| OpenMediaVault | |
|---|---|
| Webschnittstelle von OpenMediaVault 6.9.4 | |
| Entwickler | Volker Theile |
| Lizenz(en) | GNU GPL v3 (Freie Software) |
| Erstveröff. | 2009 |
| Akt. Version | 8.6.0 vom 28. Oktober 2026 |
| Abstammung | GNU/Linux ↳ Debian GNU/Linux ↳ OpenMediaVault |
| Architektur(en) | IA-32 AMD64 ARM |
| Sonstiges | Mehrsprachig |
| www.openmediavault.org | |
OpenMediaVault (OMV) ist ein seit 2009 entwickeltes freies Betriebssystem für Network Attached Storage (NAS). Es basiert auf der Linux-Distribution Debian.
Der Entwickler Volker Theile hatte zuvor bereits am FreeBSD-basierten FreeNAS-Projekt mitgewirkt. Wegen der besseren Soft- und Hardwareunterstützung von Linux im Vergleich zu FreeBSD wurde eine Neuimplementierung von FreeNAS auf Basis der Linux-Distribution Debian durch Volker Theile angekündigt. Kurz darauf meldete sich Olivier Cochard-Labbé, der Originalentwickler von FreeNAS, zurück und kündigte den Verbleib bei FreeBSD als Basis für FreeNAS an. Die beiden Entwickler einigten sich schließlich auf coreNAS als neuen Namen für die Debian-basierte Version, welcher wiederum kurze Zeit später in den heutigen Namen OpenMediaVault geändert wurde. Seitdem werden beide Projekte parallel weiterentwickelt.
OpenMediaVault kommt weitestgehend ohne Anpassungen der von Debian bereitgestellten Programmpakete aus. Über eine Webschnittstelle lassen sich Einstellungen anpassen und das System verwalten. Dateibasierte Dienste wie CIFS (Samba) und NFS stellen die Kernfunktion dar. Durch ein Plug-in beherrscht OpenMediaVault auch den Umgang mit blockbasiertem Datenzugriff wie es bei SAN üblich ist und bietet hierfür eine iSCSI-Implementierung. Eine vollständige Liste der unterstützten Dienste und Protokolle findet sich in der Funktionsübersicht.
Über eine Programmierschnittstelle (API) ist es möglich, weitere Funktionen als Plug-in in die Webschnittstelle zu integrieren. Der Entwickler stellt einige Plug-ins zur Verfügung, die sich direkt über die Webschnittstelle nachinstallieren lassen. Weitere Plug-ins werden von unabhängigen Entwicklern bereitgestellt.
Das Betriebssystem kann mit mehreren Plug-ins konfiguriert werden:
Weitere Plug-ins werden von externen Entwicklern bereitgestellt und gepflegt. Der Großteil der Plug-ins wird von einer Gruppe namens OpenMediaVault Plugin Developers entwickelt. Der Status aller Plug-ins kann online eingesehen werden. Im Oktober 2014 waren rund 30 Plug-ins verfügbar. Im Juni 2015 stehen bereits über 70 stabile Plug-ins zur Verfügung. Hier ein Auszug aus den Plug-ins der externen Entwickler:
Die automatische Betriebssystem-Installation nimmt den gesamten Datenträger in Anspruch, auf dem die Installation erfolgt. Auf diesem können die Benutzer keine eigenen Daten ablegen. Daher sind für die produktive Nutzung von OpenMediaVault mindestens zwei Datenträger erforderlich. Eine Installation auf einem USB-Stick ist möglich, wird aber nicht empfohlen. Man kann aber erst ein Debian auf einer Partition installieren und danach die OpenMediaVault-Pakete nachinstallieren. Die anderen Partitionen kann man dann für eigene Daten verwenden.
| Version | Name | Datum | Basis | Bemerkungen |
|---|---|---|---|---|
| 0.2 | Ix | 17. Oktober 2011 | Debian 6 | erste öffentlich freigegebene Version |
| 0.3 | Omnius | 18. April 2012 | Debian 6 | mehrsprachige Webschnittstelle eingeführt, Einführung einer grafischen Benutzerführung für die Rechteverwaltung via ACL |
| 0.4 | Fedaykin | 21. September 2012 | Debian 6 | generelle Verbesserungen und Anpassungen |
| 0.5 | Sardaukar | 25. August 2013 | Debian 6 | Änderungen in der Programmierschnittstelle, Plug-ins aus der Vorversion nicht kompatibel. Im März 2014 wurde ein Feature freeze bekannt gegeben um sich auf die Version 1.0 zu konzentrieren. Bugfixes werden weiterhin durchgeführt. |
| 1.x | Kralizec | 15. September 2014 | Debian 7 | Bessere Unterstützung von Einplatinencomputer wie z. B. Raspberry Pi, Wechsel des Webservers für die Webschnittstelle zu nginx, verbesserte Infrastruktur für Plugins uvm. |
| 2.x | Stone Burner | 29. Juni 2015 | Debian 7 | Neues Sencha ExtJS 5.1.1 Framework für die WebGUI, überarbeitetes Netzwerk-Interface Konfiguration mit Unterstützung für Wi-Fi und VLAN uvm. |
| 2.2.14 | ||||
| 3.x | Erasmus | 12. Juni 2017 | Debian 8 | |
| 3.0.99 | 20. März 2018 | |||
| 4.x | Arrakis | 8. Mai 2018 | Debian 9.1 | |
| 4.1.35 | 4. März 2020 | |||
| 5.0.5 | Usul | 16. August 2019 | Debian 10 | |
| 5.3.10 | 14. April 2020 | |||
| 5.4.3 | 4. Mai 2020 | |||
| 5.5.0 | 25. Mai 2020 | |||
| 5.5.3 | 22. Juni 2020 | |||
| 5.5.4 | 13. Juli 2020 | |||
| 5.6.22 | 26. Dezember 2021 | |||
| 6.0-34 | Shaitan | 8. November 2021 | Debian 11 | komplett überarbeitete UI |
| 6.0.6 | 26. Dezember 2021 | |||
| 6.0.26 | 7. Mai 2022 | |||
| 6.1.0 | 2. Dezember 2022 | |||
| 6.2.0 | 30. Januar 2023 | |||
| 7.0 | Sandworm | 3. März 2024 | Debian 12 | |
| 8.0 | Synchrony | 24. Dezember 2025 | Debian 13 Trixie | nur für AMD64 und ARM64 |
OpenMediaVault ist freie Software und kostenlos erhältlich. Es ist möglich, via PayPal für das Projekt zu spenden.
Jede Version von OpenMediaVault hat neben der Versionsnummer einen Codenamen, der aus dem Romanzyklus Dune von Frank Herbert stammt.
Im September 2014 wurde OpenMediaVault auf SourceForge zum Projekt des Monats gewählt.
Die Weboberfläche enthält an verschiedenen Stellen Anspielungen auf die Amiga Workbench. So etwa bei Fehlermeldungen, bei der sich auch der Mauszeiger in den alten Mauszeiger des Amiga-Betriebssystems ändert.