| Prugiasco | ||
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| Staat: | ||
| Kanton: | ||
| Bezirk: | Bezirk Blenio | |
| Kreis: | Kreis Acquarossa | |
| Gemeinde: | Acquarossa | |
| Postleitzahl: | 6723 | |
| frühere BFS-Nr.: | 5045 | |
| Koordinaten: | 714706 / 146585 | |
| Höhe: | 614 m ü. M. | |
| Höhenbereich: | 538–2298 m ü. M. | |
| Fläche: | 6,00 km² | |
| Einwohner: | 156 (2003) | |
| Einwohnerdichte: | 26 Einw. pro km² | |
| Website: | www.acquarossa.ch | |
| Karte | ||
Prugiasco (lombardisch ) ist eine Ortschaft in der 2004 gebildeten politischen Gemeinde Acquarossa im Schweizer Kanton Tessin. Zuvor bildete sie eine eigenständige Gemeinde.
Das Dorf liegt auf 614 m ü. M. im mittleren Bleniotal, am rechten Ufer des Flusses Brenno und am Südostfuss des Pizzo Molare; 16 Kilometer nördlich von Biasca.




Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1209 als Puliçasco, dann 1409 als Pruxiascho. Im Namen steckt womöglich ein lateinischer oder eher keltischer Personenname, derjenige des einstigen Besitzers der Gegend.
Obwohl geografisch Teil des Bleniotals, gehörte Prugiasco vom Mittelalter bis 1803 als Degagna der Nachbarschaft Chiggiogna zur Leventina. Als die Leventina 1440–1441 vom Herzog von Mailand an Uri verpfändet und 1478 endgültig abgetreten wurde, gelangte Prugiasco ebenfalls an Uri. 1798 kam es zum neu gebildeten Kanton Bellinzona, 1803 zum neuen Kanton Tessin.
Der Auskauf der Rechte von der Kirche San Pietro in Biasca erfolgte 1655. Die 1224 erwähnte Kirche Sant'Ambrogio vecchio in Negrentino, heute San Carlo, ist eines der bedeutendsten Beispiele romanisch-lombardischer Architektur in der Schweiz. Sie war wahrscheinlich ab dem 14. Jahrhundert Pfarrkirche, wurde aber im 18. Jahrhundert von Sant'Ambrogio in Prugiasco abgelöst.
Im Gebiet des Monte Nara entstanden in den 1970er Jahren Ferienwohnungen. Über ein Drittel der Arbeitsplätze in Prugiasco stammte 2000 aus dem ersten und ein Fünftel aus dem zweiten Sektor; zwei Drittel der Erwerbstätigen waren Wegpendler.
Am 4. April 2004 fusionierte Prugiasco zusammen mit Castro, Corzoneso, Dongio, Largario, Leontica, Lottigna, Marolta und Ponto Valentino zur neuen Gemeinde Acquarossa. Prugiasco bildet aber nach wie vor eine eigenständige Bürgergemeinde.
Prugiasco liegt an der Strasse Acquarossa–Ponto Valentino–Aquila, die in Acquarossa und Aquila von der Lukmanierpassstrasse abzweigt. Im öffentlichen Verkehr wird Prugiasco von der Buslinie 62.134 Acquarossa–Ponto Valentino der Autolinee Bleniesi erschlossen.