Dieser Artikel beschreibt den Weiler in Niger, zum gleichnamigen Trockental in Niger siehe Tiguirwit (Trockental).
Lage von Tiguirwit in Niger
Tiguirwit (auch: Taguerwett, Taguirwit, Tegarwit, Téguirwit, Tigérwit, Tigerwitt, Tiguérouit, Tiguerwitt, Tiguirwitt) ist ein Weiler in der Landgemeinde Ingall in Niger.
Geographie
Der Weiler befindet sich rund 54 Kilometer östlich des Hauptorts Ingall der gleichnamigen Landgemeinde und des gleichnamigen Departements Ingall, das zur Region Agadez gehört. Zu den Siedlungen in der näheren Umgebung von Tiguirwit zählen Assawas im Norden und Kokari im Nordwesten.
Tiguirwit liegt in der Landschaft Irhazer am gleichnamigen Trockental Tiguirwit (Irhazer II), das sich weiter abwärts mit dem Torouf (Irhazer I) zum Irhazer wan Agadez vereint. Es herrscht das Klima der Sahara vor, mit einer durchschnittlichen jährlichen Niederschlagsmenge von unter 200mm.
Bevölkerung
Bei der Volkszählung 2012 hatte Tiguirwit 464 Einwohner, die in 81 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 630 in 116 Haushalten.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Tiguirwit ist neben den Siedlungen Mazababou und Tamaya das wichtigste Zentrum der Tuareg-Untergruppe Igdalen. Deren Sprache und die der Nachkommen ihrer ehemaligen Sklaven ist die Songhai-Berber-Mischsprache Tagdal.
Die moderne Lehmziegel-Moschee in Tiguirwit weist einen rechteckigen Grundriss und vier Joche auf. Sie ist 7m breit und an ihrer Qibla-Wand 11m lang.
Wirtschaft und Infrastruktur
Das Dorf liegt an einer Transhumanz-Route, die von Akadané im Süden über Mazababou, Amataltal und Tiguirwit nach Assawas im Norden verläuft. Die das Trockental stauende Tiguirwit-Talsperre dient Zwecken des Ackerbaus, der Viehzucht und der Fischerei. Mit einem Centre de Santé Intégré' (CSI) ist ein Gesundheitszentrum im Ort vorhanden. Es gibt eine Schule. Bei Tiguirwit verläuft die 868 Kilometer lange Nationalstraße 25 zwischen den Städten Niamey und Agadez. Es handelt sich um eine ausgebaute und asphaltierte Straße.
↑Pierre Chaperon, Alain Lafforgue:Observations et mesures hydrologiques dans la vallée de l’Irhazer wan Agadès. Rapport de la campagne 1967. ORSTOM, Paris 1967, S.2–3 (horizon.documentation.ird.fr[PDF; abgerufen am 18.Oktober 2026]).
↑Damien Hauswirth, Hassane Yayé, Abdoulaye Sambo Soumaila, Badamassi Djariri, Issaka Lona, Malam Boukar Abba:Appui à la formulation concertée de la SPN2A pour la République du Niger. Identification et évaluation des options d’agriculture intelligente face au climat prioritaires pour l’adaptation face aux changements climatiques au Niger. Volume 2: Annexes. Ministère de l’Environnement, de la Salubrité Urbaine et du Développement Durable / Ministère de l’Agriculture et de l’Elevage / Conseil National de l’Environnement pour un Développement Durable / Haut-Commissariat à l’Initiative 3N / AFD / Facilité Adapt’Action / Baastel – BRL – ONFI, Niamey / Brüssel 2020, S.7 (spn2a.org[PDF; abgerufen am 18.Oktober 2026]).
↑Niger DSS.In:Systeme Nationale d’Information Sanitaire (SNIS).Ministère de la Santé Publique, République du Niger,archiviertvomOriginalam8.Januar 2023;abgerufen am 18.Oktober 2026(französisch).