Aaron Siegel

Aaron Siegel (* um 1980) ist ein amerikanischer Schlagwerker und Komponist.

Leben und Wirken

Siegel studierte zunächst Jazz an der University of Michigan und spielte im dortigen University of Michigan Jazz Ensemble (Low Down 2000). Mit seinem Studienkollegen Matt Bauder arbeitete er in Ann Arbor im Trio Memorize the Sky. Ab dem Jahr 2000 lebte er in New York, wo er in der Gruppe Quartex mit Stephen Rush wirkte. Zugleich setzte er sein Studium in Komposition an der Wesleyan University fort (Master). Anthony Braxton holte ihn in sein Sextett und weitere Formationen, in denen er zwischen 2003 und 2012 weltweit tätig war. „Er könne von ihm verlangen, was er wolle, … nichts bringe [ihn] in Verlegenheit, zu allem falle ihm Bemerkenswertes ein,“ so Braxton. Siegel besteche durch „Fingerspitzengefühl, Empathie und den ökonomischen Einsatz der Mittel.“

Siegels Kompositionen wurden bei Roulette, The Chocolate Factory, im Ulrichsberger Kaleidophon, Wet Ink Musics und AugustArt aufgeführt; 2006 gründete er das Aaron Siegel Ensemble, um seine Werke aufzuführen. 2007 hatte seine Komposition Chalk Line (für Klavier, Fagott, Violine, Viola und Cello) Premiere, 2008 sein The Swan Catchers mit dem Flux String Quartet und 4 Schauspielern. Sein Chorwerk The Mysteries of Nothing wurde im Rahmen der Konzertreihe The Young People’s Chorus of New York City’s Radio Radiance aufgeführt. Auch schrieb er A Great Many für sechs Schlagwerker und Klarinette.

Seit 2011 ist Siegel einer der Leiter des Kollektivs Experiments in Opera, mit dem er zahlreiche Werke für Musiktheater aufführte. Er arbeitete mit A. M. Homes, Mallory Catlett, Tracy K. Smith, Emily Manzo, Mantra Percussion, Anthony Roth Costanzo und dem EiO Writers Room. Auch schrieb er Brother, Brother (2014), Rainbird (2025) und weitere Opern.

Diskographische Hinweise

Einzelnachweise

  1. ↑ Aaron Siegel. In: Modern Drummer. Abgerufen am 14. September 2026 (englisch).
  2. ↑ Zu hören ist Siegel auf Alben von Braxton wie Sextet (Victoriaville) 2005, Sextet (Philadelphia) 2005, Quartet (GTM) 2006, Sextet (Piacenza) 2007, 12+1tet (Victoriaville) 2007 und 3 Compositions (EEMHM) 2011.
  3. ↑ Timo Hoyer: Anthony Braxton – Creative Music. Wolke Verlag, 2021, S. 487 f.
  4. ↑ Aaron Siegel. In: freemusicarchive.org. Abgerufen am 11. September 2026 (englisch).
  5. 1 2 Aaron Siegel. In: newamrecords.org. Abgerufen am 14. September 2026 (englisch).
  6. ↑ Timo Hoyer: Anthony Braxton – Creative Music. Wolke Verlag, 2021, S. 488.
Personendaten
NAME Siegel, Aaron
KURZBESCHREIBUNG amerikanischer Schlagwerker und Opernkomponist
GEBURTSDATUM um 1980