Largario

Largario
Wappen von Largario
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Tessin Tessin (TI)
Bezirk: Bezirk Bleniow
Kreis: Kreis Acquarossa
Gemeinde: Acquarossai2
Postleitzahl: 6724
frühere BFS-Nr.: 5037
Koordinaten: 715378 / 150269Koordinaten: 46° 29′ 38″ N, 8° 56′ 30″ O; CH1903: 715378 / 150269
Höhe: 847 m ü. M.
Höhenbereich: 627–1144 m ü. M.
Fläche: 1,25 km²
Einwohner: 27 (31. Dezember 2003)
Einwohnerdichte: 22 Einw. pro km²
Website: www.acquarossa.ch
Largario
Largario
Karte
Largario (Schweiz)
Largario (Schweiz)
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Gemeindestand vor der Fusion am 4. April 2004
Largario

Largario (lombardisch Larzei [larˈdzei]) ist eine Fraktion der politischen Gemeinde Acquarossa im Schweizer Kanton Tessin. Sie bildete bis 2004 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Luftbild von Werner Friedli (1953)

Das Dorf liegt am rechten Ufer des Brenno und am Fuss der Punta di Larescia (2272 m ü. M.), 20 km nördlich von Biasca.

Geschichte

Eine erste urkundliche Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1207 als de Largario. Der Ortsname ist eine Ableitung von lateinisch larix ‚Lerche‘.

Im 12. Jahrhundert gehörte sie zur Nachbarschaft (vicinanza generale) von Olivone, Campo und Largario, die noch heute eine einzige Bürgergemeinde bilden. Largario wurde wahrscheinlich um 1300 zur selbstständigen Pfarrei. Die 1283 erwähnte Kirche Santi Pietro e Paolo wurde 1765–1767 umgebaut.

Binnen- und Auswanderung führten im 19. und 20. Jahrhundert zu einem beträchtlichen Bevölkerungsrückgang. Um 2000 war die Hälfte der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft tätig, die Hälfte arbeitete ausserhalb Largarios. Von 1969 bis zur Eingemeindung war ein vom Staatsrat ernannter geschäftsführender Gemeindesekretär für die Gemeindeverwaltung verantwortlich. Im Jahr 2000 wurde die Bürgergemeinde von Olivone, Campo und Largario für ihren Einsatz bei der Waldpflege mit dem Binding-Preis geehrt.

Auf den 4. April 2004 schloss sich Largario mit Castro, Corzoneso, Dongio, Leontica, Lottigna, Marolta, Ponto Valentino und Prugiasco zur neu gebildeten Gemeinde Acquarossa zusammen. Die bisherige Ortsbürgergemeinde Olivone, Campo und Largario blieb auch nach der Fusion der Einwohnergemeinden bestehen.

Bevölkerung


 Bevölkerungsentwicklung Largario 
EinwohnerJahr10203040506070801600179918501888193019702003Largario
Bundesamt für Statistik

1980 war Largario einwohnermässig die kleinste Gemeinde der Schweiz, 1990 die kleinste Gemeinde im Kanton Tessin.

Verkehr

Leontica liegt an der Strasse Corzoneso–Acquarossa, die in Corzoneso und Acquarossa von der Lukmanierpassstrasse abzweigt. Im öffentlichen Verkehr wird Leontica von der Buslinie 62.133 Acquarossa–Leontica der Autolinee Bleniesi erschlossen.

Sehenswürdigkeiten

Das Dorfbild ist im Inventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) als schützenswertes Ortsbild der Schweiz von nationaler Bedeutung eingestuft.

Literatur

Commons: Largario – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 Lexikon der schweizerischen Gemeindenamen. Hrsg. vom Centre de Dialectologie an der Universität Neuenburg unter der Leitung von Andres Kristol. Frauenfeld/Lausanne 2005, S. 508.
  2. 1 2 3 Sonia Fiorini: Largario. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
    Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht.
  3. ↑ Patriziato generale di Olivone, Campo e Largerio. In: www4.ti.ch/fileadmin/DI/DI_DI/SEL/Patriziati. Abgerufen am 29. Juli 2024 (italienisch; mit Landkarte).
  4. ↑ Martin Schuler: Cantone Ticino – L’effettivo della popolazione a livello locale prima del 1850. (CSV; 34 KB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 16. Juni 2023, abgerufen am 6. Mai 2026.
  5. ↑ Daten der Eidgenössischen Volkszählungen ab 1850 nach Gemeinden. (XLSX; 10 MB) Bundesamt für Statistik, Neuchâtel, 12. Juli 2024, abgerufen am 6. Mai 2026 (Öffnung in Excel nur über „Anhang/Excel-Datensatz“ möglich).
  6. ↑ Offizielles Kursbuch, Fahrplanjahr 2025. In: öv-info.ch
  7. ↑ Largario (Acquarossa). In: Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung ISOS. Bundesamt für Kultur BAK, 2008, abgerufen am 14. April 2025 (italienisch).
  8. 1 2 Simona Martinoli und andere: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, ISBN 978-88-7713-482-0, S. 104–105.