Walter Tom Hops, auch Tom Walter Hops (* 6. Mai 1906 in Hamburg; † 23. Januar 1976 ebenda), war ein deutscher Maler und Grafiker der Verschollenen Generation.

Tom Hops wurde in seiner Kindheit von seiner musischen Mutter geprägt, die ihn früh in die Hamburger Kunsthalle mitnahm und ihn ans Zeichnen heranführte. Nach der Schulzeit absolvierte er eine kaufmännische Lehre im Im- und Export. Anschließend fuhr er 1926 und 1927 als Zahlmeister bei der Woermann-Linie zur See und malte und zeichnete nebenbei. 1928 zog er nach Berlin und entschied sich für die Malerei, die er sich autodidaktisch aneignete, da er von der Preußischen Akademie der Künste abgelehnt wurde. Im selben Jahr erfolgte eine Reise nach Italien. Um 1930 wurde er von Berliner Galeristen gefördert, wie zum Beispiel von Alfred Flechtheim, bei dem er ein und ausging.
Ab 1933 war er wieder in Hamburg ansässig. Ab spätestens 1935 wohnte er in der Schlankreye 59 in Hamburg-Harvestehude und ab 1936 oder 1937 in der Fuhlsbüttler Straße 288 in Hamburg-Barmbek-Nord. 1936 und 1938 erhielt er zwei Stipendien der Erdwin-Amsinck-Stiftung. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1940 der Kriegsmarine zugeteilt und war dort Leutnant zur See, unter anderem in der Biskaya. 1943 erhielt er den Albrecht-Dürer-Preis der Stadt Nürnberg. Nach dem Krieg war er Mitglied der unter anderen von Martin Irwahn und Richard Steffen gegründeten Künstlergemeinschaft Hamburger Gruppe 1945, der auch Willi Breest, Ernst Flege (1898–1965), Fritz Husmann (1896–1982), Peter Luksch (1901–1988, Sohn von Richard Luksch und Elena Luksch-Makowsky), Max Hermann Mahlmann, Hanns Müller-Dünwald (1900–1955), Franz Nespethal (1912–1993), Kurt Priegnitz (auch Kurth und Prignitz, 1914–1983), Hermann Schütte (1893–1973), Walter Siebelist, K. R. H. Sonderborg, Hildegard Stromberger (1904–1985), Johannes Ufer und Ernst Witt (1901–1977) angehörten. Er wurde zudem auch Mitglied des Rotary Club Hamburg, in dem er sehr engagiert war. Er stand auch in Kontakt zu Gisela Kühler-Balcke, die eine Porträtbüste von ihm anfertigte.
Ab 1945 hatte Tom Hops einen Schüler, der Maler und Grafiker Diether Kressel lernte bei ihm das Aquarellieren. Neben dem Malen engagierte Tom Hops sich auch politisch und ließ sich für die FDP in die Kulturdeputation berufen. Um 1951 folgte auf Einladung des Reeders der Nordfriesischen Reederei Konsul Thomas Entz-von Zerssen eine zweimonatige Schiffsreise. Diese und andere Reisen führten ihn unter anderem nach Frankreich, England, Spanien, Italien, Marokko, Istanbul sowie in die Schweiz und die USA. Aber auch innerhalb Deutschlands trat er viele Reisen an. Die Insel Sylt besuchte er regelmäßig. In Niebüll restaurierte er einmal in einer Gaststätte das Wandgemälde Bierkönig des Malers Carl Ludwig Jessen, das 2014 im Andersen-Hüs in Klockries, in der Gemeinde Risum-Lindholm einen neuen Platz fand. 1955 zog er in die Hallerstraße 1d, in eines der Grindelhochhäuser in Hamburg-Harvestehude. Tom Hops wohnte Tür an Tür mit dem Komponisten und Intendanten Rolf Liebermann. In einem der Grindelhochhäuser, in der Hallerstraße 5a wohnte auch der Bildhauer Fritz Fleer, mit dem Hops befreundet war. Auch der Maler Arnold Fiedler wohnte in einem der Grindelhochhäuser, am Grindelberg 60 im 9. Stock.
In den 1950er und 1960er Jahren galt Tom Hops als so etwas wie ein „Botschafter Hamburgs“, da viele seiner farbenfrohen Hamburg-Ansichten durch den Hamburger Senat und als Auftragswerke unter anderem von Banken, Reedereien, Industrieunternehmen, wie Shell, in zahlreichen internationalen Großstädten wie Rio de Janeiro, Helsinki, Warschau und Paris verschenkt wurden. 1960 wurde ihm der Edwin-Scharff-Preis der Stadt Hamburg verliehen, wie auch Martin Irwahn. 1974 wurde er zum Professor ernannt. Neben Ölgemälden, Aquarellen, Gouachen und Faserstiftzeichnungen schuf Tom Hops auch Kunst in öffentlichen Räumen, wie Glasmosaikfenster, Wandgemälde, eine Kachelstele und ein Keramikmosaik. Von seinen Lithografien erschienen einige bei der Griffelkunst-Vereinigung Langenhorn.

Tom Hops wurde 1976 auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg, Planquadrat AA 5, beigesetzt.
Tom Hops, der auch Nachkommen hat, ist unter anderem mit Werken in den Sammlungen der Hamburger Kunsthalle, des Altonaer Museums in Hamburg, der Kunsthalle Bremen, des Stadtmuseums Warleberger Hof in Kiel, des Pinneberg Museums, des Museumsberges Flensburg, des Museum Rade am Schloss Reinbek und der Osten World Gallery of Drawings in Skopje vertreten sowie in der Sammlungen von Gerhard Schneider, Hermann-Josef Bunte, in der Sammlung Deutsche Bank, den Sammlungen der Deutschen Bundesbank, in Hamburg, der Hamburger Sparkasse, der Behörde für Kultur und Medien, des NDR, der BBC und der SAGA Unternehmensgruppe, mit mindestens mit 15 Werken.
Anfang Januar 2017 wurden die ca. 400 Teile des Keramikmosaiks von Tom Hops aus dem Jahre 1971 nummeriert, von der Wand des ehemaligen Ortsamtes in Hamburg-Fuhlsbüttel in der Hummelsbütteler Landstraße 46 entfernt, von der mehrere Zentimeter dicken Schicht alten Mörtels auf den Rückseiten befreit und im Sitzungssaal des vom Bezirk Hamburg-Nord gemieteten Gebäudes Tangstedter Landstraße 6 in Hamburg-Langenhorn mit Fliesenkleber angebracht. Für die Anfertigung des Mosaiks erhielt Tom Hops damals 30.000 DM. Die Abnahme, Reinigung, den Transport und die Anbringung der Mosaikteile übernahm auf ihre Kosten die Langenhorner Peter Ahrens Bauunternehmen GmbH, der beide Häuser gehören und an der Hummelsbütteler Landstraße baut und umbaut. Zwei Mitarbeiter der Firma sollen insgesamt rund 500 Stunden für dieses Projekt gebraucht haben.
Am 22. August 2010 wurde eine Folge der Sendung Lieb & Teuer des NDR ausgestrahlt, die von Ann-Katrin Schröder moderiert wurde. Darin wurde unter anderem ein Ölgemälde einer norddeutschen Flusslandschaft besprochen, die einst von Tom Hops auf Malpappe gemalt wurde.
Einzelausstellungen
Gemeinschaftsausstellungen
Postum
(Höhe × Breite)
| Hamburger Hafen |
|---|
| Tom Hops, 1962 |
| Öl auf Leinwand |
| 58,5 × 79 cm |
| Sammlung der BBC, England |
Kunst in öffentlichen Räumen

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hops, Tom |
| ALTERNATIVNAMEN | Hops, Walter Tom |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler und Grafiker |
| GEBURTSDATUM | 6. Mai 1906 |
| GEBURTSORT | Hamburg |
| STERBEDATUM | 23. Januar 1976 |
| STERBEORT | Hamburg |