Valpovo

Valpovo
Wappen
Wappen
Valpovo (Kroatien)
Valpovo (Kroatien)
Basisdaten
Staat: Kroatien Kroatien
Koordinaten: 45° 40′ N, 18° 25′ OKoordinaten: 45° 40′ 0″ N, 18° 25′ 0″ O
Gespanschaft: Flagge der Gespanschaft Osijek-Baranja Osijek-Baranja
Höhe:91 m. i. J.
Fläche:141,67 km²
Einwohner:9.576 (31. Dezember 2021)
Bevölkerungsdichte:68 Einwohner je km²
Telefonvorwahl:(+385) 031
Postleitzahl:31550
Kfz-Kennzeichen:OS
Struktur und Verwaltung
Gemeindeart:Stadt
Website:

Ortszentrum
Lage der Stadt Valpovo in der Gespanschaft Osijek-Baranja

Valpovo (ungarisch Valpó, deutsch Walpach) ist eine Stadt in der kroatischen Region Slawonien. Sie zählt 9783 Einwohner (Stand: 2021) und gehört zur Gespanschaft Osijek-Baranja. Sie liegt in der Nähe des Flusses Drau, 25 km nordwestlich von Osijek.

Geographie

Valpovo liegt etwa 33 Kilometer nordwestlich von Osijek und ist ca. 17 Kilometer südlich von der ungarischen Staatsgrenze entfernt.

Geschichte

Frühgeschichte

Erste Siedlungsspuren gehen zurück bis in die Jungsteinzeit. In der Nähe von Valpovo wurden mehrere Artefakte aus der Starčevo-Kultur und der Sopot-Kultur entdeckt. Zu den Fundstücken gehören Fibeln, Perlen und Ringe. Außerdem fand man Keramikfragmente und menschliche Knochen, die dem Mittelalter zugeordnet werden können. Des Weiteren wurden an einer anderen Stelle des Ortes weitere Siedlungsspuren der Sopot-Kultur identifiziert.

Mittelalter

Die Stadt wird erstmals 1332 erwähnt und wurde 1543, nach mehreren Wochen der Belagerung, vom Osmanischen Reich erobert. Zu Zeiten des Großen Türkenkrieges im Jahre 1687 wurde die Region von den Türken befreit und kam unter die Herrschaft der Habsburger.

Neuzeit

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und bis zum Friedensvertrag von Trianon gehörte die Region zum Komitat Baranya. Im Jahr 1918 war Valpovo Teil der Gespanschaft Virovitica des Königreichs Kroatien-Slawonien, kurze Zeit später gehörte die Stadt zum Königreich Jugoslawien. Während des 2. Weltkrieges, von 1941 bis 1945, gehörte das Gebiet wieder zu Ungarn. Im März 1945 starteten die deutschen Streitkräfte die Operation Frühlingserwachen. Am südlichen Arm, der durch Valpovo nach Norden zog, war die 1. Kosaken-Division. Jugoslawische Partisanen der 3. Armee konnten den deutschen Vormarsch verzögern. Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs richteten Beamte des kommunistischen jugoslawischen Regimes ein Arbeitslager für Deutsche ein, das bis Mai 1946 in Betrieb war. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges folgte dann die Eingliederung in die SFR Jugoslawien.

Nach der Unabhängigkeit Kroatiens 1991 und dem darauffolgenden Kroatienkrieg wurde die Stadt Valpovo von mehreren Artillerieangriffen aus der von den Serben besetzten Baranja angegriffen, die schwere Schäden verursachten.

Orte

Die Siedlungen auf dem Gemeindegebiet von Valpovo sind (Einwohnerzahl von 2011):

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
18571869188018901900191019211931194819531961197119811991200120112021
27533191317337594129413439253655387342135174663076118205790474066332

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Commons: Valpovo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Valpovo (Stadtgemeinde, Kroatien) - Einwohnerzahlen, Grafiken, Karte und Lage. Abgerufen am 22. Januar 2022.
  2. ↑ Denkmalregisternummer: Z-5223.
  3. ↑ Denkmalregisternummer: P-6334.
  4. ↑ Siklós und Umgebung in der Zeit der türkischen Besatzung (1543-1686)
  5. ↑ Valpovo | Hrvatska enciklopedija. Abgerufen am 22. Januar 2022.
  6. ↑ Central Bureau of Statistics. Abgerufen am 22. Januar 2022.
  7. ↑ Bevölkerungsentwicklung 1857 bis 2001
  8. ↑ Volkszählung 2011 in Kroatien
  9. ↑ Denkmalregisternummer: Z-1272.
  10. ↑ Denkmalregisternummer: Z-1273.
  11. ↑ Denkmalregisternummer: Z-1763.