Neiva

Neiva
Neiva (Kolumbien)
Neiva (Kolumbien)
Neiva
Neiva auf der Karte von Kolumbien
Lage der Gemeinde Neiva auf der Karte von Huila
Koordinaten 2° 55′ 30″ N, 75° 16′ 55″ W
Basisdaten
Staat Kolumbien

Departamento

Huila
Stadtgründung 1539
Einwohner 402.479 (2025)
Stadtinsignien
Detaildaten
Höhe 443 m
Gewässer Río Magdalena
Zeitzone UTC−5
Stadtvorsitz Germán Casagua Bonilla (2024–2027)
Website www.alcaldianeiva.gov.co
Stadtansicht
Stadtansicht
Stadtansicht

Neiva ist die Hauptstadt und eine Gemeinde (municipio) im Departamento Huila im Süden Kolumbiens, ca. 350 km südlich von Bogotá. Sie hat 402.000 Einwohner (Stand: 2025).

In der näheren Umgebung befinden sich der archäologische Park San Agustín der San-Agustín-Kultur, die Tatacoa-Wüste sowie der aktive, 5750 m hohe Vulkan Nevado del Huila. Neiva ist Sitz des Bistums Neiva.

Geographie

Neiva liegt in Huila in der Subregion Subnorte am Ufer des oberen Río Magdalena auf 442 m Höhe. Das Klima ist feuchtwarm. Neiva liegt zwischen der Zentral- und der Ostkordillere der kolumbianischen Anden. Neiva wird neben dem Río Magdalena von den Flüssen Río Las Ceibas und Río Del Oro durchflossen. Die Gemeinde grenzt im Norden an Tello und Aipe in Huila, im Süden an Rivera und Palermo in Huila, im Osten an San Vicente del Caguán in Caquetá, und im Westen an Planadas in Tolima.

Stadtgliederung

Neiva ist im städtischen Teil in zehn Stadtbezirk (comunas) unterteilt und diese wiederum in insgesamt 117 Viertel (barrios) und 377 Sektoren (sectores). Der ländliche Teil der Gemeinde ist in acht Corregimientos und 21 Sektoren (sectores) unterteilt. Zur inoffiziellen Metropolregion Neiva gehören neben Neiva die Gemeinden Rivera, Palermo, Tello, Baraya, Aipe, Villavieja und Campoalegre.

Comunas von Neiva

  1. Comuna Noroccidental
  2. Comuna Nororiental
  3. Comuna Entre Ríos
  4. Comuna Central
  5. Comuna Oriental
  6. Comuna Occidental
  7. Comuna Centro Oriente
  8. Comuna Suroriental
  9. Comuna Norte
  10. Comuna Oriente Alto

Klima

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Neiva
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Mittl. Tagesmax. (°C) 32,9 33,0 35,3 34,2 32,6 33,0 33,8 34,5 34,6 32,6 31,5 32,0 ⌀ 33,3
Mittl. Tagesmin. (°C) 22,2 22,3 25,1 24,5 22,2 22,0 22,4 22,9 23,0 22,3 22,1 22,0 ⌀ 22,8
Niederschlag (mm) 110 107 124 148 109 50 44 30 59 212 208 142 Σ 1343
Sonnenstunden (h/d) 6,4 5,5 5,0 4,9 5,4 5,6 5,7 5,4 5,5 5,4 5,5 6,1 ⌀ 5,5
Regentage (d) 6 8 10 11 10 5 5 3 5 12 13 10 Σ 98
Luftfeuchtigkeit (%) 68 68 68 72 70 67 61 57 58 68 74 74 ⌀ 67,1

Durchschnittswerte 1961–1990

Geschichte

Neiva wurde im Jahr 1539 von Juan de Cabrera, einem der Kapitäne der Expedition von Sebastián de Belalcázar, in der Nähe des heutigen Campoalegre gegründet. Sie entstand auf einer Erkundungsreise im Zusammenhang mit der Suche nach dem sagenhaften El Dorado, ebenso wie das westlich der Zentralkordillere gelegene Popayán. Elf Jahre nach ihrer Gründung wurde die Stadt bei Auseinandersetzungen zwischen Spaniern und Indigenen zerstört und von Juan Alonso an der Stelle des heutigen Villavieja wiederaufgebaut, aber kurz darauf von den Pijaos erneut zerstört. An der heutigen Stelle wurde Neiva 1612 von Diego de Ospina y Medinilla gegründet. Auch dieser Standort war umkämpft, konnte sich aber halten. Neiva hatte 1763 etwa 3.000 Einwohner. Die Stadt spielte 1789 eine aktive Rolle beim Comuneros-Aufstand in Neugranada. Nach der Unabhängigkeit wurde die Provinz Neiva dem Departamento Cundinamarca zugeordnet. Ab 1861 war Neiva Teil des neugegründeten Teilstaates Tolima, von dem es lange Zeit Hauptstadt war. Im Tausendtagekrieg (1899–1902) war Neiva Schauplatz der Schlacht von Matamundo. Nach dem Bürgerkrieg wurde das Departamento del Huila gegründet, dessen Hauptstadt Neiva wurde. Die Region um Neiva war stark betroffen von den Gewaltausbrüchen des Unruhejahrzehnts von 1948 bis 1958. Bei einem Erdbeben wurden 1967 viele Gebäude zerstört. 1972 wurde das Bistum Neiva gegründet.

Sehenswürdigkeiten

Wirtschaft

Neiva ist eine der wichtigsten Städte im Süden Kolumbiens und dient als wirtschaftlicher Verbindungspunkt zwischen den Städten Florencia, Mocoa, Popayán und Pasto. Die Wirtschaft der Metropolregion basiert auf Ökotourismus, Gastronomie, Industrie (u. a. Sitz des Energieversorgers Alcanos) und Handel.

Verkehr

Aeropuerto Benito Salas

Neiva liegt etwa fünf Stunden Autofahrt von Bogotá entfernt. Die Stadt verfügt über einen eigenen Flughafen, den Aeropuerto Benito Salas, der im Norden des Stadtgebietes liegt. Neiva wird insbesondere von Bogotá aus angeflogen.

Sport

In Neiva ist der Fußballverein Atlético Huila ansässig, der derzeit in der zweiten kolumbianischen Liga spielt. Die größten Erfolge der Vereinsgeschichte waren bislang zwei Zweitliga-Meisterschaften (1992 und 1997) und zwei Erstliga-Vizemeisterschaften (2007 und 2009). Atlético Huila trägt seine Heimspiele im Estadio Guillermo Plazas Alcid aus, das 1980 eröffnet wurde und 27.000 Zuschauern Platz bietet.

In Neiva wurden die Basketball-Südamerikameisterschaft 2010 und die Basketball-Amerikameisterschaft der Damen 2011 ausgetragen.

Söhne und Töchter der Stadt

Commons: Neiva – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Población de Neiva en 2025. In: telencuestas.com/censos-de-poblacion. Abgerufen am 25. August 2026 (spanisch).
  2. 1 2 Informationen zur Geographie auf der Website der Gemeinde Neiva (spanisch)
  3. 1 2 Vorstellung von Neiva auf der Website der Gemeinde (spanisch)
  4. 1 2 Informationen zum Tourismus auf der Website der Gemeinde Neiva (spanisch)