Der Ort liegt auf der rechten Seite des Flusses Maggia etwa 10 km nordwestlich von Locarno (Luftlinie) auf einer Höhe von 341m ü.M. und ist heute Teil der am 4.April 2004 gegründeten Gemeinde Maggia.
Geschichte
Zum Dorf gehören die Weiler «Terra di Fuori» und «Ronchini». Erstmals erwähnt 1276 als Urigeno. Im Ortsteil Ronchini auf der linken Seite des Flusses Maggia stehen viele Häuser aus dem 17.und 18.Jahrhundert. Zu sehen sind mehrere Zeugnisse der ländlichen Kultur.
Anfang des 15. Jahrhunderts nahm Aurigeno lebhaften Anteil an den Kämpfen, die das Maggiatal zerrissen; am 20. November 1404 wurde dann zwischen Aurigeno und den Gemeinden des Tals sowie Cevio und Bosco/Gurin ein Friedensvertrag unterzeichnet. Unter der schweizerischen Herrschaft (seit 1503) bezeichnete Aurigeno den Kanzler der Vogtei, wenn der Kanton Nidwalden den Vogt stellte; es sandte drei Abgeordnete in den Rat des untern Tals und ernannte der Reihe nach einen der sieben Richter, conjudices, die von den Gemeinden gewählt und damit beauftragt wurden, den Vogt in der Handhabung des Rechts zu unterstützen.
Aurigeno ist aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.
Bevölkerung
Aurigeno: Einwohnerzahlen von 1683 bis 2003
Jahr
Einwohner
1683
340
1769
322
1799
318
1808
230
1824
262
1836
286
1850
297
1860
294
1870
262
1880
224
1888
219
1900
219
1910
211
1920
212
1930
172
1941
171
1960
172
1970
127
1980
201
1990
316
2000
372
2003
384
Quelle(n): Bundesamt für Statistik
Die Entwicklung ab 1970 ist auf die Nähe der Agglomeration Locarno zurückzuführen.
Giovanni Calzoni (* 1697 in Aurigeno; † nach 1727 ebenda), Priester und Theologe. Pfarrer von Aurigeno, 1727 Definitor der ersten der drei Kongregationen, in die das Vallemaggia früher geteilt war
↑Aurigeno (Maggia).In:ISOS - Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung.Bundesamt für Kultur BAK,2004,abgerufen am 10.Februar 2025(italienisch).