Blockpläne, welche nach dem Satz von Paley konstruierbar sind, werden manchmal auch als Paley-Blockpläne (engl. Paley designs) bzw. Paley-Hadamard-2-Blockpläne (engl. Paley-Hadamard 2-designs) bezeichnet.
(II) Die zugehörige Inzidenzstruktur lässt sich dabei in folgender Weise konstruieren:
Den zu gehörenden Galois-Körper wählt man als Punktmenge von ; das heißt man wählt , also die Körperelemente als die Punkte der Inzidenzstruktur.
Für die Konstruktion des Blocksystems geht man aus von der multiplikativen Gruppe des Galoiskörpers und betrachtet hier die Untergruppe der Quadrate , also . Dann setzt man .
Wie sich nämlich zeigt, lässt sich so das Blocksystem auch noch auf andere Weise beschrieben, nämlich als Menge der -Bilder von über alle , also in der Form .
Man gewinnt die Permutationsgruppe dabei aus der obigen Untergruppe , indem man diejenigen Permutationen betrachtet, welche die Form haben, wobei und fest gewählte Elemente sind. All diese Permutationen, versehen mit der üblichen Verkettung, bilden dann .
Es lässt sich nun zeigen, dass die Untergruppe die Ordnung hat, während sich für die Permutationsgruppe die Ordnung ergibt. Also hat ungerade Ordnung und enthält nach dem Satz von Lagrange kein Element der Ordnung 2. Daher ist , woraus dann die 2-fache Homogenität von folgt.
Verwandtes Resultat
Auf Raymond Paley geht ein weiteres Resultat über Hadamard-Blockpläne zurück:
Zu jeder Primzahlpotenz der Gestalt existiert ein Hadamard-Blockplan mit den Parametern , , , , also ein symmetrischer -Blockplan.
Aus diesem Resultat ergibt sich beispielsweise die Existenz folgender Hadamard-Blockpläne:
Peter Dembowski:Finite Geometries (=Ergebnisse der Mathematik und ihrer Grenzgebiete. Band44). Springer Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1968.
Daniel R. Hughes, Fred C. Piper:Design Theory. Cambridge University Press, Cambridge u.a. 1985, ISBN 0-521-25754-9.
Konrad Jacobs, Dieter Jungnickel:Einführung in die Kombinatorik (=de Gruyter Lehrbuch). 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. de Gruyter, Berlin u.a. 2004, ISBN 3-11-016727-1.
↑T. Beth, D. Jungnickel, H. Lenz:Design Theory. 1985, S.262,264.
↑Wegen der Unterschiede in der Darstellung in dem zugehörigen Hauptartikel beachte man den Hinweis auf den Singer-Zyklus.
↑Auch alle Primzahlpotenzen der Gestalt , mit einer Basisprimzahl liefern stets Paley-Blockpläne. So sieht man etwa für , also für die Primzahlpotenzen , dass ein -Blockplan, ein -Blockplan und auch ein -Blockplan existiert. Siehe auch
↑Der wesentliche Beweisschritt besteht hier darin zu zeigen, dass allein die identische Abbildung von eine beliebige 2-elementige Teilmenge festlässt, dass also für und die Gleichung stets nach sich zieht; s. A. Beutelspacher:Einführung in die endliche Geometrie. 1982, S.106. Und auch H. Lüneburg:Kombinatorik. 1971, S.79.
↑K. Jacobs, D. Jungnickel:Einführung in die Kombinatorik. 2004, S.252.
↑T. Beth, D. Jungnickel, H. Lenz:Design Theory. 1985, S.70–72.