
Pier Francesco Foschi (* 2. November 1502 in Florenz; † 17. September 1567 ebenda) war ein italienischer Maler und Zeichner des Cinquecento.
Pier Francesco Foschi wurde als Sohn des Malers Jacopo Foschi geboren und auch Pierfrancesco di Jacopo genannt. In Giorgio Vasaris Vite (1568), in der Foschi nur am Rande erwähnt wird, ist zu lesen, dass er Schüler Andrea del Sartos war und zahlreiche Kopien seiner Werke angefertigt haben soll. Laut Vasari arbeitete Foschi bis 1530 in del Sartos Werkstatt. Ein von Louis A. Waldman im Jahr 2001 publiziertes Dokument belegt jedoch, dass Foschi bereits im März 1529 gemeinsam mit seinem Vater eine eigene Werkstatt in der Pfarrei San Jacopo gemietet hatte. Für die Grundbesitzer jener Werkstatt, die Familie Torrigiani, malte Foschi rund zwanzig Jahre später ein Altarbild in Santo Spirito. Wohl noch in den 1520er Jahren führte er im Auftrag des Kaufmanns Benedetto Lotti das Altarbild für San Barnaba in Florenz aus, das ursprünglich für Santa Trinità bestimmt war. Es geht auf die heute verlorene Madonna di Sant’Ambrogio Andrea del Sartos zurück. In seinen frühen Werken setzte Foschi die Malweise seines Lehrers in deutlich vereinfachter und respektvoll-zurückhaltender Weise um.
Von 1535 bis 1556 war Pier Francesco Foschi Mitglied der Compagnia di San Luca. Er war an mehreren Kollektivaufträgen der Medici beteiligt, unter anderem 1536 unter Leitung Jacopo da Pontormos an der Ausmalung der Villa di Careggi für Herzog Alessandro de’ Medici sowie 1539 an der Festdekoration zur Hochzeit Cosimos I. mit Eleonora von Toledo. Die wenigen erhaltenen Werke Foschis entstanden erst nach 1537: die Auferstehung für Santo Spirito (datiert auf dieses Jahr), für die er in den folgenden Jahren zwei weitere Gemälde schuf – die Verklärung Christi (um 1545) und die Unbefleckte Empfängnis (um 1544–1546) –, letztere im Auftrag der Torrigiani. Im Jahr 1545 führte Foschi Fresken in der Villa Franceschi in Ponte a Ema bei Florenz aus; zur selben Zeit entstanden auch die Fresken im Oratorium der Villa Rosselli del Turco am selben Ort.

1556/1557 wurde Foschi in die Zunft der Medici e Speziali aufgenommen. 1562 gehörte er gemeinsam mit Francesco da Sangallo, Angelo Bronzino und Giorgio Vasari der Gründungskommission der Accademia delle Arti del Disegno an. Dort bekleidete er bis zu seinem Tod hohe Ämter: 1564 schuf er eines der Gemälde für die Exequien Michelangelos und war an der Prüfung der dabei entstandenen Kosten beteiligt. Im Juni 1565 war er mitverantwortlich für den Vertrag der Akademie mit den Serviten von Santissima Annunziata über die Nutzung ihres Kapitelsaals als Kapelle. Im selben Jahr wirkte er zudem an der Ausstattung der Hochzeitsfeier von Francesco I. de’ Medici und Johanna von Österreich mit. In einem Schreiben aus dem Jahr 1565 nannte Vincenzo Borghini, der Leiter des Ospedale degli Innocenti und Hofliterat der Medici, Foschi neben Vasari, Bronzino und Michele Tosini als einen der bedeutendsten zeitgenössischen Künstler aus Florenz. Zu seinen Schülern zählten Maso da San Friano und Alessandro del Barbiere. Pier Francesco Foschi starb am 17. September 1567 in Florenz und wurde in der Kirche Santo Spirito beigesetzt.
| Personendaten | |
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| NAME | Foschi, Pier Francesco |
| ALTERNATIVNAMEN | di Jacopo, Pierfrancesco; Toschi, Pier Francesco |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Maler und Zeichner des Cinquecento |
| GEBURTSDATUM | 2. November 1502 |
| GEBURTSORT | Florenz |
| STERBEDATUM | 17. September 1567 |
| STERBEORT | Florenz |