| Marktgemeinde Kuchl | ||
|---|---|---|
| Wappen | Österreichkarte | |
| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Land: | ||
| Politischer Bezirk: | Hallein | |
| Kfz-Kennzeichen: | HA | |
| Hauptort: | Kuchl | |
| Fläche: | 46,88 km² | |
| Koordinaten: | 47° 38′ N, 13° 9′ O | |
| Höhe: | 468 m ü. A. | |
| Einwohner: | 7.557 (1. Jän. 2026) | |
| Bevölkerungsdichte: | 161 Einw. pro km² | |
| Postleitzahlen: | 5431, 5424, 5440 | |
| Vorwahl: | 06244 | |
| Gemeindekennziffer: | 5 02 07 | |
| NUTS-Region | AT323 | |
| Adresse der Gemeinde- verwaltung: |
Markt 25 5431 Kuchl | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Thomas Freylinger (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (Wahljahr: 2024) (25 Mitglieder) |
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| Lage von Kuchl im Bezirk Hallein | ||
Marktplatz Kuchl | ||
| Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria | ||
Kuchl ist eine Gemeinde mit 7557 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) im Salzburger Land im Bezirk Hallein (Tennengau) in Österreich.

Die Gemeinde liegt im Golling-Halleiner Becken im Salzburger Land am Fuße des Hohen Gölls und des Roßfelds (Berchtesgadener Alpen). Das Gemeindegebiet wird von der Salzach durchflossen. Die östlichen Gebiete zwischen Salzach und dem Langenberg gehören zur Osterhorngruppe (Salzburger Voralpen beziehungsweise Salzkammergutberge).
Die Gemeinde besteht aus fünf Katastralgemeinden
Das Gemeindegebiet umfasst folgende neun Ortschaften (Einwohner Stand 1. Jänner 2026)
Bis Ende Mai 1923 gehörte die Gemeinde zum Gerichtsbezirk Golling, seit dem 1. Juni 1923 ist sie Teil des Gerichtsbezirks Hallein.
| Hallein | Bad Vigaun | |
| Eck ∗ (gemfr. Geb., BY, DE) | Sankt Koloman | |
| Schönau am Königssee (Lkr. BGL, BY, DE) | Golling an der Salzach |
Scheffau am Tennengebirge |
Der Ort hat römische Wurzeln: Cucullae, Cucullis, eine Poststation der Römerstraße Virunum–Iuvavum, die in der Tabula Peutingeriana, einer römischen Straßenkarte, verzeichnet ist. Der Name steht vielleicht zu lateinisch cucullus ‚Spitzmütze, Gugel‘, auch ‚spitzer Berg‘‘. Bekannt ist Kuchl auch durch die Vita Sancti Severini mit dem dort beschriebenen Kerzenwunder des Heiligen Severin (5. Jh.).
Die enge Mischung der romanischen (Kuchl), slawischen (Golling) und germanischen Ortsnamen zeigt die wohl weitgehend friedliche Siedlungskontinuität vom Abzug der Römer im 5. Jahrhundert über Ansiedlung der Alpenslawen bis zur Missionierung durch den irischen Mönch und Bischof Rupert und die baiuwarische Landnahme ab 700.
997 führte ein Tauschvertrag des Kuchler Dienstmannes Gezo mit dem Erzbischof von Salzburg zur Errichtung einer Mutterpfarre in Kuchl und schließlich zur Einrichtung einer Grafschaft samt Landgericht, das bis Mitte des 15. Jahrhunderts existierte. Gegen 1380 erfolgte die Erhebung Kuchls zum Bannmarkt. 1850 wurde aus den Steuergemeinden Kuchl, Georgenberg, Kellau, Unterlangenberg und Weißenbach die politische Marktgemeinde Kuchl gebildet.
| Kuchl: Einwohnerzahlen von 1869 bis 2026 | ||||
|---|---|---|---|---|
| Jahr | Einwohner | |||
| 1869 | 1.883 | |||
| 1880 | 1.866 | |||
| 1890 | 1.906 | |||
| 1900 | 1.976 | |||
| 1910 | 2.253 | |||
| 1923 | 2.336 | |||
| 1934 | 2.597 | |||
| 1939 | 2.538 | |||
| 1951 | 3.079 | |||
| 1961 | 3.525 | |||
| 1971 | 4.467 | |||
| 1981 | 5.261 | |||
| 1991 | 5.926 | |||
| 2001 | 6.431 | |||
| 2011 | 6.808 | |||
| 2021 | 7.480 | |||
| 2026 | 7.557 | |||
| Quelle(n): Statistik Austria, Gebietsstand 1.1.2021 | ||||


Die Gemeindevertretung hat insgesamt 25 Mitglieder.

Das Wappen geht auf das Geschlecht der Kuchler zurück. Die Verleihung erfolgte am 26. Juli 1930.
Wichtige Funde
Bedeutende archäologische Fundorte, die jedoch nicht zu besichtigen sind:

Das Göllmassiv gehört zum Europa- und Naturschutzgebiet Kalkhochalpen, am Roßfeld ist das Landschaftsschutzgebiet Roßfeldstraße ausgewiesen, und im Südosten liegt das Landschaftsschutzgebiet Rabenstein–Kellau.
Kuchl ist auch ein Standort für das Wiederansiedelungsprojekt des Waldrapp.
Kuchl ist durch den hohen Anteil an Sägewerks-, Zimmerei- und Tischlereibetrieben, wie auch das Holztechnikum als „Holzgemeinde“ bekannt. Folgende Unternehmen sind von Bedeutung:
Neben dem Gipsbergbau Moldan (seit dem 17. Jh.) ist in jüngsten Jahren das Gewerbegebiet Brennhoflehen in Kellau bedeutender Standort geworden.
In Kuchl wurden Teile des Films "Sturm kommt auf" gedreht (z. B. Taugl). Auch zwei Teile von "Alpentod" ("Tiefe Schluchten" und "Im ewigen Eis") wurde teils in Kuchl gedreht. Schon früher (1989) wurde für "Indiana Jones und der letzte Kreuzzug" eine Autoszene auf der Roßfeld-Höhenringstraße auf Kuchler Gemeindegebiet gedreht.
Söhne und Töchter der Gemeinde
Personen mit Bezug zur Gemeinde
Ehrenbürger der Gemeinde