Pierbach

Pierbach
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Pierbach
Pierbach (Österreich)
Pierbach (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Oberösterreich Oberösterreich
Politischer Bezirk: Freistadt
Kfz-Kennzeichen: FR
Fläche: 22,70 km²
Koordinaten: 48° 21′ N, 14° 45′ OKoordinaten: 48° 20′ 50″ N, 14° 45′ 20″ O
Höhe: 494 m ü. A.
Einwohner: 1.033 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 46 Einw. pro km²
Postleitzahl: 4282
Vorwahl: 07267
Gemeindekennziffer: 4 06 13
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Dorfstraße 22
4282 Pierbach
Website: www.pierbach.at
Politik
Bürgermeister: Richard Freinschlag (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2021)
(13 Mitglieder)
13
13 
Insgesamt 13 Sitze
Lage von Pierbach im Bezirk Freistadt
Lage der Gemeinde Pierbach im Bezirk Freistadt (anklickbare Karte)Bad ZellFreistadtGrünbachGutauHagenberg im MühlkreisHirschbach im MühlkreisKaltenbergKefermarktKönigswiesenLasbergLeopoldschlagLiebenauNeumarkt im MühlkreisPierbachPregartenRainbach im MühlkreisSandlSt. Leonhard bei FreistadtSt. Oswald bei FreistadtSchönau im MühlkreisTragweinUnterweißenbachUnterweitersdorfWaldburgWartberg ob der AistWeitersfeldenWindhaag bei FreistadtOberösterreich
Lage der Gemeinde Pierbach im Bezirk Freistadt (anklickbare Karte)
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria
BW

Pierbach ist eine Gemeinde in Oberösterreich im Bezirk Freistadt im Mühlviertel mit 1033 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).

Geografie

Die hügelige Landschaft wird durch die Große und die Kleine Naarn entwässert. Die Große Naarn durchfließt das Gemeindegebiet von Nordosten, wo sie auch die Gemeindegrenze bildet, nach Südwesten. Dort nimmt sie die Kleine Naarn auf, diese bildet die Grenze im Westen. Die Mündung liegt 480 Meter über dem Meer, der Ort Pierbach auf 494 Meter. Die höchsten Erhebungen sind der Bodenberg mit 711 Meter, der Bischofsberg mit 801 Meter und die Burgruine Ruttenstein auf 750 Meter. Die Ausdehnung beträgt von Nord nach Süd 5,3 und von West nach Ost 8,6 Kilometer.

Die Gemeinde hat eine Fläche von 22,8 Quadratkilometer. Davon sind 52 Prozent bewaldet und 41 Prozent sind landwirtschaftliche Nutzfläche.

Gemeindegliederung

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026):

  • Bergerriedl (50)
  • Hinterhütten (51)
  • Höfnerberg (144)
  • Kleinhöfnerberg (32)
  • Kreuzberg (38)
  • Lindnerberg (23)
  • Meislberg (27)
  • Mühltal (109)
  • Naarntal (37) samt Klaus
  • Niederhofstetten (67) samt Ruttenstein
  • Oberhofstetten (63) samt Höllberg
  • Pierbach (279)
  • Sonnleitn (113)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Hofstetten und Pierbach.

Die Gemeinde gehörte bis Ende 2002 zum Gerichtsbezirk Unterweißenbach, von 2003 bis 2013 zum Gerichtsbezirk Pregarten, und wurde per 1. Jänner 2013 dem Gerichtsbezirk Perg zugeteilt.

Nachbargemeinden

Schönau im Mühlkreis Unterweißenbach
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Königswiesen
Bad Zell Rechberg St. Thomas am Blasenstein

Geschichte

Der Ort Pierbach ist vermutlich um das Jahr 1000 entstanden. Die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1114, wo Rudolf der Jüngere von Perge der Kirche von Pergkirchen ein Gebiet schenkt, begrenzt von Perenkirchen (Pergkirchen), Naerdin (Naarn) und Pirichbach remocior (dem etwas entfernteren Pierbach).

Die Burg Ruttenstein wird mit dem Namen „Rotenstein“ im 12. Jahrhundert als bambergischer Besitz genannt. Sie wurde das Rodungszentrum des Grafen von Clam-Velburg im mittleren Mühlviertel. Erstmals urkundlich erwähnt wird sie 1209. Da Ulrich von Clam-Velburg kinderlos war, als er 1218 im 5. Kreuzzug starb, fiel die Burg an den Herzog Leopold VI., der sie an die Familie der Kapeller verpfändete. Diese vergrößerten die Burg um 1300. Nachdem die Familie 1406 ausstarb, wechselten die Besitzer mehrfach, bis sie 1556 an Ferdinand Helfried von Meggau kam. Durch Heirat gelangte sie in den Besitz der Grafen Dietrichstein. Da diese die Burg nicht bewohnten, verfiel diese. In einer Zeichnung von Georg Matthäus Vischer um 1674 ist sie bereits als Ruine dargestellt. Zur Burg gehörten auch große Waldgebiete, die Erträge lieferten. Das Anwesen wechselte wieder den Eigentümer und wurde 1823 von Ernst Herzog von Sachsen-Coburg und Gotha erworben, dessen Nachfolger noch heute die Ruine und die Waldungen besitzen. Ab 2000 wurden Sanierungsarbeiten durchgeführt, die Pflege der Anlage führt ein Burgverein durch.

Einwohnerentwicklung

Pierbach: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
916
1880
  
1.067
1890
  
972
1900
  
1.010
1910
  
971
1923
  
1.003
1934
  
1.024
1939
  
968
1951
  
922
1961
  
980
1971
  
1.011
1981
  
953
1991
  
989
2001
  
986
2011
  
1.005
2021
  
1.027
2026
  
1.033
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Burgruine Ruttenstein
Pfarrkirche Pierbach
Schild des Häferlmuseums in Pierbach
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Pierbach

Wirtschaft und Infrastruktur

Wegen seiner Lage ist Pierbach eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde. Insgesamt sind 13 Gewerbebetriebe im Gemeindegebiet ansässig.

Verkehr

Politik

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Motiv: Gemeindeamt/Rathaus der Gemeinde

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BW

Gemeinderat

Der Gemeinderat hat 13 Mitglieder.

Partei 2021 2015 2009 2003 1997
Prozent Mandate % Mandate % Mandate % Mandate % Mandate
ÖVP 100 13 69,46 9 63,40 8 60,06 8 71,77 10
SPÖ 30,54 4 36,60 5 39,94 5 28,23 3

Bürgermeister

Bürgermeister seit 1850 waren:

  • 1850–1858 Leopold Kern
  • 1858–1860 Michael Lehner
  • 1860–1867 Simon Gradl
  • 1867–1870 Michael Prinz
  • 1870–1879 Johann Walter
  • 1879–1882 Michael Wansch
  • 1882–1885 Michael Ebner
  • 1885–1894 Michael Wansch
  • 1894–1897 Ignaz Rothmayr
  • 1897–1903 Josef Freynschlag
  • 1903–1924 Mathias Walter
  • 1924–1926 Leopold Haslhofer
  • 1926–1938 Heinrich Koller
  • 1938–1939 Karl Wimmer
  • 1939–1939 Firedrich Schwieger
  • 1939–1944 Alois Haslhofer
  • 1944–1945 Ernst Bayerl
  • 1945–1973 Ludwig Koller
  • 1973–1984 Franz Haslhofer
  • 1984–1996 Heinrich Leitner
  • 1996–2009 Isidor Bauernfeind (ÖVP)
  • 2009–2015 Martin Mayringer (ÖVP)
  • seit 2015 Richard Freinschlag (ÖVP)

Wappen

Blasonierung (Offizielle Beschreibung des Gemeindewappens): „In Schwarz eine silberne, erniedrigte und eingeschweifte Deichsel, überhöht von einem fünfmal von Rot und Silber im Bogenschnitt schräg geteilten Schild.“
Das rot-silberne Schild stellt das Wappen der Kapeller, den ehemaligen Herren der Ruine Ruttenstein dar. Die Deichsel steht für den Zusammenfluss der kleinen und der großen Naarn.
Die Gemeindefarben sind: Rot-Weiß

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Literatur

Commons: Pierbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Ein Blick auf die Gemeinde Pierbach, Fläche und Flächennutzung. (PDF) Statistik Austria, abgerufen am 13. Juni 2021.
  2. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  3. 1 2 Geschichte. Gemeinde Pierbach, abgerufen am 13. Juni 2021.
  4. ↑ Ruttenstein. In: burgen-austria.com. Werner Hammerl (Hrsg.)
  5. ↑ Die Ruine. In: ruttenstein.at. Abgerufen am 13. Juni 2021.
  6. ↑ Häferlmuseum
  7. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2021 in Pierbach. (PDF) Land Oberösterreich, 26. September 2021, abgerufen am 1. Dezember 2021.
  8. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2015 in Pierbach. (PDF) Land Oberösterreich, 27. September 2015, abgerufen am 13. Juni 2021.
  9. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2009 in Pierbach. (PDF) Land Oberösterreich, 27. September 2009, abgerufen am 13. Juni 2021.
  10. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 2003 in Pierbach. (PDF) Land Oberösterreich, 28. September 2003, abgerufen am 13. Juni 2021.
  11. ↑ Wahlergebnis Gemeinderatswahl 1997 in Pierbach. (XLS) Land Oberösterreich, 5. Oktober 1997, abgerufen am 13. Juni 2021.
  12. 1 2 Gemeinden, Pierbach. Land Oberösterreich, abgerufen am 13. Juni 2021.
  13. ↑ Bürgermeister. Gemeinde Pierbach, abgerufen am 13. Juni 2021 (österreichisches Deutsch).