Reinhold Sedo

Pastor Reinhold Sedo

Reinhold George Sedo, auch genannt Jim Sedo (* 21. Februar 1914 in Lipton, Saskatchewan; † 13. September 1991 in Edmonton, Alberta), war ein kanadischer lutherischer Geistlicher. Von 1959 bis 1962 war er der letzte Präses der West-Kanada-Synode.

Biographie

Sedo wurde im ländlichen Saskatchewan in eine Familie galiziendeutscher Herkunft geboren. Er machte seinen Schulabschluss am Concordia College in Edmonton. Anschließend nahm er ein Theologiestudium am Concordia-Seminar in St. Louis auf, wechselte aber später an das Lutherische College und Seminar in Saskatoon. Dort legte er 1939 erfolgreich das theologische Examen ab und wurde am 4. Juli in der Dreieinigkeitskirche in Saskatoon durch die Manitoba-Synode der Vereinigten Lutherischen Kirche in Amerika zum Pfarramt ordiniert. Seine erste Pfarrstelle trat er an einer Parochie in Zentral-Alberta an, zu der die Kirchengemeinden St. Johannes in Meadowview, St. Michael in Mystery Lake und die Friedenskirche in Ballantine gehörten. Zum 1. April 1944 wechselte er an die St.-Paulus-Kirche in Rosenthal/Rolly View, wo er den Bau eines Pfarrhauses verantwortete. Nach kurzer Tätigkeit in Flin Flon folgte er 1948 einem Ruf der Bethanien-Kirche in Inglis, wo er zwei Jahre blieb. Anschließend war er sechs Jahre lang an der St. Paul’s Lutheran Church in Chicago, bevor er 1956 die Pfarrstelle der Dreieinigkeitskirche in Edmonton übernahm.

Nach dem Rücktritt von Arnold Wilke wurde Sedo zum Präses der West-Kanada-Synode gewählt. Als diese Synode 1962 in der Lutherischen Kirche in Amerika aufging und sich neu organisierte, übernahm Sedo kein Leitungsamt mehr, sondern nahm 1963 den Ruf auf die Pfarrstelle der St. John Lutheran Church in Russell im US-Bundesstaat Kansas an. Die Gemeinde, die sich im sprachlichen Umbruch befand, hatte Sedo aufgrund seiner Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache ausgewählt. Er verantwortete eine Reihe von Bau- und Renovierungsarbeiten an der Kirche und dem Pfarrhaus. Ab 1967 betreute er zusätzlich die Trinity Lutheran Church in Bender Hill und war ab 1969 in eine Gemeindegründung in Tulsa involviert. 1970 legte er sein Pfarramt in Kansas aus gesundheitlichen Gründen nieder und kehrte nach Manitoba zurück. Dort wurde er Pfarrer der Zionskirche in Beausejour, blieb jedoch nur ein Jahr, bevor er für zwei Jahre an seine alte Gemeinde in Chicago zurückkehrte. Seine letzte Pfarrstelle hatte er ab 1973 an der St.-Paulus-Kirche in Rolly View inne, wo er schon dreißig Jahre zuvor gepredigt hatte. 1979 trat er in den Ruhestand und ließ sich in Edmonton nieder.

Sedo heiratete 1938 Frieda Minchau, mit der er einen Sohn hatte. Er starb am 13. September 1991 in Edmonton und wurde nach einem Trauergottesdienst in der Dreieinigkeitskirche, bei dem Walter Freitag predigte, in den Glenwood Memorial Gardens begraben.

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 Horst Gutsche / Manfred Prokop: A Biographical Directory of Clergy in Alberta’s German-speaking Communities. Okotoks AB 2017, S. 109 f. (englisch).
  2. ↑ Concordia College Anniversary Yearbook 1921–1946. Edmonton 1946, S. 69 (englisch, archive.org).
  3. ↑ Conrad Kleiner: Festschrift zur Feier des Goldenen Jubiläums der Evangelisch-Lutherischen Synode von Manitoba und andern Provinzen. Saskatoon 1947, S. 74 f. (archive.org).
  4. ↑ History of St. John Lutheran Church. In: stjohnrussell.com. St. John Lutheran Church, abgerufen am 1. November 2026 (englisch).
VorgängerAmtNachfolger
Arnold WilkePräses der
West-Kanada-Synode

1959–1962
Synode umorganisiert