Rengersricht

Rengersricht
Markt Pyrbaum
Koordinaten: 49° 16′ N, 11° 18′ OKoordinaten: 49° 16′ 27″ N, 11° 18′ 17″ O
Höhe: 425 m ü. NHN
Einwohner: 639 (1. Jan. 2018)
Eingemeindung: 1. Oktober 1970
Postleitzahl: 90602
Vorwahl: 09180
Ortsansicht
Ortsansicht

Rengersricht ist ein Gemeindeteil des Marktes Pyrbaum im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern und eine Gemarkung.

Geografie

Lage

Das Dorf liegt rund 1,6 Kilometer südsüdöstlich des Hauptortes Pyrbaum und ca. 550 m nördlich von Seligenporten. Durch Rengersricht verläuft die Kreisstraße NM 17.

Gemarkung

Die Gemarkung Rengersricht hat eine Fläche von 4,652 km². Sie ist in 904 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5146,06 m² haben. In der Gemarkung liegen die Gemeindeteile Dennenlohe, Dürnhof und Rengersricht.

Nachbargemarkungen

Pyrbaum Postbauer
Altenfelden (Allersberg) Kompass Pavelsbach
Seligenporten

Quelle

Geschichte

Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde ein „Ottmar de Rengersrith“ genannt.

Rengersricht wird im Jahre 1273 erstmals in einer Urkunde des Klosters Seligenporten in der Schreibweise in Regenoldesrevt erwähnt. Mit dieser Urkunde hat das Kloster den Zehnt des Ortes erworben. In 1274 wurde das Dorf in einer Urkunde der Stadt Nürnberg als "Regnoldesrude" vermerkt. In einer Kurbayerischen Urkunde des Jahres 1285 ist der Ort als "Regenoltstrivt" belegt.

Die mit dem königlichen Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstandene Ruralgemeinde bestehend aus Dennenlohe, Dürnhof und Rengersricht wurde am 1. Oktober 1970 nach Pyrbaum eingemeindet.

Religion

Ein erstes Gotteshaus, die Kapelle St. Wendelin, wird durch einen Eintrag in den Kirchenbüchern der Pfarrei Seligenporten des Jahres 1834 nachgewiesen. Im Jahre 1849 ist dort vermerkt, dass durch eine Stiftung ein Kreuzwegzyklus für die Kapelle Rengersricht angeschafft wurde.

Die heute im Ort befindliche katholische Kapelle zur Heiligen Dreifaltigkeit wurde im Jahre 1967 errichtet und am 1. Juni 1968 geweiht. Sie ist eine Filialkirche der Pfarrei Seligenporten. Die evangelischen Christen sind der Kirchengemeinde Pyrbaum zugeordnet.

Einwohnerzahl

Baudenkmäler

Denkmäler in Rengersricht sind ein Steinkreuz mit Pflugschar aus dem Spätmittelalter und daneben ein Kreuzstein.

Kapelle Heiligste Dreifaltigkeit (2024)

Die Kapelle Heiligste Dreifaltigkeit im Ortskern.

Verkehr

Der Haltepunkt Rengersricht lag an der Bahnstrecke Burgthann–Allersberg, welche zum 3. Juni 1973 stillgelegt wurde.

Commons: Rengersricht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Mitteilungsblatt für den Markt Pyrbaum – Ausgabe Juni 2018. (PDF; 7,7 MB) Markt Pyrbaum, S. 4, abgerufen am 14. Februar 2025.
  2. ↑ Markt Pyrbaum, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 24. April 2026.
  3. 1 2 Gemarkung Rengersricht (094677). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 24. April 2026.
  4. 1 2 BayernAtlas. Kartenviewer des Freistaats Bayern, abgerufen am 1. Februar 2026.
  5. ↑ Webkarte. ALKIS-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 24. April 2026.
  6. 1 2 Rengersricht in. Website des Marktes Pyrbaum, abgerufen am 1. Februar 2026.
  7. 1 2 Sarah Rathgeb: Historische Ortsnamen. Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 1. Februar 2026.
  8. 1 2 Franz Xaver Buchner: Das Bistum Eichstätt. In: Bischöfliches Ordinariat Eichstätt (Hrsg.): Historisch-statistische Beschreibung auf Grund der Literatur, der Registratur des Bischöflichen Ordinariats Eichstätt sowie der pfarramtlichen Berichte. Band 2. Ph. Brönner- & M. Däntler’sche Buchdruckerei, Eichstätt 1938, S. 506 ff.
  9. ↑ Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950, München, 1952
  10. ↑ Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 533.
  11. ↑ Website der Pfarrei Seligenporten, abgerufen am 1. Februar 2026
  12. 1 2 bavarikon. Onlineportal des Freistaats Bayern, abgerufen am 1. Februar 2026.
  13. ↑ Michael Rademacher: Stadt und Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com. Abgerufen am 27. Mai 2023.
  14. ↑ Oberpfalz: Ensembles, Baudenkmäler, archäologische Geländedenkmäler, S. 158, online unter eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche und S. 159, online unter eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche
  15. ↑ Dauernde Einstellung des Gesamtbetriebes auf der Nebenbahn Burgthann – Allersberg. In: Amtsblatt der Bundesbahndirektion Nürnberg. Nr. 59, 18. April 1972, ZDB-ID 563443-X, S. 392 (Die Quelle spricht, aus damaliger Sicht in die Zukunft gerichtet, von entsprechenden Plänen.).
  16. ↑ Wolfgang Bleiweis, Ekkehard Martin: Fränkische Nebenbahnen: einst und jetzt; Mittel- und Unterfranken. Bufe-Fachbuch-Verlag, Egglham/München 1987, ISBN 3-922138-30-6, S. 105–109.