| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 18′ N, 11° 17′ O | |
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Oberpfalz | |
| Landkreis: | Neumarkt in der Oberpfalz | |
| Höhe: | 438 m ü. NHN | |
| Fläche: | 50,29 km² | |
| Einwohner: | 5884 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 117 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 90602 | |
| Vorwahl: | 09180 | |
| Kfz-Kennzeichen: | NM, PAR | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 3 73 156 | |
| LOCODE: | DE XPB | |
| Marktgliederung: | 14 Gemeindeteile | |
| Adresse der Marktverwaltung: |
Marktplatz 1 90602 Pyrbaum | |
| Website: | pyrbaum.de | |
| Erster Bürgermeister: | Michael Langner (CSU) | |
| Lage des Marktes Pyrbaum im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz | ||

Pyrbaum ist ein Markt im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern.
Pyrbaum wird auch „Tor zur Oberpfalz“ genannt. Es war die erste Gemeinde Bayerns, die bereits am 1. Oktober 1970 die Gemeindegebietsreform vollzog. Pyrbaum ist auch als Gemeinde mit dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Bayerns bekannt.
Als westlichste Gemeinde des Regierungsbezirks der Oberpfalz liegt Pyrbaum ca. 15 km südöstlich der Stadt Nürnberg. Das Gemeindegebiet ist größtenteils von Wald bedeckt. Als einzige Gemeinde der Oberpfalz zählt Pyrbaum zur Region Franken.
Der überwiegende Teil des Ortes liegt auf einer gerodeten Anhöhe. Der Gemeindeteil Neumühle ist der westlichste Punkt der Oberpfalz.
Südlich von Pyrbaum befinden sich die Quellen des Finsterbachs, im Nordosten die des Hembachs. Beide münden etwa 15 km weiter westlich in die Rednitz.
Es gibt 14 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Es gibt auf dem Gemeindegebiet die Gemarkungen Oberhembach, Pyrbaum, Rengersricht und Seligenporten. Die Gemarkung Pyrbaum hat eine Fläche von 17,828 km². Sie ist in 2085 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 8550,82 m² haben. In ihr liegen keine weiteren Gemeindeteile.
Nachbargemeinden sind von Norden aus im Uhrzeigersinn: Schwarzenbruck (Mfr./LAU), Burgthann (Mfr./LAU), Postbauer-Heng, Freystadt, Allersberg (Mfr./RH), Roth (Mfr./RH), Schwanstetten (Mfr./RH) und Wendelstein (Mfr./RH)
| Wendelstein | Schwarzenbruck | Burgthann |
| Schwanstetten | Postbauer-Heng | |
| Roth | Allersberg / Freystadt |
Ein Faustkeilfund bei Rengersricht zeigt, dass schon in der Jungsteinzeit Jäger und Sammler die Gegend durchstreiften. Etwa 800 m nördlich von Brikenlach befindet sich ein vorgeschichtlicher Betstattungsplatz mit Grabhügheln. Östlich von Schwarzach – südlich des Kesselweihers – wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege ein Siedlung der Späthallstatt-/Frühlatènezeit verortet.
In den Jahren 1138–1147 tritt der Landadelige "Tvirnchart de Birboum", dessen namentlich nicht bekannte Tochter sich im Kloster Weihenstephan befand, als Zeuge auf, als die Töchter Burkards von Wolfershofen im Rahmen ihres Eintritts in den Konvent dem Kloster Weihenstephan Besitz in Daßwang übergab.
Ein weiteres Mal bezeugt "Tůrinchardus de Pirbǒm" im Februar 1147 ein Rechtsgeschäft des Weihenstephaner Abts Sigmar auf dem Hoftag König Konrads III. in Regensburg. Im Zeitraum zwischen 1148 und 1156 verzichteten dann "Durinchard de Pirpoum" und sein Gattin "Iudita" (Judith) vor dem König und dem Klostervogt Pfalzgraf Otto auf Weihenstephaner Besitz in Daßwang unter der Bedingung, dass ihre beiden Töchter ins Kloster aufgenommen werden und übergaben dazu eine Hube in Winn mit 16 Hörigen.
Wie dem Nürnberger Urkundenbuch zu entnehmen ist, wurde mit Schiedsspruch des Jahres 1278 dem "Albert von Rindsmaul" das Patronatsrecht an der Kapelle zu Pyrbaum bestätigt. Damit trat dieses Adelsgeschlecht das Erbe der "Pyrbaumer" an, das wohl kurz davor am Mannesstamme ausgestorben sein dürfte. Im Jahre 1310 wird der aus der Ministerialenfamilie der Rindsmaul stammende "Konrad von Gestorf" urkundlich genannt. Dieser Konrad hatte Pyrbaum vermutlich zu Lehen.

Auf dem Erbwege ging Pyrbaum dann von den Rindsmaul an das Adelsgeschlecht der Wolfsteiner. Pyrbaum wurde daraufhin von 1346 bis zu deren Aussterben im Jahre 1740 von den Wolfsteinern beherrscht.
Im Rahmen einer ersten Teilung des Wolfsteiner Güterbesitzes im Jahre 1354 erhielt Albrecht der Ältere von Wolfstein die Herrschaft Pyrbaum, während seine Neffen Gotfried und Albrecht der Jüngere die Herrschaften Wolfstein und Sulzbürg zugesprochen bekamen.
Im Salbuch von 1457 wird vermerkt: "Pyrbaum das Schloss mit Graben mit dem Gericht". Wilhelm von Wolfstein erbaute im Jahre 1493 in Pyrbaum ein "neues" Schloss. Um 1510 folgte der Bau der Pfarrkirche St. Georg, die danach den Wolfsteinern als Grablege diente. In dieselbe Zeit fiel der Bau der Gottesackerkapelle mit einem Flügelaltar.
Am 7. September 1527 erhielten die Wolfsteiner von Kaiser Karl V. für den "Markt und das Gericht Pyrbaum" ein eigenes Wappen. Kaiser Karl gewährte Johann von Wolfstein am 1. April 1530 das Privileg zu Pyrbaum jeden Samstag einen Wochenmarkt abzuhalten, wodurch Pyrbaum zum Reichsmarkt erhoben wurde.
Auf dem "geharnischten Reichstag" zu Augsburg des Jahres 1530 zählten die Wolfsteiner bereits zu den protestantischen Adeligen. Um 1540 führten die Wolfsteinern auch in Pyrbaum die neue Glaubensrichtung ein; 1561 wurde die Reformation dort abgeschlossen, als die letzten Katholiken den Ort verließen.
Mit Vertrag vom 27. November 1602 teilten die Wolfsteiner ihr Herrschaftsgebiet erneut, wobei Hans Albrecht von Wolfstein den Markt und die Herrschaft Pyrbaum erhielt. Da Hans Albrecht im Jahre 1620 ohne Erben verstarb, fiel die Herrschaft Pyrbaum an die Linie des Johann Adam von Wolfstein zu Sulzbürg.

Im Dreißigjährigen Krieg wurde das Gemeindegebiet stark in Mitleidenschaft gezogen. Zu nennen ist hier v. a. der Feldzug des Jahres 1641 der Schweden bei ihrem Überfall auf den Reichstag zu Regensburg. Insbesondere aber Erzherzog Leopold Wilhelm von Österreich – der sich im November 1645 im Schloss zu Pyrbaum einquartierte – und seine 16.000 Mann starke Truppe haben in Pyrbaum und der gesamten Umgebung erhebliche Verheerungen verursacht.
Am 27. April 1740 fiel die Herrschaft Pyrbaum, mit dem Tode des letzten männlichen Erben der Wolfsteiner – Reichsgraf Christian Albrecht von Wolfstein – dem Kurfürstentum Bayern zu.
Die Herrschaft Pyrbaum umfasste im Jahre 1740 innerhalb der Grenzen des Hochgerichts Pyrbaum die Orte
Folgende weitere Pyrbaumer Besitzungen befanden sich 1740 im Schultheißenamt Neumarkt und darüber hinaus:
Mit Hilfe des Kapuzinerordens wurde Pyrbaum rekatholisiert; am 14. April 1751 feierte im Pyrbaumer Getreidekasten ein Sulzbürger Kapuziner die erste Messe seit der Reformation. Im Schloss Pyrbaum wurde ein Gottesdienstraum eingerichtet und 1752 wurde eine ständige Wohnung für die Kapuziner, die aus Sulzbürg oder aus Neumarkt für die Abhaltung der Messe kamen, eingerichtet. Auch eine kleine Kirche wurde dort 1753, trotz des Einspruches der Franziskaner von Freystadt, die um ihre Einnahmen aus Almosen fürchteten, benediziert. Aufgrund der angestiegenen Zahl an Katholiken wurde in Pyrbaum am 13. Oktober 1756 auch eine katholische Schule (auch der erste katholische Lehrer war angestellt worden) und 1757 ein katholischer Friedhof auf landesherrlichem Grund eingerichtet.
Der Bau des Kapuzinerhospizes (heute Pfarrhof am Oberhembacher Weg 2) erfolgte 1760, was nicht ohne Proteste der ortsansässigen evangelischen Bürger erfolgte, in die auch das Corpus Evangelicorum in Regensburg eingeschaltet wurde. Diese Konflikte über katholische Bittgänge und Prozessionen oder die Aufstellung von Bildstöcken und Kreuzen im öffentlichen Raum dauerten die nächsten Jahre an. Die letzte Beschwerdeschrift an das Corpus Evangelicorum datiert von 1768.
Am 18. März 1799 wurde die Kabinettsherrschaft Sulzbürg-Pyrbaum dem Hofkastenamt Neumarkt angegliedert. Bis dahin waren das Niedergericht, das Steuer- und Kameralwesen der Herrschaft Pyrbaum dem Kastner zu Sulzbürg unterstellt.

Am 5. März 1802 wurde das Kapuzinerhospiz aufgehoben und die hier lebenden Mönche in das Kapuzinerkloster Altötting umgesiedelt. Das Inventar wurde an die Pfarrei und an den dortigen Weltpriester übergeben. Am 14. Februar 1803 wurde als erster weltlicher Pfarrer Georg Maier ordiniert; er erhielt auch die Bibliothek der Kapuziner, so diese nicht bereits an einen Papiermacher verkauft war. Das Hospizgebäude wurde zum Pfarrhaus.
Mit dem königlichen Gemeindeedikt vom 17. Mai 1818 entstand die Ruralgemeinde Pyrbaum. Die Einwohnerzahl Pyrbaums entwickelte sich danach wie folgt:
| Berichtsjahr | Hauptort Pyrbaum | Zusatzinformationen | Gemeinde Pyrbaum | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 1871 | 654 | 289 Gebäude dav. 112 Wohngebäude | 654 | ||
| 1925 | 651 | 651 | |||
| 1950 | 1098 | 167 Wohngebäude | 1098 | ||
| 1961 | 1174 | 228 Wohngebäude | 1174 | ||
| 1970 | 1342 | 3067 | |||
| 1987 | 2034 | 4379 |
1853 brannte das Schloss ab, nicht jedoch die Kapelle, die 1880/81 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt wurde. Diese Kirche brannte jedoch am Pfingstmontag 1899 ab. Im Jahr darauf erfolgte ein Neubau, der am 20. Januar 1901 benediziert wurde.

Die Lokalbahn von Burgthann über Pyrbaum nach Allersberg wurde am 14. Dezember 1902 feierlich eröffnet.
1923 bekam die Gemeinde elektrischen Strom, ab 1954 Zug um Zug eine zentrale Wasserversorgung.
Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden die Gemeinden Pyrbaum, Oberhembach, Rengersricht und Seligenporten am 1. Oktober 1970 zur Marktgemeinde Pyrbaum zusammengefasst.
Gemäß den Forschungen der Kommission für bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften bezieht sich der Ortsname auf das bairisch-althochdeutsche Bestimmungswort "pirapoum", was mit Birnbaum zu übersetzten ist. Die Namensbedeutung ist somit " (Siedlung am) Birnbaum".
Dargestellt wird hier die summarische Entwicklung der Hauptwohnsitze aller heutiger Ortsteile Pyrbaums. Zwischen 1987 und 2017 wuchs die Einwohnerzahl der Marktgemeinde von 4379 auf 5837 um 1458 Einwohner bzw. um 33,3 %.


Der Marktgemeinderat besteht aus 20 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Er setzt sich seit der Kommunalwahl am 8. März 2026 wie folgt zusammen:
| Partei / Liste | Sitze | +/−* | Stimmenanteil |
| CSU | 7 | ± 0 | 35,4 % |
| SPD | 3 | ± 0 | 13,3 % |
| Grüne | 1 | - 1 | 7,4 % |
| Die Linke | 1 | ± 0 | 3,2 % |
| Freie Wähler Bayern/Freie Wähler Pyrbaum | 5 | + 1 | 24,0 % |
| Christlich Freie Wähler Seligenporten-Rengersricht (CFW) | 2 | ± 0 | 11,9 % |
| Freie Wähler Schwarzach | 1 | ± 0 | 4,9 % |
| Gesamt | 20 |
* Differenz zur Wahl 2020
| CSU | SPD | FW / CFW | Grüne | Linke | Gesamt | |
| 2026 | 7 | 3 | 8 | 1 | 1 | 20 Sitze |
| 2020 | 7 | 3 | 7 | 2 | 1 | 20 Sitze |
| 2014 | 7 | 4 | 8 | 1 | 0 | 20 Sitze |
Am 8. März 2026 wurde Michael Langner (CSU) mit 60,0 % der Stimmen im 1. Wahlgang als Erster Bürgermeister der Marktgemeinde wiedergewählt. Auf seinen Gegenkandidaten Stefan Zeltner (Christliche Freie Wähler) entfielen 40,0 % der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 72,6 %.
| Blasonierung: „In Rot ein bewurzelter grüner Birnbaum mit goldenen Früchten.“ | |
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Das Wappen ist seit 1527 bekannt. |

Der Markt Pyrbaum ist Mitglied der Kommunalen Allianz Schwarzachtalplus. Zu dieser gehören auch die Stadt Altdorf bei Nürnberg, die Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz, die Gemeinde Burgthann, der Markt Feucht, die Gemeinde Leinburg, der Markt Postbauer-Heng, die Gemeinde Schwarzenbruck und die Gemeinde Winkelhaid. Im Rahmen eines integrierten ländlichen Entwicklungskonzepts (ILEK) wird gemeinschaftlich an der Erhaltung charakteristischer Landschaftsräume, an der Stärkung der Siedlungsstrukturen und Ortsmitten sowie an der gemeinsamen Gestaltung der Mobilitäts- und Energiewende gearbeitet. Ziel ist es, auch den Zusammenhalt in der Region zu stärken.
Der Markt Pyrbaum ist auch Teil des vom Freistaat Bayern geförderten Aktionsbündnisses Oberpfalz-Mittelfranken. Zu diesem gehören auch der Markt Allersberg, die Stadt Berching, die Gemeinde Berngau, die Stadt Freystadt, die Gemeinde Mühlhausen, der Markt Postbauer-Heng sowie die Gemeinde Sengenthal. Durch diesen Zusammenschluss können Aufgaben wie Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Digitalisierung, Stärkung der regionalen Wirtschaftskreisläufe u. v. m. effizienter und zielgerichteter bewältigt werden. Staatlicherseits erfolgt hierbei eine Förderung von Einzelmaßnahmen durch das Amt für Ländliche Entwicklung.
Seit dem 29. Oktober 1988 besteht eine Partnerschaft mit der ungarischen Gemeinde Csákvár, mit deren Nachbargemeinde Vértesboglár seit dem 31. Juli 1991.

Besonders sehenswert sind die drei noch bestehenden Torhäuser Pyrbaums, das Neumarkter Pflasterzollhaus, das Bitteltor und das Lindelburger Tor. Aber auch das historische Ensemble am Schloßhof 1 bis 5 mit der Schlossruine und der gegenüber liegenden Kirche St. Georg bilden eine beeindruckende mittelalterliche Kulisse.
Im Gemeindeteil Seligenporten befindet sich das ehemalige Zisterzienserinnen-Kloster Seligenporten. Das ehemalige Forsthaus in Birkenlach mit zugehöriger Hofkapelle, Backhaus, Scheune und Stadel bilden ebenfalls ein sehr sehenswertes Bauensemble, das aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts stammt.

Als FFH-Gebiet wurden die beim Ortsteil Oberhembach befindlichen Bachläufe und Waldweiher mit den umliegenden Moor- und Feuchtbiotopen ausgewiesen, da dort zwei seltene Falterarten beheimatet sind. Ein weiteres FFH-Gebiet befindet sich beim Ortsteil Dennenlohe. Der dortige Moosgraben und der Dennenloher Weiher gelten als besonders schützenswerte Landschaftsteile.
Beim Gemeindeteil Straßmühle befindet sich bereits seit 1968 ein Wildpark mit Rot- und Damwild sowie einer großen Rotte von Wildschweinen. In unmittelbarer Nähe zu den Wildgehegen sorgt der Kletterwald Straßmühle für Nervenkitzel. Innere Ruhe ist beim ebenfalls dort möglichen Bogenschießen zu erlangen.
Neben einem Blasorchester und zweier Blaskapellen sind im musischen Bereich ein Kirchenchor und ein Gesangsverein aktiv. Um die kulturelle Vielfalt bemühen sich die Vereine "Kulturgrenze West" und "Kunst im Dorf".
Der Verein Felix Porta e.V. aus Seligenporten fördert die Begegnung der Kinder und Jugendlichen in der Marktgemeinde Pyrbaum. Die sechs Freiwilligen Feuerwehren des Marktes befassen sich in erster Linie mit dem Zivilschutz. Um die Ortsverschönerung machen sich vier Gartenbau- und Landespflegevereine, ein Obst- und Gartenbauverein sowie ein Verein für Heimatpflege und Gartenbau verdient.
Der Heimatverein Kloster ist u. a. mit der Verwaltung und Pflege des Dorfhauses und Heimatmuseums „Stollensepfelhaus“ in Seligenporten befasst. Der Partnerschaftsförderverein wurde im Juni 2004 gegründet und bemüht sich um die Intensivierung der gemeindlichen Partnerschaften mit den ungarischen Partnergemeinden Csakvar und Vertesboglar.
Hauptziel des Fördervereins PYReinander ist die Förderung des Seniorenzentrums, wo man sich v. a. um die Mittelbeschaffung für die Ausgestaltung und Ausstattung des Seniorenzentrums über den Standard hinaus bemüht. Den sozialen Bereich deckt insbesondere der VDK Pyrbaum ab, während sich der Bund Naturschutz in erster Linie mit dem Erhalt der Natur beschäftigt.
Bei der Schützengilde 1876 Pyrbaum handelt es sich um den traditionsreichsten Verein Pyrbaums. Zusammen mit dem Schützenverein St. Hubertus Rengersricht und dem Schützenverein Kloster Tannenreis Seligenporten wird dort der Schießsport gepflegt.
Die beiden großen Sportvereine bieten neben der Hauptsportart Fußball ein breites Spektrum an sportlichen Aktivitäten. Neben Fitness-, Gesundheits- und Rehakursen sowie Kinderturnen sind hier noch Kegeln und Tennis zu nennen. Große Erfolge konnte die Damenmannschaften der Handball-Spielgemeinschaft Pyrbaum/Seligenporten erreichen (1981, 1992 Bayerischer Meister, 1981 Regionalliga/2. Liga, DHB-Pokal Hauptrunde 1986, 1989/90). Für Kampfsport zeichnet das Ju-Jutsu-Dojo Pyrbaum verantwortlich.
Der Pferdesport wird vom Reit- und Fahrverein Seligenportener Klosterreiter e. V. gepflegt. Auch ein Fischereiverein und ein Schäferhundeverein sind in Pyrbaum aktiv.
Neben zwei Soldaten- und Kriegerkameradschaften sind in Pyrbaum auch die Sudetendeutsche Landsmannschaft, ein Verein zur Förderung der dörflichen Gemeinschaft, zwei Kirchweihvereine, ein Verein von Schlepperfreunden sowie ein Fanclub vertreten.

Der Markt Pyrbaum ist geprägt durch den starken Einfluss des angrenzenden Städtedreiecks Nürnberg–Fürth–Erlangen, in dem viele Pyrbaumer Bürger ihren Arbeitsplatz haben. Doch auch in der Gemeinde gibt es leistungsfähige Betriebe, insbesondere in der Metallbearbeitung, im Maschinenbau, der Druck- und Klebetechnik, der Elektrotechnik, im Glasbau und im Personentransportwesen.
In Pyrbaum steht der Bevölkerung eine Mehrzweckhalle für sportliche, kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen zur Verfügung.
Neben Einkaufsmöglichkeiten gibt es in der Gemeinde zwei Grundschulen, drei Kindergärten, eine Bücherei, eine Apotheke sowie Allgemein-, Zahn- und Tierärzte.
In Pyrbaum verfügt über mehrere Gewerbegebiete (im Ort selbst und in Seligenporten am Alten Bahnhof und an der Möninger Straße) mit diversen Betrieben sowie einer Tankstelle am Ortsausgang Richtung Oberhembach.
Der Markt Pyrbaum ist über Kreisstraßen und die Staatsstraße St 2402 an das überörtliche Verkehrsnetz angebunden. Zur Anschlussstelle Allersberg der BAB München–Nürnberg (A 9) sind es vom Gemeindeteil Seligenporten ca. 5 km, zur Anschlussstelle Neumarkt der BAB Nürnberg–Regensburg (A 3) sind es von den Gemeindeteilen Pyrbaum und Seligenporten jeweils ca. 18 km. Die Entfernung zur Bundesstraße 8 beträgt 5 km. Über die Kreisstraße NM 17 und die Staatsstraße St 2225 erreicht man in 25 Minuten Nürnberg.
Bis 1973 verfügten die Gemeindeteile Pyrbaum, Rengersricht und Seligenporten über Haltestellen an der seither stillgelegten und inzwischen abgebauten Nebenbahnstrecke Burgthann–Allersberg.
Der Schulsprengel Pyrbaum verfügt über eine Grundschule mit 218 Schülern (2024/2025), die in zwei Gebäuden in Pyrbaum und Seligenporten von 13 Lehrkräften unterrichtet werden.
