| Murlo | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Toskana | |
| Provinz | Siena (SI) | |
| Koordinaten | 43° 10′ N, 11° 24′ O | |
| Höhe | 294 m s.l.m. | |
| Fläche | 114,79 km² | |
| Einwohner | 2.475 (31. Dez. 2025) | |
| Postleitzahl | 53016 | |
| Vorwahl | 0577 | |
| ISTAT-Nummer | 052019 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Murlesi | |
| Schutzpatron | San Fortunato (12. Juli) | |
| Website | Gemeinde Murlo | |
Panorama von Murlo (links Vescovado, rechts Castello/Borgo Murlo) | ||
Murlo ist eine Gemeinde mit 2475 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025) in der italienischen Provinz Siena in der Toskana.

Der Ort erstreckt sich über 115 km². Er liegt etwa 20 km südöstlich der Provinzhauptstadt Siena und ca. 70 km südöstlich der Regionalhauptstadt Florenz. Der Ort liegt in der klimatischen Einordnung italienischer Gemeinden in der Zone D, 1 846 GG. Im südöstlichen Gemeindegebiet ist der Ombrone (3 km im Gemeindegebiet) Grenzfluss zu Montalcino, im südwestlichen Teil bildet der Merse (7 km im Gemeindegebiet) die Grenze zu Monticiano und Civitella Paganico. Unweit der Orte Crevole, Murlo, Miniera und Vescovado fließt der Torrente Crevole, der 16 seiner insgesamt 16 km im Gemeindegebiet von Murlo verbringt und dann dem Ombrone von rechts zufließt. Murlo liegt im Erzbistum Siena-Colle di Val d’Elsa-Montalcino.
Zu den Ortsteilen zählen Bagnaia (246 m, ca. 15 Einwohner), La Befa (151 m, ca. 25 Einwohner), Casanova (440 m, ca. 50 Einwohner), Casciano (auch Casciano di Murlo genannt, zweiter Hauptort, 452 m, ca. 680 Einwohner), Fontazzi (310 m, ca. 40 Einwohner), Lupompesi (291 m, ca. 60 Einwohner), Miniera di Murlo (198 m, ca. 30 Einwohner), Montepescini (256 m, ca. 30 Einwohner), Murlo (auch Castello di Murlo, Borgo di Murlo und Murlo di Vescovado genannt, namensgebender Ort, 317 m, ca. 30 Einwohner), Poggiobrucoli (404 m, ca. 404 Einwohner), Poggiolodoli (400 m, ca. 30 Einwohner) und Vescovado (auch Vescovado di Murlo genannt, erster Hauptort, 294 m, ca. 680 Einwohner).
Die Nachbargemeinden sind Buonconvento, Civitella Paganico (GR), Montalcino, Monteroni d’Arbia, Monticiano und Sovicille.
Murlo liegt im Stammland der Etrusker.
Erstmals erwähnt wurde die Burg Murlo 1055, als Heinrich III. dem Bistum Siena Grundstücke vermachte, darunter Crevole, Lupompesi und Murlo. 1777 bildete sich durch die Gebietsreform vom Großherzog der Toskana, Leopold II., die heutige Gemeinde heraus, die mit ihrem Podestà noch Montalcino unterstand. In der Franzosenzeit unterstand der Ort von 1808 bis 1814 dem Dipartimento dell’Ombrone. Ab 1830 spielte der Bergbau eine Rolle, es entstand südlich des Castello Murlo der Ortsteil Miniere di Murlo. Das unweit des Torrente Crevole Bergwerk lieferte Braunkohle und wurde durch eine Turiner Firma geführt. 1876 übernahm die Pariser Gesellschaft Compagnia francese della Miniera di Pienza die Minen und verlegte die Werksbahnen bei Miniera di Murlo, schloss die Minen aber 1894. Von 1917 bis 1949 waren die Minen nochmal aktiv. 1866 entstand die heutige Gemeinde Murlo.

Murlo pflegt eine Gemeindepartnerschaft mit: