Erste Siedlungsspuren lassen sich auf das 8. Jahrhundert datieren. In der Altstadt, zwischen der Porta Grande und der Chiesa Madre, wurde ein kleines archäologisches Gräberfeld mit Artefakten, die bis in die Eisenzeit zurückreichen, freigelegt. Im römischen Zeitalter führte auch die Via Appia Antica durch Mesagne, deren Verlauf heute die Schnellstraße SS 7 von Brindisi nach Tarent nachzeichnet. Im frühen 15. Jahrhundert erweiterte vor allem Giovanni Antonio Orsini del Balzo das normannisch-staufische Kastell aus dem 11. Jahrhundert zum stattlichen Schloss Castello di Mesagne (Castello Normanno Svevo); 1195 wurde der Deutschen Orden Eigentümer. Die Burg von Mesagne und der Turm stammen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. In den 1970er Jahren kaufte die Gemeinde das Schloss und baute es zu einem Museum aus.
Bevölkerungsentwicklung
Mesagne zählt 10.129 Privathaushalte. Zwischen 1991 und 2001 fiel die Einwohnerzahl von 30.267 auf 27.587. Dies entspricht einem prozentualen Rückgang von 8,9%.
Das Museo civico archeologico Ugo Granfei im Castello Mesagne.
Wirtschaft, Verkehr, Bildung
Mesagne ist die fünftgrößte Stadt der Provinz. Die wichtigsten Wirtschaftszweige sind der Tourismus und der Anbau von Oliven und Weintrauben.
Die Stadt liegt ca. 15 Kilometer von Brindisi entfernt. Der Bahnhof Mesagne liegt an der Bahnstrecke Taranto–Brindisi.
Die Università del Salento, die ihre Hauptsitze in Lecce hat, betreibt einen Studiencampus der Fakultät für Biologie und Umweltwissenschaften mit den Studienprogrammen Biotechnologie, Umweltwissenschaften, Bewegungswissenschaften und Krankenpflege. in Mesagne.
Sehenswürdigkeiten (Auswahl)
Altstadt von Mesagne aus der Renaissance- und Barockzeit
Stadttore und Stadtmauer, insbesondere
Porta Grande (auch Porta Boreale oder Porta di Napoli) aus dem 15. Jahrhundert
Porta Nuova (auch Porta Borghese) aus dem 17. Jahrhundert
Burg von Mesagne (Castello Normanno Svevo / Castello di Mesagne) aus dem 11. Jahrhundert.
Archäologisches Stadtmuseum Ugo Granafei (MATER Museo dell Territorio «Ugo Granafei»)
Museum für sakrale Kunst (Museo dei Arte Sacra «Cavaliere – Argentiero»)
Piazzetta dei Caniglia und Via Azzolino
Kirche Sant'Anna (Chiesa di Sant’Anna) aus dem 17. Jahrhundert