Obererlbach
Geographische Lage und Verkehr
Das Pfarrdorf Obererlbach liegt im Spalter Hügelland , umgeben von Wäldern, im Tal des Erlbachs in Westmittelfranken , nordöstlich von Haundorf. Die Nachbarorte sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden) Käshof , Untererlbach , Kalbensteinberg , Neuhof , Thierhof , Oberhöhberg und Unterhöhberg . Der Ort liegt im Fränkischen Seenland , nordwestlich vom Kleinen Brombachsee und dem Igelsbachsee . Haundorf liegt etwa vier Kilometer Luftlinie in südwestlicher Richtung. Westlich des Ortes liegt der Haundorfer Wald , der zum Mönchswald gehört. Von Süden nach Nordosten wird der Ort vom namensgebenden Erlbach durchflossen, einem Nebenfluss der Fränkischen Rezat . In der näheren Umgebung befinden sich mehrere Quellen; nahe dem Ort münden der Ziegelleitenbach , der Saugraben und der Schwadergraben in den Erlbach. Unweit südlich bis südöstlich verläuft die Gemeindegrenze zum Markt Absberg , unweit nördlich bis nordöstlich die Gemeindegrenze zur Stadt Spalt , unweit nördlich bis nordwestlich die Gemeindegrenze zu Mitteleschenbach .
Hauptstraße Obererlbachs ist die Bundesstraße 466 . Der Ort wurde entlang dieser Hauptstraße errichtet. Die Bundesstraße durchquert den Ort vom Süden nach Norden und verbindet Obererlbach mit Gunzenhausen im Süden und der Bundesautobahn 6 im Norden. Innerhalb des Ortes mündet die Staatsstraße 2723 sowie die Kreisstraße WUG 22 in die Bundesstraße.
Geschichte
Im 13. Jahrhundert waren die Herren von Heideck , von Pleinfeld , von Sulzbürg und von Seckendorff dort begütert. Von 1280 bis 1370 wurden die Güter von der Ballei Franken des Deutschen Ordens in Ellingen erworben. 1792 stiftete der Spalter Stadtpfarrer Franz Xaver Zinsmeister die Pfarrei Obererlbach, bis dahin Filialkirchdorf von Mitteleschenbach. Mit der Rheinbundakte 1806 fiel der Ort an das Königreich Bayern . Mit dem Gemeindeedikt von 1808 wurde Obererlbach dem Steuerdistrikt Kalbensteinberg im Landgericht Pleinfeld zugeteilt. 1811 wurde Obererlbach eine Ruralgemeinde und kam am 1. Oktober des gleichen Jahres zum Landgericht Gunzenhausen. Im Jahre 1846 waren in Obererlbach 42 Häuser, 70 Familien und 284 Einwohner verzeichnet. 1875 lebten im Ort in 81 Gebäuden 298 Menschen mit sieben Pferden und 69 Rindern. Zusammen mit seinem Gemeindeteil Thierhof war Obererlbach bis zum 1. Januar 1977 eine Gemeinde. Sie gehörte bis 1972 dem Landkreis Gunzenhausen an, welcher zusammen mit dem Landkreis Weißenburg in Bayern den heutigen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen bildet.
Einwohnerentwicklung
Der Gemeindeteil Obererlbach hat mehr Einwohner als der Hauptort Haundorf. Nur der Gemeindeteil Gräfensteinberg ist größer.
Ort Obererlbach
1846: 284 Einwohner mit 42 Häusern
1861: 287 Einwohner mit 66 Gebäuden
1871: 298 Einwohner mit 81 Gebäuden
1885: 346 Einwohner mit 69 Wohngebäuden
1900: 345 Einwohner mit 65 Wohngebäuden
1925: 387 Einwohner mit 75 Wohngebäuden
1950: 422 Einwohner mit 86 Wohngebäuden
1961: 436 Einwohner mit 98 Wohngebäuden
1970: 473 Einwohner
1978: 471 Einwohner
1987: 473 Einwohner mit 129 Wohngebäuden
Gemeinde Obererlbach
1861: 315 Einwohner
1871: 333 Einwohner
1885: 374 Einwohner
1900: 387 Einwohner
1910: 379 Einwohner
1925: 395 Einwohner
1933: 413 Einwohner
1939: 403 Einwohner
1950: 432 Einwohner
1961: 444 Einwohner
1970: 474 Einwohner
Literatur
Johann Kaspar Bundschuh : Obererlbach . In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken . Band 4 : Ni–R . Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301 , OCLC 833753101 , Sp. 168–169 ( Digitalisat ).
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Georg Paul Hönn : Ober-Erlbach . In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises . Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613 , S. 358 ( Digitalisat ).
Fußnoten
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↑ Gemarkung Obererlbach (093619). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 17. Oktober 2024 .
↑ Webkarte. ALKIS® -Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas . LDBV , abgerufen am 17. Oktober 2024 .
↑ Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung . In: BayernAtlas . LDBV , abgerufen am 17. Oktober 2024 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie ).
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↑ St. Marien Oberlbach ( Memento des Originals vom 2. April 2015 im Internet Archive ) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.haundorf.de , abgerufen am 8. März 2015
↑ Niederschlagstation: Haundorf-Obererlbach ( Memento des Originals vom 4. April 2015 im Internet Archive ) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1 @2 Vorlage:Webachiv/IABot/www.hnd.bayern.de
↑ Kath. Pfarrkirche St. Valentin , www.pointoo.de, abgerufen am 8. März 2015
↑ Haundorf , Bayerische Denkmalliste, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (pdf)