| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 48° 50′ N, 8° 43′ O | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Karlsruhe | |
| Landkreis: | Calw | |
| Höhe: | 328 m ü. NHN | |
| Fläche: | 6,3 km² | |
| Einwohner: | 2430 (31. Dez. 2025) | |
| Bevölkerungsdichte: | 386 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 75399 | |
| Vorwahl: | 07235 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CW | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 2 35 073 | |
| LOCODE: | DE UBH | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Im Oberdorf 15 75399 Unterreichenbach | |
| Website: | www.unterreichenbach.de | |
| Bürgermeister: | Lukas Klingenberg | |
| Lage der Gemeinde Unterreichenbach im Landkreis Calw | ||
Unterreichenbach ist eine Gemeinde im Landkreis Calw in Baden-Württemberg. Sie gehört zur Region Nordschwarzwald.
Unterreichenbach liegt im Nagoldtal zwischen Calw und Pforzheim. Das Gemeindegebiet erstreckt sich zwischen 292 und 665 Meter Höhe. Bis zum Bau der Eisenbahnlinie Pforzheim-Calw war die Talenge der Nagold zwischen Unterreichenbach und (Pforzheim-)Dillweißenstein unpassierbar. Der Verkehr musste über die Höhen links und rechts des Tales ausweichen. Diese geographische Grenze war zugleich lange Zeit die Grenze zwischen den früher selbständigen Staaten Baden und Württemberg.
Zur Gemeinde Unterreichenbach gehören die Siedlung Dennjächt sowie die bis 1971 selbstständige Gemeinde Kapfenhardt, zu welcher das Dorf Kapfenhardt und der Ort Obere Mühle gehörten. Der Ortsteil Jagdhütte wurde 1971 als Wohnplatz aufgehoben.
Unterreichenbach hat Anteil am Landschaftsschutzgebiet Nagoldtal und zu kleinen Teilen am FFH-Gebiet Würm-Nagold-Pforte. Die Gemeinde liegt zudem im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.
Unterreichenbach wird erstmals 1375 urkundlich erwähnt. Es gehörte früher den Grafen von Calw, kam aber erst 1603 wie Liebenzell durch einen Gebietstausch von Baden zu Württemberg, während der erstmals 1260 erwähnte heutige Ortsteil Kapfenhardt bereits Anfang des 14. Jahrhunderts an die Württemberger fiel. Bedeutend war im Mittelalter die Flößerei.
Unterreichenbach kam 1807 bei der Umsetzung der neuen Verwaltungsgliederung im Königreich Württemberg zum Oberamt Calw, jedoch schon 1810 wie die umliegenden Gemeinden zum Oberamt Neuenbürg. 1842 wechselten die Gemeinden Dennjächt und Unterreichenbach wieder zum Oberamt Calw zurück, wohingegen Kapfenhardt beim Oberamt Neuenbürg verblieb. Bei der Kreisreform während der NS-Zeit in Württemberg 1938 gelangten alle heutigen Teilorte Unterreichenbachs zum Landkreis Calw. 1945 wurde Unterreichenbach Teil der Französischen Besatzungszone und kam somit zum Nachkriegsland Württemberg-Hohenzollern, welches 1952 im Land Baden-Württemberg aufging.
Erst 1527 erhielt Unterreichenbach eine eigene Pfarrei. 1596 wurde hier die Reformation eingeführt, seither ist der Ort evangelisch geprägt. Die evangelische Kirchengemeinde Unterreichenbach umfasst Unterreichenbach und Dennjächt. Zum 1. Dezember 2013 wurde die evangelische Kirchengemeinde des Teilorts Kapfenhardt vom Pfarramt Engelsbrand (Enzkreis) gelöst und dem Pfarramt Unterreichenbach zugeteilt. Damit wurde die politische Gemeindereform auch kirchlich nachvollzogen.
Kapfenhardt |
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In Unterreichenbach wird der Gemeinderat nach dem Verfahren der unechten Teilortswahl gewählt. Dabei kann sich die Zahl der Gemeinderäte durch Überhangmandate verändern. 2024 hat der Gemeinderat in Unterreichenbach 13 Mitglieder, 2019 waren es ebenfalls 13. Er besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt.
Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte zu folgendem vorläufigen Endergebnis.
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2024 |
Sitze 2024 |
% 2019 |
Sitze 2019 |
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| UBL | Unabhängige Bürgerliste | 47,38 | 6 | 46,99 | 6 | |
| FWV | Freie Wählervereinigung | 40,23 | 5 | 37,09 | 5 | |
| UGLU | Unabhängige Grüne Liste Unterreichenbach | 12,38 | 2 | 15,92 | 2 | |
| gesamt | 100,0 | 13 | 100,0 | 13 | ||
| Wahlbeteiligung | 57,65 % | 54,9 % | ||||
Bürgermeister ist seit dem 1. Januar 2025 Lukas Klingenberg. Er wurde am 13. Oktober 2024 mit 79,4 Prozent der Stimmen gewählt. Zuvor amtierte von 2001 bis 2024 Carsten Lachenauer.


Durch den Ort führt die Bundesstraße 463.
Unterreichenbach ist durch die Nagoldtalbahn (Pforzheim – Horb am Neckar) an das überregionale Streckennetz angeschlossen. Die Züge verkehren im 30/60-Minuten-Takt nach Pforzheim bzw. Horb.
Durch eine Alltagsroute aus dem Radnetz Baden-Württemberg ist Unterreichenbach mit Pforzheim und in der anderen Richtung über Bad Liebenzell mit Calw verbunden. Auf derselben Trasse verläuft als Landes-Radfernweg der Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radweg durch Unterreichenbach, der insgesamt von Heidelberg nach Radolfzell führt. Die Route verläuft nicht direkt durch den Ort, sondern am anderen Ufer der Nagold.
Unterreichenbach verfügt über eine eigene Grundschule. Die älteren Kinder besuchen Schulen in den umliegenden Orten.
Im Ortsteil Kapfenhardt existiert eine Speedmodellauto-Rennstrecke.