Sant’Abbondio TI

TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Sant’Abbondio zu vermeiden.

Sant’Abbondio
Wappen von Sant’Abbondio
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Locarnow
Kreis: Kreis Gambarogno
Gemeinde: Gambarognoi2
Postleitzahl: 6577
frühere BFS-Nr.: 5128
UN/LOCODE: CH SBD
Koordinaten: 703165 / 107396Koordinaten: 46° 6′ 37″ N, 8° 46′ 23″ O; CH1903: 703165 / 107396
Höhe: 322 m ü. M.
Höhenbereich: 193–1593 m ü. M.
Fläche: 3,21 km²
Einwohner: 137 (31. Dezember 2009)
Einwohnerdichte: 43 Einw. pro km²
Website: www.gambarogno.ch
Karte
Sant’Abbondio TI (Schweiz)
Sant’Abbondio TI (Schweiz)
w{ww
Gemeindestand vor der Fusion am 25. April 2010
Dorf Sant’Abbondio (1940)
Bahnhof Ranzo-Sant’Abbondio

Sant’Abbondio, im lombardischen Ortsdialekt Sant’Abbundi [santaˈbundi], ist ein Ort in der politischen Gemeinde Gambarogno im Schweizer Kanton Tessin. Er bildete mit seinen zwei Fraktionen Calgiano und Ranzo bis zum 24. April 2010 eine eigenständige politische Gemeinde.

Geographie

Das Dorf liegt auf 335 m ü. M. auf einer Terrasse rund 140 Meter über dem linken Ufer des Langensees und 1 Kilometer südlich der Station Ranzo-S. Abbondio der Bahnstrecke Cadenazzo–Luino der Schweizerischen Bundesbahnen.

Geschichte

Die Nennung Sancto Abundio findet sich erstmals in einer Urkunde aus dem Jahr 1192. Die Kirche wurde 1364 erstmals mit dem Patrozinium der heiligen Abbondio und Andreas erwähnt. 1558 trennte sich der Ort kirchlich und administrativ von Vira; seither nennt sich das Dorf Sant’Abbondio. 1774 lösten sich Gerra, 1850 Caviano von Sant’Abbondio.

Am 25. November 2007 wurde von den Stimmberechtigten der Gemeinden Caviano, Contone, Gerra (Gambarogno), Indemini, Magadino, Piazzogna, Sant’Abbondio und Vira (Gambarogno) die Fusion der neun Gemeinden am Südufer des Langensees zur Gemeinde Gambarogno gutgeheissen. Einzig San Nazzaro war mehrheitlich dagegen. Gegen den Entscheid des Tessiner Grossen Rates, die Fusion trotzdem wie geplant durchzuführen, wurde beim Bundesgericht Beschwerde eingelegt. Nach der Ablehnung der Beschwerde konnte die Fusion per 25. April 2010 in Kraft treten.

Wappen

Blasonierung: In Rot ein silberner Pfahl mit einem Krummstab, der von zwei silbernen Hirschstangen begleitet wird.

Bevölkerung

Sant'Abbondio TI: Einwohnerzahlen von 1799 bis 2009
Jahr  Einwohner
1799
  
220
1808
  
240
1824
  
263
1836
  
272
1850
  
251
1860
  
208
1870
  
194
1880
  
?
1888
  
187
1900
  
170
1910
  
163
1920
  
132
1930
  
150
1941
  
123
1950
  
116
1960
  
122
1970
  
117
1980
  
132
1990
  
142
1991
  
145
1992
  
149
1993
  
144
1994
  
135
1995
  
140
1996
  
144
1997
  
149
1998
  
147
1999
  
144
2000
  
147
2001
  
138
2002
  
138
2003
  
145
2004
  
137
2005
  
134
2006
  
135
2007
  
139
2008
  
136
2009
  
137
Quelle(n): bis 1980 Bundesamt für Statistik ab 1990: Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991–2024

Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

(Sortierung nach Geburtsjahr.)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 795.
  2. ↑ Graziano Tarilli: Sant’Abbondio. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 31. Oktober 2023.
  3. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 3. Juni 2026.
  4. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 3. Juni 2026 (Öffnung in Excel nur über "Anhang/Excel-Datensatz" möglich).
  5. ↑ Bilanz der ständigen Wohnbevölkerung der Schweiz nach Bezirken und Gemeinden 1991-2024. Bundesamt für Statistik BFS, Neuchâtel, 27. August 2025, abgerufen am 3. Juni 2026.
  6. 1 2 3 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Bellinzona 2007, S. 157–158.
  7. 1 2 3 Fabio Chierichetti: Il casato Branca-Masa. Un’invenzione di metà Ottocento. In: Bollettino Genealogico della Svizzera Italiana 23, 2019, S. 35–45.
  8. ↑ Tamara Voltz. In: Sikart
  9. ↑ Buddhismus in der Schweiz: Peter Voltz auf sbu.net/buddhismus-schweiz