
Die Branai Castriota oder Granai Castriota (albanisch Wranan Kastrioti), stammen von Branai oder Brana (italienisch Bernardo; † 1505), dem Sohn von Vrana Konti, ab. Die teilweise Namensgleichheit mit der Familie Kastrioti (ital. Castriota) hat die Historiker oft in die Irre geführt; in Wirklichkeit ist eine Verwandtschaft zwischen den beiden Familien nie erwähnt worden. In jedem Fall ist es offensichtlich, dass die Branai Castriota bewusst oder unbewusst auf das Missverständnis in einem sozialen Umfeld anspielten, in dem die Antike und der Ruhm der Abstammung für die soziale Bestätigung einer Familie sehr wichtig waren; sie wurden als Nachkommen oder Verwandte eines angesehenen Helden (Georg Kastrioti, bekannt als Skanderbeg) akzeptiert, der im kollektiven Gedächtnis zu Unrecht als Herrscher angesehen wurde, und stiegen so mehr als eine Sprosse auf der sozialen Leiter.
Die Söhne von Vrana Konti, Branai, Giovanni und Stanisha, kamen 1468 mit Andronika, der Witwe von Skanderbeg, nach Italien.



„HIC AB ORIENTE DESCENDENS
SCANDERBECH EX PRINCIPIBUS
BRUNTUNII MARCHIONIBUSQ. [UE] CASTILIONIS
IN LYCIEN
PERPETUO SOPORE DORMIT
VIRTUTE PRAEDITUS CHARITATE ORNATUS
MORIBUSQ. HONESTUS
REGŸ CASTRI FIDELISSIMAE CIVITATIS BARULI PRAESES
ET GUBERNATOR MILITARIS
AETATIS SUAE ANNORUM SEPTUAGINTA TRIUM
IOANNES CASTRIOTA SEPULTUS IACET
ANNO D.NI [DOMINI] MDCCLXII. [1762]
Hier schläft in ewigem Schlaf, aus dem Osten kommend, [ein] Nachkomme Skanderbeg[s][sic!] [aus der Familie] der Fürsten von Bruntunium [sic! Marchesi di Botrugno] und der Markgrafen [sic! Barone] von Castiglione [d’Otranto] im Gebiet von Lecce. Ausgezeichnet an Tapferkeit, geschmückt mit Erbarmen und ehrenhaft in seinen Sitten, der königlichen Burg in der allergetreuesten Stadt Barletta Vorstand und Militärgouverneur, seines Alters 73 Jahre liegt Johannes Castriota hier begraben. Im Jahre des Herrn 1762.“