| Marktgemeinde Sankt Lambrecht | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Murau | |
| Kfz-Kennzeichen: | MU | |
| Fläche: | 70,41 km² | |
| Koordinaten: | 47° 4′ N, 14° 18′ O | |
| Höhe: | 1028 m ü. A. | |
| Einwohner: | 1.745 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 25 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 8813 | |
| Vorwahl: | 03585 | |
| Gemeindekennziffer: | 6 14 43 | |
| NUTS-Region | AT226 | |
| UN/LOCODE | AT SBL | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Hauptstraße 12 8813 St. Lambrecht | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Fritz Sperl (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2025) (15 Mitglieder) |
||
| Lage von Sankt Lambrecht im Bezirk Murau | ||
Sankt Lambrecht mit Benediktinerstift im Winter | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Sankt Lambrecht ist eine Marktgemeinde mit 1745 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Gerichtsbezirk bzw. Bezirk Murau in der Steiermark und höchstgelegene Marktgemeinde des Bundeslandes (1028 m) im Thajagraben der steirisch-kärntnerischen Grenzberge.
Das Gemeindegebiet umfasst das Einzugsgebiet des Lambachs und seiner Nebenbäche. Die umrahmenden Berge sind der nordöstlichste Teil der Metnitzer Berge. Deren höchste Erhebungen sind der Kalkberg (1591 m) im Osten, die Grebenzen (1892 m) im Südosten, Kuhalm (1784 m) im Südwesten, Karchauer Eck (1658 m) im Westen und Blasenkogel (1602 m) im Norden.
Das Gemeindegebiet umfasst zwei Ortschaften (Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2026) bzw. gleichnamige Katastralgemeinden (mit abweichender Schreibweise, Fläche Stand 31. Dezember 2023):
| Teufenbach-Katsch | ||
| Murau | Neumarkt in der Steiermark | |
| Friesach Bezirk St. Veit an der Glan (Kärnten) |
Die Geschichte St. Lambrechts ist eng mit dem Kloster St. Lambrecht verbunden, das 1076 von Graf Markward von Eppenstein gegründet wurde. Mit dem Aussterben der Eppensteiner fiel Sankt Lambrecht 1122 an die Traungauer und somit an die Steiermark.
Am Ende des 13. Jahrhunderts lebten die Stadauer in St. Lambrecht. Heinrich Stadauer wurde 1291 Landeshauptmann in der Steiermark.
Am 13. Mai 1942 wurde im Ort ein Außenkommando des KZ Dachau für männliche Häftlinge eingerichtet, das ab dem 20. November 1942 als Außenlager des KZ Mauthausen weitergeführt wurde. Die etwa 80 Gefangenen wurden vom „Deutschen Reichsverein für Siedlerhilfe und Volkspflege“ beim Siedlungsbau, zu Sägewerksarbeiten und in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt. Das Lager wurde Ende April 1945 aufgelöst. Ab dem 5. Mai 1943 bestand im Ort auch ein Außenlager des KZ Ravensbrück für weibliche Häftlinge, das ab dem 1. September 1944 als Außenlager des KZ Mauthausen bis zur Schließung am 29. April 1945 weitergeführt wurde. Die inhaftierten Frauen wurden vorwiegend zu Aufforstungsarbeiten eingesetzt.
Mit 1. Jänner 2015 wurde im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark die Gemeinde Sankt Blasen eingemeindet.
| Sankt Lambrecht: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.643 | |||
| 1880 | 1.655 | |||
| 1890 | 1.635 | |||
| 1900 | 1.719 | |||
| 1910 | 1.912 | |||
| 1923 | 1.891 | |||
| 1934 | 2.094 | |||
| 1939 | 1.857 | |||
| 1951 | 2.554 | |||
| 1961 | 2.921 | |||
| 1971 | 2.861 | |||
| 1981 | 2.692 | |||
| 1991 | 2.505 | |||
| 2001 | 2.374 | |||
| 2011 | 2.019 | |||
| 2021 | 1.752 | |||
| 2026 | 1.745 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||
Wirtschaftliche Standbeine sind eine Sprengstofffabrik und der Tourismus. Die Gemeinde bildet gemeinsam mit Mühlen und Neumarkt in der Steiermark den Tourismusverband Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen. Dessen Sitz ist in Neumarkt in der Steiermark. Wichtiges kulturelles und wirtschaftliches Zentrum ist weiter das Benediktinerstift St. Lambrecht.
In der Marktgemeinde gibt es einen Pfarrkindergarten, eine Volksschule und eine Neue Mittelschule.
Die Caritas Steiermark betreibt in St. Lambrecht ein Pflegewohnhaus mit angebundenen Gemeindewohnungen.

Der Gemeinderat hat 15 Mitglieder.

Beide Vorgängergemeinden hatten ein Gemeindewappen. Wegen der Gemeindezusammenlegung verloren diese mit 1. Jänner 2015 ihre offizielle Gültigkeit. Die Blasonierung des Wappens von St. Lambrecht lautete:
Die Neuverleihung des Gemeindewappens für die Fusionsgemeinde erfolgte mit Wirkung vom 30. September 2016
Die neue Blasonierung lautet:
Das neue Wappen kombiniert die Wappen der beiden Vorgängergemeinden.