Veroli

Veroli
Veroli (Italien)
Veroli (Italien)
Staat Italien
Region Latium
Provinz Frosinone (FR)
Koordinaten 41° 41′ N, 13° 25′ OKoordinaten: 41° 41′ 27″ N, 13° 25′ 4″ O
Höhe 594 m s.l.m.
Fläche 120 km²
Einwohner 19.402 (31. Dez. 2025)
Postleitzahl 03029
Vorwahl 0775
ISTAT-Nummer 060085
Bezeichnung der Bewohner Verolani
Schutzpatron Santa Salome
Website Gemeinde Veroli

Lage der Gemeinde Veroli in der Provinz Frosinone

Veroli ist eine italienische Stadt in der Provinz Frosinone in der Region Latium mit 19.402 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2025). Sie liegt 93 km östlich von Rom und 13 km nordöstlich von Frosinone.

Geographie

Die Altstadt von Veroli mit ca. 3500 Einwohnern liegt auf einem Höhenzug zwischen den Tälern des Sacco und des Liri. Das Gemeindegebiet erstreckt sich vom Hügelland der Ciociaria bis zu den Monti Ernici, wo es mit dem Monte del Passeggio (2066 m) seinen höchsten Punkt hat. Veroli ist Mitglied der Comunità Montana Monti Ernici. Die meisten Einwohner wohnen im Tal zwischen der Altstadt und Casamari in den Stadtteilen entlang der Strada Statale 214.

Die Stadtteile sind: Casamari, Case Campoli-Panetta, Castelmassimo, Colleberardi, Catropagno, Giglio, San Giuseppe le Prata, Santa Francesca, Sant’Angelo in Villa, Scifelli

Geschichte

Das antike Verŭlae war seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. eine wichtige Stadt der Herniker. Sie war eng mit Rom verbunden und ging bald im entstehenden Römischen Reich auf. Im Gebiet der heutigen Gemeinde lag auch die antike Stadt Cereatae.

Seit dem 4. Jahrhundert ist eine christliche Gemeinde nachgewiesen und 743 wurde Veroli Bischofssitz. 877 wurde es von den Sarazenen geplündert.

Im Streit zwischen Gregor IX. und Friedrich II. stellte sich Veroli an die Seite des Papstes und blieb auch danach eng mit dem Vatikan verbunden. 1350 wurde die Stadt von einem Erdbeben stark zerstört.

Im Krieg Karls V. gegen Heinrich II. von Frankreich und Papst Paul IV., der sich mit den Franzosen verbündet hatte, eroberten spanische Truppen unter dem Befehl des Herzogs von Alba, der seinerseits von den Colonna unterstützt wurde, 1556 Veroli. Doch danach wurden die Verbindungen zum Papst wiederhergestellt, und die Stadt wurde von Kardinälen regiert. 1870 kam die Stadt mit dem Kirchenstaat zum Königreich Italien und 1927 zur neu gegründeten Provinz Frosinone.

Bevölkerungsentwicklung

Jahr 18811901192119361951197119912001
Einwohner 10.81412.65515.52718.25820.92716.65319.22919.818

Quelle: ISTAT

Politik

Giuseppe D’Onorio (Mitte-links-Bündnis) wurde im Juni 2004 zum Bürgermeister gewählt und 2009 im Amt bestätigt. Sein Mitte-links-Bündnis stellt auch mit 14 von 20 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat. Seit der Kommunalwahl vom 24. Mai 2014 ist Simone Cretaro (PSI) neuer Bürgermeister.

Städtepartnerschaften

Sehenswürdigkeiten

Die historische Altstadt teilt sich in drei Teile. San Leucio erstreckt sich im Norden bis zum gleichnamigen Felsen. Der mittlere Stadtteil um die Kathedrale hat viele Adelspaläste. Der untere Stadtteil Santa Croce ist durch seine steilen, engen Gassen geprägt.

Söhne und Töchter der Stadt

Commons: Veroli – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2025. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2025).