Turbo-Motoren

Turbo-Motoren AG
Rechtsform Aktiengesellschaft
Gründung 1923
Auflösung 1924
Sitz Stuttgart-Gaisburg, Deutschland
Leitung G. W. Müller
Branche Automobilhersteller

Die Turbomotoren AG war ein deutscher Automobilhersteller.

Unternehmensgeschichte

Aktie über 1000 Mark der Turbomotoren AG vom April 1923

Der Schweizer G. W. Müller, der zuvor in Zürich die Automobilfabrik G. W. Müller & Co. betrieb, wechselte nach Deutschland und gründete 1923 im Stuttgarter Stadtteil Gaisburg das Unternehmen zur Produktion von Automobilen. 1924 endete die Produktion.

Fahrzeuge

Die Fahrzeuge basierten auf den Modellen, die Müller in der Schweiz herstellte. Für den Antrieb sorgten luftgekühlte Fünfzylinder-Sternmotoren. Im Modell 6/25 PS verfügte der Motor über 1540 cm³ Hubraum, und im Modell 8/32 PS über 1980 cm³ Hubraum. Die offenen Karosserien boten wahlweise Platz für zwei oder vier Personen. Die Zweisitzer hatten drei Vorwärtsgänge und einen Rückwärtsgang, die Viersitzer das „automatische, schalthebellose Sodengetriebe mit vier Übersetzungen und Rücklauf“.

Renneinsätze

Die Fahrzeuge wurden auch in Autorennen eingesetzt. Der Motor leistete im Sportmodell 75 PS und ermöglichte 140 km/h Höchstgeschwindigkeit. Drei Fahrzeuge starteten 1924 beim Solitude-Rennen auf der Solitude. Der Fahrer Friedrich Eitel errang den Sieg in der Klasse der Automobile bis 8 PS.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ https://www.gtue-oldtimerservice.de/automobil/marke/TURBO/3612/
  2. 1 2 3 Georgano: The Beaulieu Encyclopedia of the Automobile. 2001.
  3. 1 2 3 4 5 6 Harald H. Linz, Halwart Schrader: Die Internationale Automobil-Enzyklopädie. United Soft Media Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8032-9876-8.
  4. ↑ Die Berliner Ausstellung in: Österreichischer Motor - Der Flug, 10. Jahrgang 1923, Nr. 11, S. 19