Ursprünglich als eigenständige Art beschrieben, wurde sie zusammen mit der Rotsteißtaube (Macropygia rufipennis), Indonesientaube (Macropygia emiliana), Engganotaube (Macropygia cinnamomea), Sumatrataube (Macropygia modiglianii), Philippinentaube (Macropygia tenuirostris), Schweiftaube (Macropygia magna), Wellenbrusttaube (Macropygia macassariensis), Tanimbartaube (Macropygia timorlaoensis) und Maronentaube (Macropygia phasianella) unter dem Namen Macropygia amboinensis doreya als konspezifisch mit der Kuckuckstaube (Macropygia amboinensis) angesehen, die dann auch als Macropygia amboinensis sensu lato bezeichnet wurde.
Aufgrund einer Analyse der Lautäußerungen wurde die Art im Jahre 2016 wieder als eigenständig abgetrennt.
Wie andere Arten der Kuckuckstauben ist auch dieser Vogel schlank mit einem langem, gestuftem Schwanz, der keine weißen oder gräulichen Spitzen zeigt.
Die Art ist 34–37cm groß und wiegt etwa 124g. Der Kopf ist gräulich, an der Stirn blasser, die Oberseite überwiegend kastanienbraun. Stirn und Brust sind rosa- bis weinrot überhaucht, letztere ist beim Männchen kräftig gebändert, beim Weibchen nicht. Die Nacken- und Mantelfedern haben sibrig-grüne oder -rosafarbene Ränder.
Die Kehle ist weinrot, auf jeder Feder sind zwei dunkle metallisch-grüne Querbinden zu erkennen. Die Unterseite ist blasser gelbbraun, am Bauchbereich rötlich-kastanienbraun, ebenso an den Unterschwanzdecken. Die Flügelunterdecken sind kastanienbraun.
Weibchen haben einen grünlichen Schimmer am Scheitel-Nacken-Übergang und sind am Mantel gebändert. Die Flügeldecken haben breitere kastanienbraune Spitzen, die Oberschwanzdecken sind kastanienbraun. Die Brust ist gelbbraun und schwärzlich geschuppt, ungebändert.
Die Iris ist grau oder blau mit einem gelb-roten Augenring, der Schnabel ist schwarz bis braun oder blass rosafarben, die Beine sind bräunlich-purpurrot bis hellrot.
Die Art ist der Kuckuckstaube sehr ähnlich, kann in Neuguinea mit der kleineren Kastanientaube (Macropygia nigrirostris) und der größeren Reinwardttaube (Reinwardtoena reinwardti) (auch auf den Molukken) und auf Sulawesi mit der Manadotaube (Turacoena manadensis) verwechselt werden.
Geografische Variation
Es werden folgende Unterarten anerkannt:
M. d. doreyaBonaparte, 1854, Nominatform – Westen Neuguineas und Westen der Papuainseln, Männchen ist an Nacken und oberer Brust rosa-braun und gebändert
M. d. balimRand, 1941 - Baliem-Tal, wird mitunter als Syn. für die Unterart Macropygia amboinensis cinereiceps der Kuckuckstaube betrachtet
M. d. albicepsBonaparte, 1856 - nördliche Molukken, Männchen mehr rostbraun an Kopfkappe und Kopf, blasser an der Kehle, weniger Schimmer am Nacken, Oberseite blasser, Brust ausgedehnt rosa überhaucht, Unterseite ungebändert, Weibchen an Kopfkappe und Unterseite dunkler
M. d. atrataRipley, 1941 - Togianinseln, wie M. d. albicapilla, aber größer, dunkler ohne weiße Spitzen der Brustfedern
M. d. sanghirensisSalvadori, 1878 - Sangihe-Inseln und Talaudinseln, Männchen sehr blass blaugrau an Kopfkappe und Nacken, Brust breiter gebändert, Stirn ungebändert, Unterschwanzdecken nur wenig kastanienbraun, Weibchen wesentlich dunkler, am Scheitel schwarz geschuppt
M. d. albicapillaBonaparte, 1854 - Sulawesi, Männchen cremefarbene Stirn, grau überhauchte Kopfkappe, kräftig gebänderte Brust ohne rosa, Oberseite kräftiger kastanienbraun, Weibchen blasser als M. d. sanghirensis, besonders an Gesicht und Unterseite
M. d. sedecimaNeumann, 1939 - Sula-Inseln, Männchen ähnliche M. d. albicapilla, aber Kopfkappe brauner und blasser, Oberseite deutlicher zimtfarben, Unterseite dunkler, Weibchen ausgeprägt am Nacken-Mantel-Übergang gebändert, vorderer Teil der Kopfkappe gleichmäßig kastanienbraun.
Stimme
Die Lautäußerungen lassen sich deutlich von denen der Kuckuckstaube (Macropygia amboinensis) unterscheiden: die Sultantaube hat einen aus zwei Lauten bestehenden Ruf, die Kuckuckstaube ruft einen einzelnen Laut.
Auf der Vogelkop-Halbinsel und auf Halmahera wird der Ruf als „hu-woot, hu-woot, hu-woot...“ beschrieben, auf den Togianinseln als ansteigendes „wu-up“.
Gegenüber Rufen der Flaumfußtauben (Ptilinopus) sind die Rufe höher und weniger resonant, auch schneller und höher als diejenigen der Stephantaube (Chalcophaps stephani).
Lebensweise
Die Art ist vermutlich ein Standvogel, sie ernährt sich hauptsächlich von Früchten.
Die Sultantaube fliegt schnell und zielgerichtet, meist unterhalb der Baumwipfel. Balzflüge beginnen von einem niedrigen Ansitz aus, das Männchen fliegt steil bis in Wipfelhöhe hoch mit laut schlagenden Flügeln und leicht gespreiztem Schwanz, dann gleitet der Vogel kreisend herab mit abwärts gehaltenen Flügeln und weit gespreiztem Schwanz.
Die Art kann das ganze Jahr über brüten. Das Nest ist eine wackelige Konstruktion aus dünnen Zweigen und trockenen Ästen, gern auf einem gefiederten Palmenblatt. Das Gelege besteht aus einem einzelnen weißem Ei. Beide Elternvögel brüten wohl.
Gefährdungssituation
Die Gefährdungssituation ist nach der Abspaltung bislang nicht untersucht worden.
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