Die folgenden 3008 Artikel (vgl. Statistik) haben die Wikipedianer als exzellente Artikel gewählt. Wenn du einen besonders guten Artikel gefunden hast, trage ihn bei den Kandidaturen von Artikeln, Listen und Portalen ein. Exzellente Illustrationen und Fotos können bei den exzellenten Bildern bewertet werden. Auf der Hauptseite wird jeden Tag ein Artikel vorgestellt. Eine Übersicht über die früheren Artikel des Tages und die aktuellen Vorschläge findet sich unter Verwaltung Artikel des Tages. Eine weitere Artikelauswahl findet sich unter den lesenswerten Artikeln. Besonders gut ausgearbeitete Listen oder besonders ansprechende Portale finden sich unter den informativen Listen und Portalen. Ein paar Hinweise, wie du einen guten oder gar exzellenten Artikel verfasst, gibt dir diese Anleitung. Die Kriterien, die ein exzellenter Artikel erfüllen muss, findest du auf dieser Seite.
Die Elixiere des Teufels. Nachgelassene Papiere des Bruders Medardus eines Capuziners. Herausgegeben von dem Verfasser der Fantasiestücke in Callots Manier ist der vollständige Titel von E. T. A. Hoffmanns 1815/16 in zwei Teilen erschienenem Roman.
Mit den Elixieren verfasste Hoffmann seinen ersten erhaltenen Roman. Das Werk wird in die Epoche der Romantik und innerhalb dieser in die Strömung der Schwarzen Romantik eingeordnet. Der Roman weist Merkmale des Schauerromans auf, geht durch die tiefere Psychologie der Gestaltung jedoch über die Gattung hinaus. Werke wie die Elixiere trugen wesentlich zur Psychologisierung der Literatur bei. In der neueren Forschung wird der Roman als Gattungsmischung aus Schauerroman, psychologischem Roman und Autobiografie mit Tendenzen zum Abenteuer- und Bildungsroman eingeordnet. Die Elixiere zählen zu den in Deutschland seltenen Unterhaltungsromanen von literarischem Rang. In den Elixieren tritt das Motiv des Doppelgängers erstmals als zentrales Handlungsmoment eines literarischen Werkes auf. Die Doppelgängermotive der späteren Literatur der Moderne können beinahe durchgängig auf Hoffmann und zum großen Teil auf die Elixiere zurückgeführt werden.
Frédéric Chopin, Fotoporträt von Louis-Auguste Bisson um 1849
Die 24 Préludes op. 28 sind ein zwischen 1836 und 1839 komponierter Klavierzyklus von Frédéric Chopin. Die französische Erstausgabe widmete Chopin dem befreundeten Verleger, Klavierbauer und Konzertveranstalter Camille Pleyel. Die stilbildende und epochale Sammlung gilt als ein Gipfelwerk seines Schaffens. Mit ihr knüpfte er an Das wohltemperierte Klavier des von ihm verehrten Johann Sebastian Bach an, der in den beiden Teilen 48 Präludien und Fugen systematisch durch alle Dur- und Molltonarten geführt hatte. Neben Bach haben auch andere Komponisten den Zyklus beeinflusst. Mit der Spannung zwischen düsterer Melancholie, poetischer Melodieseligkeit und kraftvoll aufflammender Leidenschaft dokumentiert die Sammlung die Stimmungsbreite des Chopinschen Œuvres ebenso wie dessen wegweisende Harmonik.
Obwohl Chopin gesundheitlich angeschlagen war, konnte er das Werk während seiner Zeit auf Mallorca vollenden. Mit der französischen Schriftstellerin George Sand wollte er dort dem Klatsch der Pariser Gesellschaft entkommen und das milde Klima genießen. Sand hielt ihre Eindrücke in dem Reisebericht Ein Winter auf Mallorca fest und ging in ihrer 1854/55 veröffentlichten Autobiografie Geschichte meines Lebens auch auf die Préludes ein.
Der Gewöhnliche oder Graubraune Flachstrecker (Philodromus cespitum), auch Braune Laufspinne genannt, ist eine Spinne aus der Familie der Laufspinnen (Philodromidae). Er ist holarktisch verbreitet und bewohnt als thermophile (wärmeliebende) Art bevorzugt sonnige Habitate (Lebensräume), kommt aber auch in Wäldern vor. Die Spinne ist von vergleichsweise kleiner bis mittelgroßer Länge und zeichnet sich durch ihre mehrheitlich braune Färbung aus. Wie alle Laufspinnen ist der Gewöhnliche Flachstrecker ein tagaktiver Laufjäger, der euryphag (nicht auf bestimmte Nahrung angewiesen) ist und demnach beliebige Gliederfüßer, die er zu erbeuten vermag, erlegt. Der Paarung geht eine ausgeprägte Balz voraus. Das begattete Weibchen fertigt anschließend mehrere Eikokons an. Es betreibt Brutpflege und bewacht seine Kokons bis zum Schlupf der Nachkommen. Diese wachsen selbständig über mehrere Fresshäute (Häutungsstadien) heran und erlangen die Geschlechtsreife im Folgejahr.
Hermann Emil Fischer (* 9. Oktober 1852 in Euskirchen in der Rheinprovinz; † 15. Juli 1919 in Wannsee) war ein deutscher Chemiker, der 1902 mit dem Nobelpreis für Chemie für seine Arbeiten zur Chemie der Zucker und Purine ausgezeichnet wurde. Fischer erzielte bedeutende Fortschritte in der Organischen Chemie. Indem er die Struktur verschiedener Naturstoffe aufklärte, wurde er zu einem Pionier der Biochemie. Sein wissenschaftliches Werk umfasst unter anderem die Synthese des Phenylhydrazins, welches er zur Synthese von Indol sowie zur Aufklärung der Stereochemie von Zuckermolekülen nutzte. Außerdem synthetisierte er verschiedene Stereoisomere von Zuckern. Die von ihm eingeführte Fischer-Projektion ist eine Methode zur eindeutigen Abbildung der räumlichen Struktur chiraler Zuckerverbindungen. Fischers Arbeiten trugen maßgeblich dazu bei, dass die Stereochemie als grundlegendes Konzept in die Organische Chemie Einzug hielt. Emil Fischer erforschte ferner die chemische Struktur von Harnsäure, Xanthinen und Koffein und wies nach, dass diese sich von einer stickstoffhaltigen Base mit einer bicyclischen Struktur ableiten, die er „Purin“ nannte. Als weitere Stoffklasse untersuchte er die Aminosäuren und Proteine und synthetisierte kleinere Peptide. Seine Arbeiten über Enzyme und die Verstoffwechslung von Zuckerstereoisomeren durch Hefen führten zur Formulierung des Schlüssel-Schloss-Prinzips zwischen Enzym und Substrat durch Fischer. Schließlich erforschte er die Stoffklasse der Lipide und Depside. Fischer entwickelte 1902 gemeinsam mit Josef von Mering das erste Schlafmittel aus der Gruppe der Barbiturate, die Diethyl-Barbitursäure (Veronal).
Frontispiz und Titelblatt von John Tolands antikatholischem Traktat Hypatia: Or the History of a most beautiful, most vertuous, most learned, and every way accomplish’d Lady