Kuchl

Marktgemeinde
Kuchl
WappenÖsterreichkarte
Wappen von Kuchl
Kuchl (Österreich)
Kuchl (Österreich)
Basisdaten
Staat: Osterreich Österreich
Land: Land Salzburg Salzburg
Politischer Bezirk: Hallein
Kfz-Kennzeichen: HA
Hauptort: Kuchl
Fläche: 46,88 km²
Koordinaten: 47° 38′ N, 13° 9′ OKoordinaten: 47° 37′ 32″ N, 13° 8′ 39″ O
Höhe: 468 m ü. A.
Einwohner: 7.557 (1. Jän. 2026)
Bevölkerungsdichte: 161 Einw. pro km²
Postleitzahlen: 5431, 5424, 5440
Vorwahl: 06244
Gemeindekennziffer: 5 02 07
Adresse der Gemeinde-
verwaltung:
Markt 25
5431 Kuchl
Website: www.kuchl.net
Politik
Bürgermeister: Thomas Freylinger (ÖVP)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2024)
(25 Mitglieder)
7
1
15
2
7 1 15 2 
Insgesamt 25 Sitze
Lage von Kuchl im Bezirk Hallein
Lage der Gemeinde Kuchl im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)AbtenauAdnetAnnaberg-LungötzBad VigaunGolling an der SalzachHalleinKrisplKuchlOberalmPuch bei HalleinRußbach am Paß GschüttSankt KolomanScheffau am Tennengebirge
Lage der Gemeinde Kuchl im Bezirk Hallein (anklickbare Karte)
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Marktplatz Kuchl
Marktplatz Kuchl
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Kuchl ist eine Gemeinde mit 7557 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Salzburger Land im Bezirk Hallein (Tennengau) in Österreich.

Geografie

Kuchl mit Pfarrkirche
Blick von Voregg auf das Salzachtal bei Kuchl; hinten das Roßfeld (Hahnenkamm), links Göllstock, rechts der Untersberg

Die Gemeinde liegt im Golling-Halleiner Becken im Salzburger Land am Fuße des Hohen Gölls und des Roßfelds (Berchtesgadener Alpen). Das Gemeindegebiet wird von der Salzach durchflossen. Die östlichen Gebiete zwischen Salzach und dem Langenberg gehören zur Osterhorngruppe (Salzburger Voralpen beziehungsweise Salzkammergutberge).

Gemeindegliederung

Die Gemeinde besteht aus fünf Katastralgemeinden

Georgenberg, Jadorf, Kellau, Kuchl und Weissenbach.

Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2026)

Zählsprengel

Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Golling, seit dem 1. Juni 1923 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Hallein.

Nachbargemeinden

Hallein Bad Vigaun
Eck ∗ (gemfr. Geb., BY, DE) Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Sankt Koloman
Schönau am Königssee (Lkr. BGL, BY, DE) Golling
an der Salzach
Scheffau am Tennengebirge
∗ 
Staatsforst, dahinter Berchtesgaden, Landkreis Berchtesgadener Land (BGL)

Geschichte

Der Ort hat römische Wurzeln: Cucullae, Cucullis, eine Poststation der Römerstraße Virunum–Iuvavum, die in der Tabula Peutingeriana, einer römischen Straßenkarte, verzeichnet ist. Der Name steht vielleicht zu lateinisch cucullus ‚Spitzmütze, Gugel‘, auch ‚spitzer Berg‘‘. Bekannt ist Kuchl auch durch die Vita Sancti Severini mit dem dort beschriebenen Kerzenwunder des Heiligen Severin (5. Jh.).

Die enge Mischung der romanischen (Kuchl), slawischen (Golling) und germanischen Ortsnamen zeigt die wohl weitgehend friedliche Siedlungskontinuität vom Abzug der Römer im 5. Jahrhundert über Ansiedlung der Alpenslawen bis zur Missionierung durch den irischen Mönch und Bischof Rupert und die baiuwarische Landnahme ab 700.

997 führte ein Tauschvertrag des Kuchler Dienstmannes Gezo mit dem Erzbischof von Salzburg zur Errichtung einer Mutterpfarre in Kuchl und schließlich zur Einrichtung einer Grafschaft samt Landgericht, das bis Mitte des 15. Jahrhunderts existierte. Gegen 1380 erfolgte die Erhebung Kuchls zum Bannmarkt. 1850 wurde aus den Steuergemeinden Kuchl, Georgenberg, Kellau, Unterlangenberg und Weißenbach die politische Marktgemeinde Kuchl gebildet.

Bevölkerungsentwicklung

Kuchl: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026
Jahr  Einwohner
1869
  
1.883
1880
  
1.866
1890
  
1.906
1900
  
1.976
1910
  
2.253
1923
  
2.336
1934
  
2.597
1939
  
2.538
1951
  
3.079
1961
  
3.525
1971
  
4.467
1981
  
5.261
1991
  
5.926
2001
  
6.431
2011
  
6.808
2021
  
7.480
2026
  
7.557
Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021
Pfarrkirche, davor die Totenkapelle
Filialkirche St. Georg

Politik

Gemeindeamt Kuchl

Gemeinderat

Gemeinderatswahl 2024
Wahlbeteiligung: 75,0 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
58,2 %
(+2,3 %p)
26,0 %
(+0,8 %p)
8,6 %
(+2,8 %p)
7,2 %
(−4,3 %p)
n. k.
(−1,6 %p)
20192024

Die Gemeindevertretung hat insgesamt 25 Mitglieder.

Bürgermeister

Wappen

Blasonierung:

„In Blau auf grünem Boden ein nach rechts springender naturfarbener Hirsch.“

Das Wappen geht auf das Geschlecht der Kuchler zurück. Die Verleihung erfolgte am 26. Juli 1930.

Gemeindepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Museen

Tauglbrücke und -schlucht

Wichtige Funde

Bedeutende archäologische Fundorte, die jedoch nicht zu besichtigen sind:

Brauchtum

Natur

Gollinger Wasserfall, untere Stufe

Das Göllmassiv gehört zum Europa- und Naturschutzgebiet Kalkhochalpen, am Roßfeld ist das Landschaftsschutzgebiet Roßfeldstraße ausgewiesen, und im Südosten liegt das Landschaftsschutzgebiet Rabenstein–Kellau.

Kuchl ist auch ein Standort für das Wiederansiedelungsprojekt des Waldrapp.

Sport

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Kuchl ist durch den hohen Anteil an Sägewerks-, Zimmerei- und Tischlereibetrieben, wie auch das Holztechnikum als „Holzgemeinde“ bekannt. Folgende Unternehmen sind von Bedeutung:

Neben dem Gipsbergbau Moldan (seit dem 17. Jh.) ist in jüngsten Jahren das Gewerbegebiet Brennhoflehen in Kellau bedeutender Standort geworden.

Bildung

Verkehr

Trivia

In Kuchl wurden Teile des Films "Sturm kommt auf" gedreht (z. B. Taugl). Auch zwei Teile von "Alpentod" ("Tiefe Schluchten" und "Im ewigen Eis") wurde teils in Kuchl gedreht. Schon früher (1989) wurde für "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" eine Autoszene auf der Roßfeld-Höhenringstraße auf Kuchler Gemeindegebiet gedreht.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Gemeinde

Personen mit Bezug zur Gemeinde

Ehrenbürger der Gemeinde

Literatur

Commons: Kuchl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2026 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2026), (ODS, 500 KB)
  2. ↑ vgl. Kogel; Angabe Ludwig Steub: Die romanischen Ortsnamen im Lande Salzburg. In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK) 21, 1881, S. 99 (ganzer Artikel S. 98–102, eReader, ANNO online).
  3. ↑ Gemeinde Kuchl: Ortsgeschichte. Abgerufen am 8. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
  4. ↑ Wahlergebnisse 2009. Land Salzburg, abgerufen am 11. Dezember 2021.
  5. ↑ Wahlergebnisse 2014. Land Salzburg, abgerufen am 11. Dezember 2021.
  6. ↑ Gemeindewahlen 2019. (PDF) Land Salzburg, S. 83, abgerufen am 8. Januar 2021.
  7. ↑ Land Salzburg - Wahlergebnisse. Abgerufen am 12. März 2024.
  8. ↑ Pius Züger. In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  9. ↑ Kuchl: Bürgermeister Andreas Wimmer gestorben auf ORF Salzburg vom 9. Dezember 2018, abgerufen am 8. Dezember 2018.
  10. ↑ Andreas Wimmer (Kuchl). In: Salzburger Nachrichten: Salzburgwiki.
  11. ↑ Kuchl: Freylinger interimistisch Bürgermeister auf ORF Salzburg vom 21. Dezember 2018, abgerufen am 21. Dezember 2018.
  12. ↑ Friederike Zaisberger, Nikolaus Pfeiffer: Salzburger Gemeindewappen. Winter Verlag, Salzburg 1985, ISBN 3-85380-048-3.
  13. ↑ Gemeinde Kuchl: Partnergemeinde San Giovanni al Natisone. Abgerufen am 8. Januar 2021 (österreichisches Deutsch).
  14. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 Dehio Salzburg, 1986, Kuchl. S. 196–200.
  15. 1 2 Dehio Salzburg, 1986, Georgenberg. S. 110 ff.
  16. ↑ ein Foto auf geocaching.com (zu Modermühlen)
  17. 1 2 Campus Kuchl, fh-salzburg.ac.at
  18. ↑ kuchl.net
  19. ↑ Museum Kuchl
  20. 1 2 Olivier Klose: Römische Gebäudereste in Kemeting bei Maria Plain und in der Kellau bei Golling In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde (MGSLK) Band 65, 1925, B. Die Villa des L. Pomp. Aquilinius Potens. S. 95–112 (ganzer Artikel ab S. 73, eReader, anno.onb.ac.at; Plan S. 112/1).
  21. ↑ IUVAVUM - Kuchl. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 8. Januar 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  22. ↑ Kuchl (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., iuvavum.org.
  23. ↑ Naturpark Kühschwalb (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., bergfex.at (ist aber kein Naturpark)
  24. ↑ Chronik – Kuchl besitzt eine reiche Vor- und Frühgeschichte (Memento des Originals vom 19. Juni 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., Gemeinde Kuchl, kuchl.net.
  25. ↑ § 1 (Schulsprengel) 9c Schulsprengelverordnung für bestimmte allgemeinbildende Pflichtschulen im politischen Bezirk Hallein. StF: LGBl. Nr. 52/1992 (i.d.g.F. online, ris.bka).
  26. ↑ Holzhochhaus für Internat: Baustart Anfang Jänner orf.at, 25. Dezember 2022, abgerufen am 25. Dezember 2022.
  27. ↑ https://www.moz.ac.at/en/people/fine-arts-design/design-technology-textile/gertrud-fischbacher
  28. ↑ Eva Walkner (Memento des Originals vom 30. Mai 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  29. ↑ Matthias Walkner
  30. ↑ Salzburger Nachrichten https://www.sn.at/salzburg/kultur/der-klimt-brunnen-attraktion-egelsee-161876641 https://eibl.tv/
  31. ↑ Datei:Petersfriedhof_Grab_Matthias_Kracher.jpg | Grabmal in St. Peter
  32. ↑ AES, Taufbuch Kuchl, Tom. IX, S. 17ff.
  33. ↑ Georg Lienbacher auf den Seiten des VfGH
  34. ↑ Hartl, P., Temponale, Salzburg 2018, ISBN 978-3-903078-18-5 www.peterhartl.com
  35. ↑ Unterwurzacher, Rupert: Entflammt, Kuchl (2011), ISBN 978-3-200-02106-8, S. 67
  36. ↑ Nekrolog in MGSLK 86/87 (1946/47), S. 136
  37. ↑ Schulleiter der Volksschule Kuchl (Memento des Originals vom 19. November 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF) Abgerufen am 19. November 2014.
  38. ↑ Nekrolog in MGSLK 138, 1998, S. 661
  39. ↑ MGSLK 127, 1987, S. 5 ff.
  40. ↑ Museum Kuchl