| Prutzendorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Prutzendorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Horn (HO), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Horn | |
| Pol. Gemeinde | Weitersfeld | |
| Koordinaten | 48° 46′ 12″ N, 15° 47′ 44″ O | |
| Höhe | 432 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 49 (1. Jän. 2026) | |
| Fläche d. KG | 3,79 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 04044 | |
| Katastralgemeindenummer | 10224 | |
Ortsansicht mit der Statue des Johannes Nepomuk | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Prutzendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Weitersfeld im Bezirk Horn in niederösterreichischen Waldviertel mit 49 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026).
Das am Prutzendorfer Bach gelegene Dorf befindet sich südlich von Weitersfeld und ist über die Landesstraßen L1153, L1154 und L1155 erreichbar. Zur Ortschaft gehört auch die Schleifermühle im Norden der Katastralgemeinde. Die Ortschaft umfasst insgesamt 32 Adressen.
Im Jahr 1182 wurde „Diether von Bruzendorf“ urkundlich genannt, 1288 schien „Heinrich Procendorfer“ als Gefolgsmann der Herren von Winkl auf und 1303 gehörte „Rudger Pruzendorfarius“ zur Klientel der Kuenringer. Nach dem Ende der „Pruczendorffer“ im späten 14. Jahrhundert trat 1549 Gebhard Welzer als Besitzer der Herrschaft Pruzendorf auf und 1757 hat Johann Joseph Khevenhüller-Metsch die Herrschaft inne.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 27 Häusern genannt, das nach Weitersfeld eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Prutzendorf zu Fronsburg besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Prutzendorf eine Gastwirtin, ein Gemischtwarenhändler, ein Müller, ein Schmied und mehrere Landwirte ansässig.
Um 1850 konstituierte sich Prutzendorf zur selbständigen Ortsgemeinde und mit 1. Jänner 1966 fusionierte diese mit den damaligen Gemeinden Rassingdorf, Starrein und Weitersfeld, der sich später noch die Gemeinen Fronsburg, Oberfladnitz, Oberhöflein, Obermixnitz und zuletzt Sallapulka anschlossen.