| SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH | |
|---|---|
| Basisinformationen | |
| Unternehmenssitz | Lahr/Schwarzwald |
| Webpräsenz | sweg.de |
| Bezugsjahr | 2022 |
| Eigentümer | 95 % Land Baden-Württemberg, 2,5 % Landkreis Sigmaringen, 2,5 % Zollernalbkreis |
| Rechtsform | GmbH |
| Geschäftsführung | Tobias Harms (Vorsitzender) Thilo Grabo |
| Verkehrsverbund | diverse |
| Mitarbeiter | 1800 |
| Umsatz | 197,0 Mio. |
| Linien | |
| Spurweite | 1435 mm (Normalspur) |
| Eisenbahn | Bad Krozingen – Staufen – Münstertal
Freiburg (Breisgau) – Elzach Riegel/Malterdingen – Endingen – Breisach Riegel Ort – Gottenheim Achern – Ottenhöfen Biberach – Oberharmersbach Bühl – Stollhofen Eyach – Hechingen Hechingen – Gammertingen Engstingen – Sigmaringen Sigmaringendorf – Hanfertal Balingen (Württ.) – Schömberg Hüfingen Mitte – Bräunlingen Stockach – Stahringen |
| Anzahl Fahrzeuge | |
| Lokomotiven | 6 Diesellokomotiven für Güterverkehr |
| Triebwagen | 180 davon 103 Regio-Shuttle RS1 12 Talent 3 33 LINT 54 27 Mireo Plus B |
| Omnibusse | 470 |
| Statistik | |
| Fahrgäste | 76 Mio. |
| Fahrleistung | >3 Mio. Zugkilometer (HzL) |
| Länge Liniennetz | |
| Eisenbahnlinien | 210 km |
| Buslinien | 2600 km |
Die SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH (SWEG) ist ein öffentliches Verkehrsunternehmen, das Eisenbahnstrecken, Schienenpersonen- und Güterverkehr sowie Busverkehr betreibt. Die SWEG ist Mitglied im Deutschlandtarifverbund.
Am 10. Dezember 1962 wurde in Ettlingen die Südwestdeutsche Eisenbahn-Gesellschaft mbH (SWEG) vom Land Baden-Württemberg als Auffanggesellschaft für die von der Stilllegung bedrohten süddeutschen Strecken der privaten Deutsche Eisenbahn-Betriebsgesellschaft (DEBG) gegründet. Nachdem die DEBG ihre zehn noch in Baden-Württemberg betriebenen Bahnen an die neue Gesellschaft veräußert hatte, nahm diese am 1. Mai 1963 mit folgenden Bahnen den vollen Geschäftsbetrieb auf:
Am 1. Oktober 1971 vereinigte das Land Baden-Württemberg die ebenfalls in seinem Eigentum befindliche Mittelbadische Eisenbahnen (MEG) mit der SWEG und wandelte diese in die Südwestdeutsche Eisenbahnen Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Lahr/Schwarzwald um. Dadurch kamen folgende MEG-Strecken und Buslinien zur SWEG:
Da inzwischen der Omnibusbetrieb einen größeren Anteil am Gesamtbetrieb erlangt hatte, erfolgte im Jahr 1984 die Änderung der Firma in Südwestdeutsche Verkehrs-AG, wobei die bisherige Abkürzung „SWEG“ beibehalten wurde. Dem Gewinn von Ausschreibungen bzw. der freihändigen Vergabe von Nahverkehrsleistungen durch das Land Baden-Württemberg an die Ortenau-S-Bahn und Breisgau-S-Bahn stehen verlorene Ausschreibungen über Leistungen auf der Wiesentalbahn (in Kooperation mit den Basler Verkehrsbetrieben, Vergabe an die Schweizerischen Bundesbahnen) bzw. auf der Badischen Schwarzwaldbahn (in Kooperation mit der SBB GmbH, Albtal-Verkehrs-Gesellschaft und der HzL, Vergabe an die Schwarzwaldbahn GmbH, eine 100-Prozent-Tochter der Deutschen Bahn) gegenüber. Mit der Auflösung der Ortenau-S-Bahn GmbH 2014 übernahm die SWEG Personenverkehr deren Zugleistungen auf der Renchtalbahn, der Bahnstrecke Hausach–Schiltach, der Bahnstrecke Eutingen im Gäu–Schiltach im Abschnitt Freudenstadt–Schiltach und der Bahnstrecke Appenweier–Strasbourg, mit der Auflösung der Breisgau-S-Bahn GmbH 2017 jene auf der Breisacher Bahn und der Elztalbahn. Anfang Oktober 2016 gliederte das Unternehmen die Eisenbahninfrastruktur aufgrund eisenbahnrechtlicher Vorgaben in die SWEG Schienenwege GmbH aus.
Zum 1. Januar 2018 fusionierte die SWEG Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft mit der Hohenzollerischen Landesbahn, die schon seit Juni 2000 einen personengleichen Vorstand hatte, zur SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-AG. Diese änderte Anfang Oktober 2021 die Gesellschaftsform und firmiert seither als SWEG Südwestdeutsche Landesverkehrs-GmbH.
Von Januar bis Juni 2022 war Winfried Hermann, Landesverkehrsminister, Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats.
Zur Saison 2024/25 wurde die SWEG Hauptsponsor des Fußballvereins Karlsruher SC. Das millionenschwere Sponsoring des hauptsächlich in öffentlicher Hand stehenden Unternehmens stieß auf Kritik, vor allem aus der Fraktion der FDP Baden-Württemberg im Landtag von Baden-Württemberg.
Die SWEG übernahm am 1. Juli 2025 gemeinsam mit ihrer Tochtergesellschaft Trapico die operative Betriebsführung des Stuttgart Airport Busterminals.




Mittlerweile liegt der Geschäftsschwerpunkt auf dem Betrieb von Buslinien vornehmlich im Landesteil Baden. Die Betriebsführung erfolgt durch regionale Verkehrsbetriebe mit zugeordneten Busleitstellen.
Die folgenden Linien des SPNV werden von der SWEG betrieben:
| Linie | Linienweg | Fahrplan | Ausschreibungsnetz | Laufzeit | Fahrzeuge |
|---|---|---|---|---|---|
| RS 1 | Offenburg – Biberach – Hausach – Freudenstadt | stündlich | Netz 8a Ortenau-S-Bahn und Hermann-Hesse-Bahn | Dez. 2023 – Dez. 2038 | Siemens Mireo+B (563) |
| RS 11 | Hausach – Gutach Freilichtmuseum – Hornberg | stündlich, nur im Sommer | Netz 8a Ortenau-S-Bahn und Hermann-Hesse-Bahn | Dez. 2023 – Dez. 2038 | Siemens Mireo+B (563) |
| RS 12 | (Offenburg –) Biberach – Zell am Harmersbach – Oberharmersbach-Riersbach | stündlich | Netz 8a Ortenau-S-Bahn und Hermann-Hesse-Bahn | Dez. 2023 – Dez. 2038 | Siemens Mireo+B (563) |
| RS 2 | Offenburg – Oberkirch – Bad Peterstal-Griesbach | stündlich | Netz 8a Ortenau-S-Bahn und Hermann-Hesse-Bahn | Dez. 2023 – Dez. 2038 | Siemens Mireo+B (563) |
| RS 3 | (Offenburg –) Achern – Kappelrodeck – Ottenhöfen | stündlich | Netz 8a Ortenau-S-Bahn und Hermann-Hesse-Bahn | Dez. 2023 – Dez. 2038 | Siemens Mireo+B (563) |
| RS 4 | Offenburg – Kehl – Strasbourg | alle 30 Minuten | Netz 8b Europabahn | Dez. 2023 – Dez. 2027 | Alstom/CAF Régiolis (B85500), Stadler Regio-Shuttle (650) |
| RS 3 | Ulm – Herrlingen – Munderkingen | werktags alle 30 Minuten bis Herrlingen, sonst stündlich | Netz 12 Ulmer Stern | Juni 2019 – Dez. 2032 | Alstom Coradia Lint 54 (622) |
| RS 5 | Ulm – Langenau – Aalen | stündlich | Netz 12 Ulmer Stern | Juni 2019 – Dez. 2032 | Alstom Coradia Lint 54 (622) |
| RS 51 | Ulm – Langenau (– Aalen) | stündlich | Netz 12 Ulmer Stern | Juni 2019 – Dez. 2032 | Alstom Coradia Lint 54 (622) |
| S 2 | Freiburg – Denzlingen – Waldkirch – Bleibach – Elzach | bis Bleibach alle 30 Minuten, sonst stündlich | Netz 9b Freiburger Y | Dez. 2019 – Juni 2032 | Bombardier Talent 3 (8442) |
| S 3 | Bad Krozingen – Staufen – Münstertal | bis Staufen alle 30 Minuten, sonst stündlich | Netz 9b Freiburger Y | Dez. 2019 – Juni 2032 | Bombardier Talent 3 (8442) |
| S 5 | Riegel-Malterdingen – Endingen am Kaiserstuhl – Breisach | stündlich | Netz 9b Freiburger Y | Dez. 2019 – Juni 2032 | Bombardier Talent 3 (8442) |
| RB 42 | Rottweil – Trossingen Bf – Villingen – Donaueschingen – Bräunlingen | stündlich | Netz 15 Ringzug | seit Dez. 2002 | Stadler Regio-Shuttle (650) |
| RB 42a | Trossingen Bf – Trossingen Stadt | stündlich | Netz 15 Ringzug | seit Dez. 2002 | Stadler Regio-Shuttle (650), historische TE-Fahrzeuge |
| RB 43 | Rottweil – Spaichingen – Tuttlingen – Immendingen – Blumberg-Zollhaus | stündlich | Netz 15 Ringzug | seit Dez. 2002 | Stadler Regio-Shuttle (650) |
| RB 43a | Immendingen – Tuttlingen – Fridingen – Sigmaringen | einzelne Fahrten | Netz 15 Ringzug | seit Dez. 2002 | Stadler Regio-Shuttle (650) |
| RB 59a | Engstingen – Gammertingen – Sigmaringen | einzelne Fahrten im Freizeitverkehr | Netz 14 Zollernalbbahn | Dez. 2013/16 – Dez. 2032 | Alstom Coradia Lint 54 (622) |
| RB 66 | Tübingen – Hechingen – Balingen – Albstadt-Ebingen – Sigmaringen | stündlich | Netz 14 Zollernalbbahn | Dez. 2013/16 – Dez. 2032 | Alstom Coradia Lint 54 (622) |
| RB 67 | Eyach – Haigerloch – Hechingen | einzelne Fahrten im Freizeitverkehr | Netz 14 Zollernalbbahn | Dez. 2013/16 – Dez. 2032 | Alstom Coradia Lint 54 (622) |
| RB 68 | Hechingen – Gammertingen – Sigmaringen | stündlich | Netz 14 Zollernalbbahn | Dez. 2013/16 – Dez. 2032 | Alstom Coradia Lint 54 (622) |
| RB 69 | Balingen – Schömberg | einzelne Fahrten im Freizeitverkehr | Netz 14 Zollernalbbahn | Dez. 2013/16 – Dez. 2032 | Alstom Coradia Lint 54 (622) |
| RB 76 | Weil der Stadt – Calw | alle 30 Minuten | Netz 8a Ortenau-S-Bahn und Hermann-Hesse-Bahn | Dez. 2023 – Dez. 2038 | Siemens Mireo Plus B (563) |
Hinzu kommen folgende Strecken, auf denen die SWEG oder die HzL seit der Regionalisierung 1994 SPNV betrieben hat, dies aber gegenwärtig nicht mehr tun:
Die SWEG Schienenwege GmbH (SSG) betreibt als Eisenbahninfrastrukturunternehmen folgende Strecken mit einer Gesamtlänge von 210 Kilometern (km) in drei Teilnetzen:

Von April 2017 bis Ende November 2019 wurde die Kaiserstuhlbahn in drei Abschnitten ausgebaut und elektrifiziert.
Seit dem 26. Juni 2018 gehört auch die Infrastruktur der ehemaligen Hohenzollerischen Landesbahn AG zur SWEG Schienenwege GmbH.
Im Oktober 2024 wurde vereinbart, dass die SWEG zukünftiges Eisenbahninfrastrukturunternehmen der Talgangbahn Albstadt-Ebingen–Albstadt-Onstmettingen wird.
Die SWEG Schienenwege GmbH führte im Auftrag des Eisenbahninfrastrukturunternehmens EVU „seehäsle“, Eigenbetrieb des Landkreises Konstanz, den Betrieb des Streckenabschnitts Stahringen–Stockach (17,0 km) der Strecke Radolfzell–Mengen bis Ende 2023 durch. Bis 2018 war die Hohenzollerische Landesbahn mit der Betriebsführung beauftragt.
Folgende Tochtergesellschaften befinden sich im Besitz der SWEG:
Die ehemaligen Tochterunternehmen Ortenau-S-Bahn GmbH (OSB) und Breisgau-S-Bahn GmbH (BSB) wurden komplett auf die Muttergesellschaft verschmolzen, lediglich die Namen blieben als Marke erhalten.
Im November 2021 wurde bekannt, dass die SWEG das im Schutzschirm-Insolvenzverfahren befindliche Eisenbahnverkehrsunternehmen Abellio Rail Baden-Württemberg mit rund 360 Beschäftigten und der Betriebswerkstatt in Pforzheim zu einem Preis von etwas mehr als 5 Millionen Euro kauft. Die Übernahme erfolgte zum 1. Januar 2022. Die von Abellio betriebenen Verkehrsleistungen werden mit einem neuen Verkehrsvertrag für zwei Jahre[veraltet] fortgeführt, welcher der SWEG die volle Kostendeckung garantiert. In diesem Zeitraum werden die betreffenden Verkehrsleistungen neu ausgeschrieben, wobei die SWEG auch ein Angebot abgeben kann. Im Februar 2022 wurde Abellio Rail Baden-Württemberg in SWEG Bahn Stuttgart umbenannt. Im Oktober 2022 entschied sich der Aufsichtsrat aufgrund eines Konflikts mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer gegen eine dauerhafte Übernahme der SWEG Bahn Stuttgart und somit für einen möglichen Verkauf bis spätestens Ende 2023. Stattdessen wurde die SWEG Bahn Stuttgart nach einer Ausschreibung erst zum 1. August 2025 an DB Regio verkauft.
Die SWEG und die Hohenzollerische Landesbahn (HzL) halten Anteile an der Fahrzeugbereitstellung Baden-Württemberg GmbH (FBBW).