2004
  
705
2005
  
700
2006
  
700
2007
  
690
2008
  
687
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024

Sehenswürdigkeiten

Sport

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Morbio Superiore – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Patriziato di Morbio Superiore (italienisch) auf ti.ch/di/sel/patriziati
  2. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 20. Mai 2026.
  3. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 20. Mai 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  4. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 20. Mai 2026.
  5. 1 2 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 478–480
  6. ↑ Football Club Superiore 72 (Memento vom 25. Juli 2014 im Internet Archive)
  7. ↑ Celestino Trezzini: Andrea Pozzi. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 5. Attinger, Neuenburg 1929, S. 476 (PDF Digitalisat), abgerufen am 12. Mai 2017.
  8. ↑ Celestino Trezzini: Pietro Pozzi. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. Band 5. Attinger, Neuenburg 1929, S. 476 (PDF Digitalisat), abgerufen am 12. Mai 2017.
  9. ↑ Louis Brem: Breggiaschlucht. In: portal.dnb.de (abgerufen am: 4. Juni 2016.)