Monte TI

Monte
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Mendrisiow
Gemeinde: Castel San Pietro TIi2
Postleitzahl: 6875
frühere BFS-Nr.: 5256
Koordinaten: 723358 / 82378Koordinaten: 45° 52′ 54″ N, 9° 1′ 39″ O; CH1903: 723358 / 82378
Höhe: 682 m ü. M.
Höhenbereich: 427–1061 m ü. M.
Fläche: 2,41 km²
Einwohner: 92 (31. Dezember 2000)
Einwohnerdichte: 38 Einw. pro km²
Website: www.castelsanpietro.ch
Monte TI
Monte TI
Karte
Monte TI (Schweiz)
Monte TI (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 4. April 2004
Castel San Pietro
Monte Generoso Kulm

Monte ist eine Ortschaft in der Tessiner Gemeinde Castel San Pietro. Bis zum 4. April 2004 bildete sie eine eigene politische Gemeinde.

Geographie

Das Dorf ist eine geschlossene Siedlung auf der rechten Seite des Valle di Muggio.

Geschichte

Das Dorf wurde erstmals 1420 als de Monte erwähnt. Ursprünglich der Talschaft Valle di Muggio zugehörig und dann bis 1609 gebietsmässig mit Bruzella vereinigt, war das Dorf im Mittelalter dem Bischof von Como zehntpflichtig und gehörte zunächst zur Mutterkirche Balerna. 1821 wurde es zur eigenen Pfarrei erhoben. Die einst selbständige politische Gemeinde vereinigte sich 2004 mit der bisherigen Gemeinde Casima sowie der bislang zur Gemeinde Caneggio gehörenden Fraktion Campora zur neu gebildeten politischen Gemeinde Castel San Pietro.

Wirtschaft

Die lokale Wirtschaftsstruktur ist kleinteilig und stark land- und weinbaulich geprägt. Castel San Pietro gilt als der am stärksten mit Rebflächen bedeckte Gemeinde-Gebiet des Kantons; die Landwirtschaft (insbesondere die Merlot-Vitikultur) prägt Landschaft, Betriebe und Tourismusangebote (z. B. Wein-/Themenwege in und um Castel San Pietro). Zahlreiche Weingüter arbeiten im Gemeindegebiet, und die Gemeinde hebt die Bedeutung des Sektors ausdrücklich hervor und unterstützt die Produzenten in schwierigen Zeiten.

Bevölkerung

Monte TI: Einwohnerzahlen von 1683 bis 2000
Jahr  Einwohner
1683
  
183
1719
  
148
1769
  
148
1799
  
166
1808
  
152
1824
  
172
1850
  
169
1860
  
174
1870
  
133
1880
  
124
1888
  
112
1900
  
110
1910
  
118
1920
  
109
1930
  
107
1941
  
87
1950
  
86
1960
  
54
1970
  
56
1980
  
43
1990
  
63
2000
  
92
Quelle(n): Bundesamt für Statistik

Sehenswürdigkeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

In den frühen 2020er-Jahren wertete das Architekturbüro von Tiziano Schürch und Rina Rolli den Ort gezielt mit feinen Interventionen für alte und junge Menschen auf. Die deutsche Architekturzeitschrift Bauwelt zeichnete den Eingriff 2023 mit ihrem Preis für Erstlingswerke aus.

Persönlichkeiten

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Weinproduzenten von Castel San Pietro – Die Gemeinde kommt ihnen mit einer neuen konkreten Initiative zu Hilfe. Comune di San Pietro. Abgerufen am 19. Oktober 2025.
  2. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 6. Juni 2026.
  3. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 6. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  4. ↑ Monte (Castel San Pietro). In: ISOS - Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung. Bundesamt für Kultur BAK, 2002, abgerufen am 4. Februar 2025 (italienisch).
  5. 1 2 3 4 5 6 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische KunstgeschichteK. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 477–478.
  6. ↑ Andres Herzog: Poesie des öffentlichen Raums: Ein Tessiner Dorf wertet mit feinen architektonischen Gesten den Alltag auf. In: Neue Zürcher Zeitung. 23. August 2023.
  7. 1 2 3 4 5 Ursula Stevens: Familie Agustoni. In: tessinerkuenstler-ineuropa.ch. 2016, abgerufen am 25. Oktober 2024.
  8. ↑ Ursula Stevens: Stammbaum der Familie Agustoni. In: tessinerkuenstler-ineuropa.ch. 2016, abgerufen am 25. Oktober 2024.
  9. ↑ Ursula Stevens: Giacomo Agustoni. In: tessinerkuenstler-ineuropa.ch. 2016, abgerufen am 25. Oktober 2024.
  10. ↑ Anastasia Gilardi: Pozzi, Carlo Maria. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 16. Februar 2010.
  11. ↑ Domenico Bossi auf archive.org/stream (abgerufen am 14. Dezember 2016).
  12. ↑ Santino Bossi Wohltäter In: castellocultura.ch. Abgerufen am 25. Oktober 2024.
  13. ↑ Jacques Cometti. In: Sikart