
Remaclus oder Remaklus (* um 600; † 3. September der Jahre zwischen 676 und 679 in Stablo) war ein benediktinischer Abt und Bischof. Er wird als Heiliger der katholischen Kirche (Gedenktag: 3. September) verehrt.
Remaclus war Mönch im Kloster Luxeuil, als ihn Eligius von Noyon 632 zum Abt des Klosters Solignac berief. Nachdem ihm König Sigibert III. das Recht gewährt hatte, eine Abtei zu gründen, errichtete Remaclus 648 sogar zwei, nämlich die Klöster Stablo und Malmedy. Die Klöster bildeten die Reichsabtei Stablo-Malmedy. Allerdings wurden sie verschiedenen Diözesen zugesprochen, Stablo dem Bistum Lüttich und Malmedy dem Erzbistum Köln, was zu einer längeren Koexistenz in Zwietracht führte.
Im Jahr 650 wurde Remaclus Bischof von Maastricht. Das Amt als Abt gab er auf. Nach zwölfjähriger Tätigkeit als Bischof kehrte er 662 als Mönch in das Kloster Stablo zurück.

Remaclus wurde im Kloster Stablo begraben. Ein bei Ausgrabungen gefundener Sarkophag wurde mit ihm in Verbindung gebracht, allerdings konnte dies wissenschaftlich nicht vollständig gesichert werden. Der Abt Godoin sorgte am 25. Juni 680 für die Erhebung der Gebeine des Gründerabtes in den Altar der drei Wochen vorher geweihten Kirche des Klosters. 1042 wurde sein Grab wiederentdeckt. Sein Schrein befand sich später in einem Altaraufsatz des 12. Jahrhunderts, dem Remaklusretabel. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts kamen seine Überreste in einen neuen Schrein, dieser befindet sich heute in der Kirche Saint Sébastien in Stavelot.

Er ist im Wappen von Stavelot/Stablo dargestellt.
Als Missionsbischof in den Ardennen soll Remaclus von einem Wolf begleitet worden sein. Diesem Tier wird nachgesagt, dass es in der Lage war, den Teufel zu vertreiben, der die neu errichteten Kirchen zerstören wollte. Mit seinem Stab soll der Heilige Quellen entdeckt haben, die als Heilwasser galten. Eine andere Legendenversion erzählt, dass die Mönche bei Remaclus Schutz gegen die Wolfsrudel suchten. Daraufhin habe Remaclus sie ermahnt und ermuntert, ihrer Pflicht nachzugehen; dann blieben sie vor den Wölfen verschont.
Sein Gedenktag ist der 3. September, die Bauernregel hierzu lautet: „Wenn es an diesem Tag regnet, ist das ein gutes Zeichen, denn dann sprießt ebensoviel Korn aus der Erde, wie Regentropfen aufs Feld fallen“. In der Darstellung als Bischof sind seine Attribute ein liegender Wolf an der rechten Fußseite und auf dem rechten Arm hält er Kirchenbauten, als Hinweis, dass er den Bau von Kirchen veranlasste. Er ist der Schutzpatron der Ardennen, gegen Unfruchtbarkeit der Frauen und gegen Ernteschädlinge.

Nach dem Heiligen benannte Kirchen befinden sich vor allem in den belgischen, Luxemburger und französischen Ardennen sowie im westdeutschen Raum im Bereich der Eifel und Mosel, unter anderem in:
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
|---|---|---|
| Amandus | Bischof von Maastricht 650–662 | Theodard |
| — | Abt von Stablo und Malmedy 637–650 | Papolin I. |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Remaclus |
| ALTERNATIVNAMEN | Remaklus; Rimagilus |
| KURZBESCHREIBUNG | Abt, Bischof, Heiliger |
| GEBURTSDATUM | um 600 |
| STERBEDATUM | 3. September zwischen 676 und 679 |
| STERBEORT | Stablo |