Ulrich Christoph Eipper

Ulrich Christoph Eipper, Selbstporträt, 1986, Öl auf Leinen, 100 × 85 cm
Ulrich Christoph Eipper: Selbstporträt, 1986

Ulrich Christoph Eipper (* 23. April 1929 in Herrenberg; † 7. Dezember 1996 in Waldshut) war ein deutscher Pädagoge und Bildender Künstler.

Leben

Eipper wurde von 1946 bis 1952 als Volksschullehrer am Pädagogischen Institut Künzelsau und an der Pädagogischen Hochschule Stuttgart, ausgebildet. Nach seiner Tätigkeit an der Schule Mönchberg, nahm er 1956–1960 ein Studium der Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart bei Manfred Henninger und Maltechnik bei Kurt Wehlte auf. Ab 1960 unterrichtete er an der Einklassenschule Burgfelden, ab 1965 an Hans-Thoma-Schule Tiengen und 1977–1991 an der Justus‐von‐Liebig‐Schule für Sozialpädagogik Waldshut (Fächer: Kunst und Musik).

Malerische Schwerpunkte waren Figurenkomposition, Portrait, Landschaft, Stillleben, Graphik, Illustration, welche Eipper in verschiedenen Techniken ausführte (Zeichnung, verschiedene Drucktechniken, Aquarell, Ölmalerei, Holzbildwerke). Zusätzlich zu seiner malerischen und pädagogischen Arbeit beschäftigte er sich als Cellist mit Musiktheorie und Kompositionslehre bei Fritz Metzler.

Er entwickelt die Theorie eines „musischen Gesamtunterrichts“ und setzte diese in Burgfelden um. Infolge seiner intensiven Auseinandersetzungen mit dem kindlichen Bildgestalten entstehen großformatige Wandbilder mit Kindern, auch mit religiösen Inhalten. Die 2009 gegründete, gemeinnützige Ulrich C. Eipper-Stiftung unterstützt mit den Einnahmen aus dem Stiftungsvermögen insbesondere Kindergärten, Vorschulen und Grundschulen sowie privaten Kinderförderungseinrichtungen bei Projekten aus den Bereichen Malerei, Musik, Theater und Tanz in der Heimatregion des Malers Eipper. Die frühe musische Bildung und Erziehung von Kindern war ein besonderes Anliegen des Künstlers.

Er gründete 1963 die Künstlergruppe Ebingen, 1963 die Freie Kunstschule Tailfingen, 1966 eine Sommerakademie, welche im 2-Jahres-Rhythmus an wechselnden Orten in der Provence stattfand, und 1967 den Malkreis Tiengen.

Er war als Mitglied assoziiert im Verband Bildender Künstler Württemberg, der Künstlergruppe Ebingen, der Gruppe Polygon (zusammen mit Franz Joseph Berchtold, Egon Arno Bräunlich, Bärbel Franke-Caspari, Peter Franke, Friedrich Knödler, Dieter Linxweiler, Ingeborg Osswald-Lüttin, Vera Rühle, Adolf Schwertschlag, Günther Voellner, Lieselotte Voellner-Gallus, Karl Waldenspuhl und Gretel Wielandt) und im Bodenseeclub. Er beschickte über 100 Einzel- und Gruppenausstellungen und war u. a. befreundet mit Alfred Sachs, Georg Györfi, Diether Weik, Hellmut Ehrath und Erwin Rehmann.

Familie

Grab von Ulrich Christoph Eipper auf dem Friedhof in Horheim, gestaltet von Frieder Zimmermann

Eipper war verheiratet und hatte zwei Söhne.

Werke (Auswahl)

Einzelausstellungen (Auswahl)

Auszeichnungen und Ehrungen

Schriften von U. C. Eipper

Illustrationen von U. C. Eipper in Büchern

Schriften über U. C. Eipper

Einzelnachweise

  1. ↑ Künstlerverzeichnis Baden-Württemberg. In: Landesverband Bildender Künstler Baden-Württemberg (Hrsg.): Künstlerverzeichnis Baden-Württemberg, Regierungsbezirk Freiburg. Band V. Künstlerbund Baden-Württemberg, 1981, ISBN 3-923523-05-X.
  2. ↑ Anton Burkhard: 35 Jahre Malkreis Tiengen : Jubiläumsausstellung im Hans Thoma‐Museum in Bernau. In: Badische Heimat (Hrsg.): Badische Heimat. Band 83, 2002, S. 114–117.
  3. ↑ Georg Györfi, Herrenberg Archives. In: zeitzeugenbb. Abgerufen am 5. September 2026.
  4. ↑ Christuskirche St. Blasien
  5. ↑ Ulrich C. Eipper Der Maler und die Menschen, 21.7.–13.10.2019
  6. ↑ Ulrich C. Eipper – Gott und Götter, 4.–18.9.2016
Personendaten
NAME Eipper, Ulrich Christoph
KURZBESCHREIBUNG deutscher Pädagoge und Bildender Künstler
GEBURTSDATUM 23. April 1929
GEBURTSORT Herrenberg
STERBEDATUM 7. Dezember 1996
STERBEORT Waldshut