Das Subvigilanz-Syndrom, von lateinischsub‚unter‘ und lateinischvigilantia‚Wachsamkeit‘, ist eine seltene Form einer idiopathischen Hypersomnie, einer Schlafsucht. Ansonsten gesunde Betroffene fühlen sich tagsüber nicht richtig wach, obwohl sie genug geschlafen haben.
Es handelt sich um ein vorgeschlagenes, (bislang) nicht anerkanntes Krankheitsbild, es könnte sich auch um eine Variante einer anderen Schlafsuchterkrankung wie die idiopathische Hypersomnie handeln.
Die Erstbeschreibung stammt aus dem Jahre 1972 durch Michel Jouvet und J. F. Pujol.
Verbreitung
Die Erkrankung gilt als sehr selten, bislang wurde über etwa 50 Betroffene berichtet. Beide Geschlechter sind gleich häufig erkrankt, eine familiäre Häufung ist nicht bekannt.
Ursache
Die Ursache, auch auslösende Faktoren sind nicht bekannt. Es wird eine Störung in der Wachheitssteuerung oder während des Non-REM-Schlafes vermutet. Auch die NeurotransmitterMonoamine sind in der Diskussion.
Klinische Erscheinungen
Klinische Kriterien sind:
Chronischer Verlauf
In der Polysomnographie während der Nacht keine eindeutige Pathologie, tagsüber wiederholt oder fortbestehend Schläfrigkeitszeichen mit verlangsamten und diffusen Alpha-Wellen oder Stadium I- und seltener Stadium II-Veränderungen.
B. Roth: Narcolepsy and hypersomnia: review and classification of 642 personally observed cases. In: Schweizer Archiv für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie = Archives suisses de neurologie, neurochirurgie et de psychiatrie. Band 119, Nummer 1, 1976, S.31–41, PMID 981985.
Bedřich Roth: L'EEG dans la narcolepsie-cataplexie. In: Electroencephalography and Clinical Neurophysiology. 16, 1964, S.170, doi:10.1016/0013-4694(64)90036-7.
Einzelnachweise
1234567THE INTERNATIONAL CLASSIFICATION OF SLEEP DISORDERS, REVISED. Diagnostic and Coding Manual Produced by the American Academy of Sleep Medicine American Academy of Sleep Medicine
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↑M. Jouvet, J.F. Pujol: Role des monoamines dans la regulation de la vigilance. Etude neurophysiologique etbiochimique. In: Revue neurologique. Band 127, Nummer 1, Juli 1972, S.115–138, PMID 4358571.
12A. Hisanaga, M. Tsutsumi, S. Yasui, H. Fukuda, H. Tachibana, H. Hagino, A. Okabe, T. Mita, O. Saitoh, M. Kurachi: A case of subwakefulness syndrome. In: Psychiatry and clinical neurosciences. Band 52, Nummer 2, April 1998, S.206–207, doi:10.1111/j.1440-1819.1998.tb01033.x, PMID 9628154.
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↑J. R. Mouret, B. Renaud, P. Quenin, D. Michel, B. Schott: Monoamines et regulation de la vigilance. I. Apportet interpretation biochimique des donnees polygraphiques. In: Revue neurologique. Band 127, Nummer 1, Juli 1972, S.139–155, PMID 4358572.
↑P. Livrea, F.M. Puca, A. Barnaba, L. Di Reda: Abnormal Central Monoamine Metabolism in Humans with ‘True Hypersomnia’ and ‘Sub-Wakefulness’. In: European Neurology. 15, 2004, S.71, doi:10.1159/000114792, PMID 323018.
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