| TI ist das Kürzel für den Kanton Tessin in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Castro zu vermeiden. |
| Castro | ||
|---|---|---|
| Staat: | ||
| Kanton: | ||
| Bezirk: | Bezirk Blenio | |
| Gemeinde: | Acquarossa | |
| Postleitzahl: | 6723 | |
| Koordinaten: | 714342 / 147819 | |
| Höhe: | 651 m ü. M. | |
| Höhenbereich: | 549–2584 m ü. M. | |
| Fläche: | 3,00 km² | |
| Einwohner: | 79 (31. Dezember 2003) | |
| Einwohnerdichte: | 26 Einw. pro km² | |
| Website: | www.acquarossa.ch | |
Castro, Blick nach Norden | ||
| Karte | ||
Castro (lombardisch Castra ) ist eine Fraktion der Gemeinde Acquarossa im Schweizer Kanton Tessin. Bis 2004 bildete sie eine eigenständige politische Gemeinde.
Castro liegt auf einer Terrasse am rechten Abhang des Bleniotals am rechten Ufer des Brenno, 14 km nordwestlich von Biasca.


1200 wird der Ort erstmals in der Phrase concilium de Castri erwähnt. Damals sowie 1253 ist auch von einer Burg die Rede, die möglicherweise langobardischen Ursprungs ist und dem Ort den Namen gegeben hat. Ein Kastell, das möglicherweise langobardischen Ursprungs ist und dem Ort den Namen gegeben hat, wird 1214 und 1253 erwähnt. Im Mittelalter bildete Castro zusammen mit Marolta und Ponto Valentino eine einzige Körperschaft, die consiglio genannt wurde. Deren Güter wurden 1895 auf die drei politischen Gemeinden aufgeteilt. Die 1205 erwähnte Kirche San Giorgio wurde 1867–1868 abgerissen und neu aufgebaut. Bis 1909 umfasste die Pfarrei Castro auch Teile der Gemeinde Marolta; einige Familien dieser Gemeinde gehörten kirchlich zu Ponto Valentino.
Die Abwanderung – bis zum 19. Jahrhundert nach Italien, im 19. und 20. Jahrhundert nach Frankreich, Belgien, England und in die übrige Schweiz – führte ab der Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem stetigen Rückgang und, gegen Ende des 20. Jahrhunderts, auch zu einer Überalterung der Bevölkerung. Ab den 1970er Jahren nahm der Anteil an Zweit- und Ferienwohnungen stark zu. Die Zahl der Einwohner, die in der Landwirtschaft und in der Viehzucht tätig waren, verringerte sich beträchtlich.
Auf den 4. April 2004 fusionierte Castro mit Corzoneso, Dongio, Largario, Leontica, Lottigna, Marolta, Ponto Valentino und Prugiasco zur neu gebildeten Gemeinde Acquarossa. Castro bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.
Angaben Jahre 1600/1683/1719 und 1769 inkl. Marolta
Castro liegt an der Strasse Acquarossa–Ponto Valentino–Aquila, die in Acquarossa und Aquila von der Lukmanierpassstrasse abzweigt. Im öffentlichen Verkehr wird Castro von der Buslinie 62.134 Acquarossa–Ponto Valentino der Autolinee Bleniesi erschlossen.