Psalm 18 auf Hebräisch gesungen (Ogg-Vorbis-Audiodatei, Länge: 6 min 41 s, 155 kbps)Worte aus Psalm 18 Vers 19 in einem Mosaikensemble (hier unten), das die siebte Seligpreisung Jesu versinnbildlichtWorte aus Psalm 18 Vers 47 auf einer Straßenecktafel in Gotha: Der Herr lebet und gelobt sey mein Hort, und der Gott meines Heils müsse erhoben werdenPsalm 18 Vers 50 im Utrechter Psalter
Der 18. Psalm (nach griechischer Zählung der 17.) ist ein Psalm Davids aus dem biblischenBuch der Psalmen. Er gehört in die Reihe der „Danklieder eines Einzelnen“.
Struktur
Hermann Gunkel strukturiert den Psalm auf folgende Weise:
Vers 2f.: hymnische Einführung
Vers 4–20: Hauptstück des ersten Teils: Erzählung des Geschehens
Vers 21–31: Betrachtungen über das göttliche Einschreiten
Vers 21–25: Der Grund der Hilfe: die eigene Gerechtigkeit des Sängers
Vers 26–28: Die Lehre, die der Redende aus seinem Geschick gezogen hat
Vers 29f.: persönliche Erfahrung des Dichters, sein Vertrauen
Vers 31: allgemeines Bekenntnis
Vers 32–51: zweiter Teil
Vers 33–37: Die Vorbereitungen: JHWH hat den Siegreichen selber zum Heerzug ausgerüstet
Vers 38–43: Schilderung der siegreichen Schlacht und der Flucht der Feinde
Vers 44–46: Emporsteigen des siegreichen Helden zum „Haupt der Nationen“
Vers 47–49: Erstes Schlussstück
Vers 50f.: Zweites Schlussstück
Anmerkungen
Das auffälligste Merkmal des Psalms ist seine Parallelität zu 2 Sam 22EU. So beschäftigt sich die Textkritik meistens mit der Frage, inwiefern die beiden Texte sich voneinander unterscheiden. Nach Einschätzung des englischen Alttestamentlers William Oscar Emil Oesterley beispielsweise lag beiden Texten dasselbe Original vor und an den Differenzen habe die Überlieferung Schuld.
Literatur
Donald K. Berry: The Psalms and their readers: interpretive strategies for Psalm 18 (1993)