Aholfing

Wappen Deutschlandkarte
Aholfing
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Aholfing hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 48° 57′ N, 12° 28′ OKoordinaten: 48° 57′ N, 12° 28′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Straubing-Bogen
Verwaltungs­gemeinschaft: Rain (Niederbayern)
Höhe: 324 m ü. NHN
Fläche: 21,4 km²
Einwohner: 1905 (31. Dez. 2025)
Bevölkerungsdichte: 89 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94345
Vorwahl: 09429
Kfz-Kennzeichen: SR, BOG, MAL
Gemeindeschlüssel: 09 2 78 112
Gemeindegliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Schloßplatz 2
94369 Rain
Website: www.aholfing.de
Erster Bürgermeister: Johann Busl
Lage der Gemeinde Aholfing im Landkreis Straubing-Bogen
KarteBogen (Stadt)WindbergWiesenfeldenStraßkirchenSteinach (Niederbayern)StallwangSchwarzach (Niederbayern)Sankt EnglmarSalchingRattiszellRattenberg (Niederbayern)Rain (Niederbayern)PerkamPerasdorfParkstettenOberschneidingNiederwinklingNeukirchen (Niederbayern)MitterfelsMariaposchingMallersdorf-PfaffenbergLoitzendorfLeiblfingLaberweintingKonzellKirchrothIrlbachHunderdorfHaselbach (Niederbayern)Haibach (Niederbayern)GeiselhöringFeldkirchen (Niederbayern)FalkenfelsAttingAschaAiterhofenAholfingStraubingLandkreis KelheimRegensburgLandkreis LandshutLandkreis RegenLandkreis Dingolfing-LandauLandkreis DeggendorfLandkreis ChamLandkreis ChamLandkreis Regensburg
Karte
Die Pfarrkirche St. Lucas

Aholfing ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Straubing-Bogen. Die Gemeinde ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rain. Aholfing liegt in der Region Donau-Wald.

Gemeindegliederung

Die Gemeinde hat fünf Gemeindeteile: das Pfarrdorf Aholfing als Kernort, das Pfarrdorf Niedermotzing, das Kirchdorf Obermotzing, das Dorf Puchhof und die Einöde Landstorf.

Es gibt die drei Gemarkungen Aholfing, Niedermotzing und Obermotzing.

Gemarkung Fläche in Hektar Gemeindeteile auf der Gemarkung
Aholfing 1345,13 Aholfing, Puchhof
Niedermotzing 323,17 Niedermotzing, Landstorf
Obermotzing 471,60 Obermotzing
Gemeinde Aholfing2139,90

Geschichte

Bis zur Gemeindegründung

Der um 1132 erstmals erwähnte Ortsname Aholvingin (auch Aholuingin) leitet sich von dem Personennamen Aholf und dem Eigentumssuffix -ing ab. Seit ungefähr 1298 ist die Schreibweise Aholfing bekannt. Aholfing gehörte zum Rentamt und Gericht Straubing des Kurfürstentums Bayern. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurden am 1. Januar 1975 die Gemeinden Niedermotzing und Obermotzing eingegliedert.

Einwohnerentwicklung

Im Zeitraum 1988 bis 2023 wuchs die Gemeinde von 1078 auf 1934 um 856 Einwohner bzw. um 79,41 % – der höchste prozentuale Zuwachs im Landkreis im genannten Zeitraum.

Jahr 1840187119001925193919501961197019871991
Einwohner 896100811401135107814091088113610761210
Jahr 1995200020052007200820092010201120122013
Einwohner 1410156216961755176217571757173017621784
Jahr 2014201520182019202020212022202320242025
Einwohner 1828181318281864185318891883189719031905

Politik

2013 hatte die Gemeinde Steuereinnahmen in Höhe von 1.222.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 344.000 €.

Bürgermeister

Ehrenamtlicher Erster Bürgermeister ist Johann Busl (CSU). Am 8. März 2026 wurde er für weitere sechs Jahre bestätigt. Bis April 2020 war Georg Wagner (CSU/UW/ÜWG) Erster Bürgermeister. Der bei der Bürgermeisterwahl 2020 in der Stichwahl am 29. März mit 55,11 % gewählte Michael Scheitinger (ÜWG) trat das Amt nicht an. Bei der Neuwahl am 13. September 2020 wurde Johann Busl gewählt der sein Amt tags darauf antrat.

Gemeinderat

Die Gemeinderatswahl am 15. März 2020 führte zu folgendem Ergebnis für die Zusammensetzung:

  • CSU: 5 Sitze
  • ÜWG: 7 Sitze

Der Gemeinderat besteht aus dem Ersten Bürgermeister und zwölf Mitgliedern.

Wappen

Blasonierung: „Unter rotem Schildhaupt, darin ein schmaler silberner Balken, in Silber über gesenktem blauen Wellenbalken ein rotes Schildchen mit silbernem Schrägbalken.“

Baudenkmäler

Wirtschaft

Im Jahr 2022 erzielte Aholfing Einnahmen aus der Gewerbesteuer in Höhe von 0,39 Millionen Euro. Mit einem Gewerbesteuerhebesatz von 310 % zählt die Gemeinde zu den steuerlich attraktiven Standorten Deutschlands. Aholfing ist etwa steuerlich deutlich günstiger als die Landeshauptstadt München (Gewerbesteuerhebesatz 490 %).

2013 waren 100 Personen am Arbeitsort Aholfing sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 703. 2010 bestanden 28 landwirtschaftliche Betriebe; 1831 ha wurden landwirtschaftlich genutzt, davon 1651 ha Ackerfläche.

Bildung

In der Gemeinde Aholfing gibt es eine Kindertageseinrichtung mit 92 genehmigten Plätzen. Von den dort tätigen 17 Personen wurden 2025 insgesamt 87 Kinder betreut, davon 16 unter drei Jahren.

Das Gemeindegebiet von Aholfing gehört zum Sprengel der Grundschule Rain, zu dem auch die Gemeindegebiete von Atting und Rain gehören.

Persönlichkeiten

Literatur

Commons: Aholfing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Bürgermeister. Gemeinde Aholfing, abgerufen am 25. Dezember 2020.
  3. ↑ Gemeinde Aholfing in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 3. Juli 2017.
  4. ↑ Gemeinde Aholfing, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 16. März 2021.
  5. ↑ Gemarkungs- und Gemeindeverzeichnis. Landesamt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung, 14. Juli 2020, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2021; abgerufen am 29. Januar 2021.
  6. ↑ Gemarkung Aholfing auf geolytics.de, abgerufen am 18. November 2021
  7. ↑ Gemarkung Niedermotzing auf geolytics.de, abgerufen am 18. November 2021
  8. ↑ Gemarkung Obermotzing auf geolytics.de, abgerufen am 18. November 2021
  9. ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 631 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).
  10. ↑ Liste der Ersten Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister sowie der Landrätinnen und Landräte mit Wahlergebnissen. (xlsx; 650.3 kB) In: statistik.bayern.de. Abgerufen am 29. Juli 2026 (Stand: 14.07.2026).
  11. ↑ Andrea Probst, Christian Dobmeier und Michael Scheitinger gewinnen Bürgermeister-Stichwahlen in Bogen, Mallersdorf-Pfaffenberg und Aholfing. In: landkreis-straubing-boge.de. Abgerufen am 1. August 2026.
  12. ↑ Kommunalwahlen im Landkreis-Straubing-Bogen. Landkreis Sraubing-Bogen, abgerufen am 30. Mai 2020.
  13. ↑ Bürgermeister/Oberbürgermeister in kreisangehörigen Gemeinden (Stand: 30.11.2021). 30. November 2021, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 12. November 2022; abgerufen am 13. Dezember 2021.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  14. ↑ Bekanntmachung des abschließenden Wahlergebnisses der Wahl des Gemeinderats am 15. März 2020 (PDF; 844 kB)
  15. ↑ Wappen von Aholfing in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  16. ↑ Gewerbesteuer.net: Gewerbesteuerhebesatz Aholfing - Gewerbesteuer 2024. Abgerufen am 27. November 2024.
  17. ↑ Gewerbesteuer.net: Gewerbesteuerhebesatz München (Landeshauptstadt) - Gewerbesteuer 2024. Abgerufen am 22. November 2024.
  18. ↑ Gemeinde Aholfing. In: Bayerisches Landesamt für Statistik (Hrsg.): Statistik kommunal 2025. S. 16 (bayern.de [PDF]).
  19. ↑ Standorte der Grundschulen und Grundschulsprengel. In: BayernAtlas. Abgerufen am 15. Januar 2026.