Gedichte
Band 1
Walther von der Vogelweide bis Friedrich Gottlieb Klopstock
Das Wessobrunner Schöpfungsgedicht und Gebet (Anfang 9. Jh.)
- Dat gafregin ih mit firahim
Das Hildebrandslied (etwa 830/40)
- Ik gehorta dat seggen
Merseburger Zaubersprüche (2. Drittel 10. Jh.)
- Erster Merseburger Zauberspruch (Eiris sazun idisi)
- Zweiter Merseburger Zauberspruch (Phol ende Wuodan)
Lorscher Bienensegen (10. Jh.)
- Kirst, imbi ist hucze
Rätsel (11. Jh.)
- Schnee und Sonne (Flog Vogel federlos)
- Eis, Sonne, Wind (Es geht eine Brücke über den Bach)
Dietmar von Aist (1139–1171)
- Ez stuont ein frouwe alleine
- Slâfest du, friedel ziere
Der von Kürenberg (um 1150/70)
- Ich zôch mir einen valken
- Ich stuont mir nehtint spâte
Der Burggraf von Rietenburg (1150/70)
- Sît si wil, daz ich von ir scheide
Friedrich von Hausen (um 1150–1190)
- Mîn herze und mîn lîp die wellent scheiden
- In mînem troume ich sach
Unbekannter Dichter (um 1300)
- Mir hât ein ritter
Unbekannter Dichter (um 1300)
- Mich dunket niht sô guotes
Kaiser Heinrich (1165–1197)
- Ich grüeze mit gesange die süezen
- Wol hôher danne rîche
Hartmann von Aue (um 1165–1215)
- Swelh frowe sendet ir lieben man
- Maniger grüezet mich alsô
- Ich var mit iuweren hulden
Heinrich von Veldeke (um 1170/1190)
- Swer mir schade an mîner frouwen
- Tristan muose sunder sînen danc
- Die dâ wellen hœren mînen sanc
Unbekannter Dichter (um 1180)
- Du bist mîn, ich bin dîn
Albrecht von Johansdorf (um 1180–1206)
- Diu êrste liebe, der ich ie began
- Wie sich minne hebt, daz weiz ich wol
Heinrich von Morungen (um 1200)
- Frowe, mîne swære sich
- Ich hôrte ûf der heide
- Uns ist zergangen
- Ich bin keiser âne krône
- Owê, sol aber mir iemer mê
Reinmar (um 1200)
- Ich wil allez gâhen
- Nieman sender suoche
Walther von der Vogelweide (um 1170–1230)
- Under der linden
- Sô die bluomen ûz dem grase dringent
- Herzeliebez vrowelîn
- Muget ir schouwen, waz dem meien
- Si wunder wol gemachet wîp
- Ir sult sprechen ›willekomen‹
- In einem zwîvellîchen wân
- Saget mir ieman, waz ist minne
- Nemet, frowe, disen kranz
- Müeste ich noch geleben
- Owê, daz wîsheit unde jugent
- Ich saz ûf eime steine
- Ahî, wie kristenlîche nu der bâbest lachet
- Sagent an, hêr Stoc
- Ich hân mîn lêhen
- Owê war sint verswunden
Wolfram von Eschenbach (um 1170 bis nach 1217)
- Den morgenblic bî wahtæres sange erkôs
- Sîne klâwen
- Ein wîp mac wol erlouben mir
- Der helden minne ir klage
- Von der zinnen
- Ursprinc bluomen
Neidhart von Reuental (um 1190 bis um 1245)
- Nu ist der kleinen vogelîne singen
Mechthild von Magdeburg (um 1210 bis um 1283)
- Die wo/estin hat zwo/elf ding (Du solt minnen das niht)
Carmina Burana (vor 1250)
- Swaz hie gat umbe
- Chume, chume, geselle min
- Ich was ein chint so wolgetan
Süßkind von Trimberg (um 1280)
- Wa-hêb-vf und nicht-en-vind
Heinrich Hetzbolt von Wissense (1312–1345)
- Wol mich der stunde
Oswald von Wolkenstein (um 1377–1445)
- Frölich, zärtlich, lieplich
- Ain graserin
- Wach auff, mein hort!
Lochamer Liederbuch (14./15. Jh.)
- All mein gedencken
Unbekannter Dichter (1460/80)
- Es ist ein schne gefallen
Unbekannter Dichter (15./16. Jh.)
- Mühlrad (Dört hoch auf jenem berge)
Martin Luther (1483–1546)
- Der 130. Psalm: De profundis clamavi (Aus tiefer Not schrei ich zu dir)
- Der Lobgesang (Mitten wir im Leben sind)
- Der 46. Psalm: Deus noster refugium et virtus (Eine feste Burg ist unser Gott)
- Da pacem domine (Verleih uns Frieden gnädiglich)
- Ein Kinderlied auf die Weihnacht Christi (Vom Himmel hoch, da komm ich her)
- Ein Lied von der Heiligen Christlichen Kirche (Sie ist mir lieb, die werte Magd)
Ulrich von Hutten (1488–1523)
- Ain new Lied herr Vlrichs von Hutten (Ich habs gewagt mit sinnen)
Hans Sachs (1494–1576)
- Die Gefangenen klagen (Herre Gott, laß dich erbarmen)
- Das Schlaueraffenland (Eine Gegend heißt Schlaueraffenland)
- Ein Tischzucht (Ho/er, Mensch! wenn du zu Tisch willt gahn)
Nicolaus Herman (1480–1561)
- Der morgen segen (Die helle Sonn leucht jtzt herfür)
Unbekannter Dichter (um 1530)
- Vogelhochzeit (Es wolt ein Rayger fischen)
Unbekannter Dichter (1593)
- Innsbruck ich muß dich lassen
Unbekannter Dichter (1555)
- Ein schön Geistlich Lied (O Welt ich muß dich lassen)
Georg Rodolf Weckherlin (1584–1653)
- An das Teutschland (Zerbrich das schwere Joch)
- Die lieb ist leben vnd tod (Das leben, so ich führ)
Martin Rinckart (1586–1649)
- Nun danket alle Gott
Friedrich Spee von Langenfeld (1591–1653)
- Ein kurzer poetisch Christgesang vom Ochs und Eselein bei der Krippen
- (Der Wind auf leeren Straßen)
- Zu Bethlehem geboren
Martin Opitz (1597–1639)
- Jetzund ko/empt die Nacht herbey
- Ach liebste laß uns eilen
- Schönheit dieser Welt vergehet
Unbekannter Dichter (um 1587)
- Es ist ein röeß endsprungen
Hainhofers Lautenbücher (1603)
- Mit Lieb bin ich umfangen
Daniel Czepko (um 1605–1660)
- Angst und Hohn der Liebe Lohn (Nihm die Rose von den Dörnern)
- Wo Freyheit ist und Recht
Friedrich von Logau (1605–1655)
- Deß Menschen Alter (Ein Kind vergist sich selbst)
- Der May (Einmal nur ist May im Jahr)
- Sich selbst besiegen (Sich selbselbsten überwinden)
- Frage (Wie wilstu weisse Lilien)
Simon Dach (1605–1659)
- Ännchen von Tharau
- Willst du dein Herz mir schenken
Johannes Rist (1607–1667)
- Betrachtung der Ewigkeit (O Ewigkeit, du Donnerwort)
Paul Gerhardt (1607–1676)
- Danklied für die Verkündigung des Friedens (Gott Lob! Nun ist erschollen)
- Abendlied (Nun ruhen alle Wälder)
- Sommergesang (Geh aus, mein Herz)
- An das Angesicht [des Herrn Jesu] (O Haupt voll Blut und Wunden)
Georg Philipp Harsdörffer (1607–1658)
- Das Leben des Menschen (Das Leben ist Ein Laub)
Paul Fleming (1609–1640)
- Gedancken u/eber der Zeit (Ihr lebet in der Zeit)
- Auff ihr Abwesen (Ich irrte hin und her)
- Auff die Italia/enische Weise: O fronte serena (O Liebliche Wangen)
- Wie Er wolle geku/esset sein (Nirgends hin als auff den Mund)
- An Elsabe (Es ist u/emmsonst das klagen)
- Er beklagt die Enderung und Furchtsamkeit itziger Deutschen (Itzt fällt man ins Konfect)
- An sich (Sey dennoch unverzagt)
- Zur Zeit seiner Verstossung (Ein Kauffmann, der sein Gut)
- An die Nacht, als er bei ihr wachete (Wie aber eilst du so)
Andreas Gryphius (1616–1664)
- Es ist alles Eitel (Dv sihst wohin du sihst)
- Menschliches Elende (Was sind wir Menschen doch)
- Thra/enen des Vaterlandes. Anno 1636 (Wir sind doch nunmehr gantz)
- An die Sternen (Ihr Lichter die ich nicht auff Erden)
- Ebenbild unsers Lebens. Auff das gewo/ehnliche Ko/enigs-Spiel
- (Der Mensch das Spil der Zeit)
- Thra/enen in schwerer Kranckheit. A. MDCXL. (Mir ist ich weiß nicht wie)
- An sich selbst (Mir grauet vor mir selbst)
- Abend (Der schnelle Tag ist hin)
- Vanitas! Vanitatum Vanitas! (Die Herrlikeit der Erden)
- Verleugnung der Welt (Was frag ich nach der Welt)
- Betrachtung der Zeit (Mein sind die Jahre nicht)
- Thra/enen in schwerer Kranckheit (Ich bin nicht der ich war)
Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau (1616–1679)
- Vergänglichkeit der Schönheit (Es wird der bleiche tod)
- Albanie, gebrauche deiner Zeit
- Auff den mund (Mund! der die seelen)
- Beschreibung vollkommener Schönheit (Ein haar so kühnlich)
- Schertz-Lied (Als die Venus neulich sasse)
- Verliebte Aue (Wo sind die Stunden)
- Die Wollust (Die Wollust bleibet doch)
- Die Welt (Was ist die Welt)
- Die Weltlust (Was ist die Lust der Welt?)
- Der Todt (Was ist der Tod der Frommen?)
Sibylla Schwarz (1621–1638)
- Liebe schont der Go/etter nicht
- Mein Alles ist dahin
Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen (1621/22–1676)
- Komm Trost der Nacht
Catharina Regina von Greiffenberg (1633–1694)
- Über das Unaussprechliche Heilige Geistes-Eingeben (Du ungeseh’ner Blitz)
Anton Ulrich von Braunschweig (1633–1714)
- Sterbe-Lied (Es ist genug!)
Daniel Caspar von Lohenstein (1635–1683)
- Umschrift eines Sarges (Irdisches und sterblich Volk)
Christian Knorr von Rosenroth (1636–1689)
- Morgenandacht (Morgenglanz der Ewigkeit)
Abraham a Sancta Clara (1644–1709)
- Der Mensch ist ein Schaum
Barthold Hinrich Brockes (1680–1747)
- Der gestirnte Baum (Die Zweige, welche sonst)
- Kirschblüte bei der Nacht (Ich sahe mit betrachtendem Gemüte)
Johann Christian Günther (1695–1723)
- Abschieds-Aria (Schweig du doch nur)
- Als er das, was er liebte entbehren muste (Etwas lieben und entbehren)
- Als er der Phyllis einen Ring mit einem Todten-Kopffe u/eberreichte
- (Erschrick nicht vor dem Liebes-Zeichen)
- Als er sich u/eber seinen unglu/eckseligen Zustand beklagete (Alles eilt zum Untergange)
- Als Leonore die Unterredung eiligst unterbrechen muste (Nach vieler Mu/eh und Zeit)
- An Leonoren (Gedenck an mich, und sey zufrieden)
- An Leonoren (Mein Kummer weint allein um dich)
- An seine Scho/ene (Mein Herz, was fangen wir noch miteinander an?)
- An seine Scho/ene (So wenig eine junge Rebe)
- An seine Magdalis (Das Glu/ecke muß fu/erwahr)
- Studenten-Lied (Bru/eder! laßt uns lustig seyn)
- Trost-Aria (Endlich bleibt nicht ewig aus)
Unbekannter Dichter (1717)
- Prinz Eugenius vor Belgrad (Prinz Eigenius, der edle Ritter)
Friedrich von Hagedorn (1708–1754)
- An eine Schläferinn (Erwache, schöne Schläferinn)
- Die erste Liebe (O wie viel Leben, wie viel Zeit)
- Der Morgen (Uns lockt die Morgenröthe)
Albrecht von Haller (1708–1777)
- Morgen-Gedanken (Der Mond verbirget sich)
Christian Fürchtegott Gellert (1715–1769)
- Der Blinde und der Lahme (Von ungefähr muß einen Blinden)
Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719–1803)
- Letztes Gespräch (Engel des Todes, du kommst)
Anna Louisa Karsch (1722–1791)
- An den Domherrn von Rochow (Kenner von dem saphischen Gesange)
Friedrich Gottlieb Klopstock (1724–1803)
- Der Zürchersee (Schön ist, Mutter Natur)
- An Sie (Zeit, Verkündigerin der besten Freuden)
- Das Rosenband (Im Frühlingsschatten fand ich Sie)
- Die Sommernacht (Wenn die Schimmer von dem Monde)
- Die frühen Gräber (Willkommen, o silberner Mond)
- Unsre Sprache (Daß keine, welche lebt)
- Das Wiedersehn (Der Weltraum fernt mich)
Band 2
Gotthold Ephraim Lessing bis Friedrich Schiller
Gotthold Ephraim Lessing (1729–1781)
- Der Verlust (Alles ging für mich verloren)
- Die Sinngedichte an den Leser (Wer wird nicht einen Klopstock loben)
- Grabschrift auf Voltairen (Hier liegt – wenn man)
- Lied aus dem Spanischen (Gestern liebt ich)
Christian Friedrich Daniel Schubart (1739–1791)
- Die Forelle (In einem Bächlein helle)
Matthias Claudius (1740–1815)
- Ein Wiegenlied bei Mondschein zu singen (So schlafe nun du Kleine)
- Der Tod und das Mädchen (Vorüber! Ach Vorüber)
- Abendlied (Der Mond ist aufgegangen)
- Kriegslied (’s ist Krieg! ’s ist Krieg!)
- Der Mensch (Empfangen und genähret)
- Der Tod (Ach, es ist so dunkel)
- Die Liebe (Die Liebe hemmet nichts)
- Ein Lied hinterm Ofen zu singen (Der Winter ist ein rechter Mann)
Johann Gottfried Herder (1744–1803)
- Erlkönigs Tochter (Herr Oluf reitet spät und weit)
- Edward (Dein Schwert, wie ists von Blut so rot)
Gottfried August Bürger (1747–1794)
- Lenore (Lenore fuhr um’s Morgenrot)
- Der Bauer an seinen Fürsten (Wer bist du, Fürst?)
- Trost (Wann dich die Lästerzunge sticht)
- Mittel gegen den Hochmut der Großen (Viel Klagen hör’ ich)
Leopold Friedrich Günther von Goeckingk (1748–1828)
- Als der erste Schnee fiel (Gleich einem König)
Ludwig Christoph Heinrich Hölty (1748–1776)
- Vermächtnis (Ihr Freunde, hänget, wann ich gestorben bin)
- Totengräberlied (Grabe, Spaden, grabe)
Johann Wolfgang Goethe (1749–1832)
- An den Mond (Füllest wieder Busch und Tal)
- Wandrers Sturmlied (Wen du nicht verlässest Genius)
- Rezensent (Da hatt ich einen Kerl zu Gast)
- An Schwager Kronos (Spute dich Kronos)
- Prometheus (Bedecke deinen Himmel Zeus)
- Ganymed (Wie im Morgenrot)
- Vor Gericht (Von wem ich’s habe das sag ich euch nicht)
- Wandrers Nachtlied (Der du von dem Himmel bist)
- Nachtgedanken (Euch bedaur ich unglückselge Sterne)
- Woher sind wir geboren
- Alles gaben Götter die unendlichen
- Heidenröslein (Sah ein Knab’)
- An die Entfernte (So hab’ ich wirklich dich)
- Neue Liebe neues Leben (Herz, mein Herz, was soll das geben?)
- Mit einem gemalten Band (Kleine Blumen, kleine Blätter)
- Rastlose Liebe (Dem Schnee, dem Regen)
- Herbstgefühl (Fetter grüne, du Laub’)
- Der Fischer (Das Wasser rauscht’, das Wasser schwoll)
- Erlkönig (Wer reitet so spät)
- Mahomets Gesang (Seht den Felsenquell)
- Mailied (Wie herrlich leuchtet)
- Harzreise im Winter (Dem Geier gleich)
- Seefahrt (Lange Tag’ und Nächte stand)
- Grenzen der Menschheit (Wenn der uralte, Heilige Vater)
- Das Göttliche (Edel sei der Mensch)
- Feiger Gedanken Bängliches Schwanken
- Römische Elegie 5 (6) (Froh empfind’ ich mich nun)
- Nähe des Geliebten (Ich denke dein)
- Meeres Stille (Tiefe Stille herrscht im Wasser)
- Glückliche Fahrt (Die Nebel zerreißen)
- Das Veilchen (Ein Veilchen auf der Wiese stand)
- Der König in Thule (Es war ein König in Thule)
- Der Schatzgräber (Arm an Beutel, krank am Herzen)
- Der Zauberlehrling (Hat der alte Hexenmeister)
- Der Gott und die Bajadere (Mahadöh, der Herr der Erde)
- Gefunden (Ich ging im Walde)
- Willkommen und Abschied (Es schlug mein Herz)
- Nachtgesang (O! gib, vom weichen Pfühle)
- Ein Gleiches (Über allen Gipfeln)
- Dauer im Wechsel (Hielte diesen frühen Segen)
- Der Sänger (Was hör’ ich draußen)
- Gesang der Geister über den Wassern (Des Menschen Seele)
- Kennst du das Land? [Mignon]
- Nur wer die Sehnsucht kennt [Mignon]
- Wer nie sein Brod mit Tränen aß [Harfenspieler]
- Philine (Singet nicht in Trauertönen)
- An Werther (Noch einmal wagst du)
- Elegie (Was soll ich nun vom Wiedersehen hoffen)
- Urworte. Orphisch (Wie an dem Tag, der dich)
- Ein alter Mann ist stets ein König Lear!
- Die Liebende schreibt (Ein Blick von deinen Augen)
- Die Liebende abermals (Warum ich wieder zum Papier)
- Das Beste (Wenn dir’s in Kopf und Herzen schwirrt)
- An Madame Marie Szymanowska (Die Leidenschaft bringt Leiden!)
- Bei Betrachtung von Schillers Schädel (Im ernsten Beinhaus war’s)
- Dämmrung senkte sich von oben
- Der Bräutigam (Um Mitternacht, ich schlief)
- Natur und Kunst sie scheinen sich zu fliehen
- Freudvoll und leidvoll
- Talismane (Gottes ist der Orient!)
- Selige Sehnsucht (Sagt es niemand, nur den Weisen)
- Lesebuch (Wunderlichstes Buch der Bücher)
- Gingo biloba (Dieses Baum’s Blatt)
- Hatem (Locken! haltet mich gefangen)
- An vollen Büschelzweigen In tausend Formen magst du dich verstecken
- Zum Sehen geboren, Zum Schauen bestellt
- Alles Vergängliche Ist nur ein Gleichnis
Jakob Michael Reinhold Lenz (1751–1792)
- Wo bist du itzt, mein unvergeßlich Mädchen
Friedrich Schiller (1759–1805)
- Würde des Menschen (Nichts mehr davon, ich bitt euch)
- Die Teilung der Erde (Nehmt hin die Welt!)
- Die Bürgschaft (Zu Dionys dem Tyrannen schlich)
- Der Spaziergang (Sei mir gegrüßt mein Berg)
- Spruch des Confucius (Dreifach ist der Schritt der Zeit)
- Spruch des Konfucius (Dreifach ist des Raumes Maß)
- Das Lied von der Glocke (Fest gemauert in der Erden)
- Der Taucher (Wer wagt es, Rittersmann oder Knapp)
- Der Handschuh (Vor seinem Löwengarten)
- Der Ring des Polykrates (Er stand auf seines Daches Zinnen)
- Die Kraniche des Ibycus (Zum Kampf der Wagen und Gesänge)
- Hoffnung (Es reden und träumen die Menschen viel)
- Das Ideal und das Leben (Ewigklar und spiegelrein)
- Die Götter Griechenlandes (Da ihr noch die schöne Welt regieret)
- Resignation (Auch ich war in Arkadien geboren)
- Die Worte des Wahns (Drei Worte hört man bedeutungsschwer)
- Nänie (Auch das Schöne muß sterben!)
- Der Antritt des neuen Jahrhunderts (Edler Freund! Wo öffnet sich)
- Das Mädchen von Orleans (Das edle Bild der Menschheit)
- Das verschleierte Bild zu Sais (Ein Jüngling, den des Wissens heißer Durst)
- An die Freude (Freude, schöner Götterfunken)
- Punschlied (Vier Elemente Innig gesellt)
- Der Graf von Habsburg (Zu Aachen in seiner Kaiserpracht)
Johann Peter Hebel (1760–1826)
- Die Rose (Im Garten sah ich frisch)
Sophie Christiane Friederike Brun (1765–1835)
- Ich denke dein
Band 3
Friedrich Hölderlin bis Annette von Droste-Hülshoff
Friedrich Hölderlin (1779–1843)
- Abendphantasie (Vor seiner Hütte ruhig im Schatten sitzt)
- An die Deutschen (Spottet ja nicht des Kinds)
- An die Parzen (Nur Einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen!)
- Andenken (Der Nordost wehet)
- Brot und Wein (Rings um ruhet die Stadt)
- Das Angenehme dieser Welt
- Der Abschied (Trennen wollten wir uns?)
- Der Gang aufs Land (Komm! ins Offene, Freund!)
- Die Eichbäume (Aus den Gärten komm’ ich zu euch)
- Die Heimat (Froh kehrt der Schiffer heim)
- Die Kürze (Warum bist du so kurz?)
- Hälfte des Lebens (Mit gelben Birnen hänget)
- Heidelberg (Lange lieb’ ich dich schon)
- Höhere Menschheit (Den Menschen ist der Sinn ins Innere gegeben)
- Hyperions Schicksalslied (Ihr wandelt droben im Licht)
- Lebenslauf (Größers wolltest auch du)
- Menschenbeifall (Ist nicht heilig mein Herz)
- Sokrates und Alcibiades (Warum huldigest du)
- Mein Eigentum (In seiner Fülle ruhet der Herbsttag nun)
- Geh unter, schöne Sonne
- Gesang des Deutschen (O heilig Herz der Völker, o Vaterland!)
Novalis (1772–1801)
- Walzer (Hinunter die Pfade des Lebens gedreht)
- An Adolph Selmnitz (Was passt, das muß sich ründen)
- Zu Sophiens Geburtstag (Wer ein holdes Weib errungen)
- Der Himmel war umzogen
- Alle Menschen seh’ ich leben
- Hymnen an die Nacht 2. (Muß immer der Morgen wiederkommen?)
- Geistliche Lieder II. (Fern in Osten wird es helle)
- Geistliche Lieder V. (Wenn ich ihn nur habe)
- Geistliche Lieder VI. (Wenn alle untreu werden)
- Geistliche Lieder VII. Hymne (Wenige wissen Das Geheimniß der Liebe)
- Geistliche Lieder X. (Es giebt so bange Zeiten)
- Geistliche Lieder XI. (Ich weiß nicht, was ich suchen könnte)
- Geistliche Lieder XV. (Ich sehe dich in tausend Bildern)
- Wenn nicht mehr Zahlen und Figuren
Ludwig Tieck (1773–1853)
- Schifferlied der Wasserfee (Auf Wogen Gezogen)
- An Novalis (Es steigen alle Kräfte aus dem Kerne)
- Wunder der Liebe (Mondbeglänzte Zaubernacht)
- Abschied (Was ist das Leben?)
Heinrich von Kleist (1777–1811)
- Mädchenrätsel (Träumt er zur Erde)
Des Knaben Wunderhorn (1805/08)
- Erndtelied (Es ist ein Schnitter, der heißt Tod)
- Liebesprobe (Es sah eine Linde ins tiefe Thal)
- Der Tannhäuser (Nun will ich aber heben an)
- Müllers Abschied (Da droben auf jenem Berge)
- Wenn ich ein Vöglein wär
- An einen Boten (Wenn du zu meim Schätzel kommst)
- Die Judentochter (Es war eine schöne Jüdin)
- Drei Reiter am Thor (Es ritten drei Reiter zum Thor hinaus)
- Nächtliche Jagd (Mit Lust thät ich ausreiten)
- Verspätung (Mutter, ach Mutter!)
- Rheinischer Bundesring (Bald gras ich am Neckar)
- Laß rauschen Lieb, laß rauschen (Ich hört ein Sichlein rauschen)
- 1. Epistel (Ich habe mein Herz)
- Kein Feuer, keine Kohle
- Edelkönigs-Kinder (Es waren zwei Edelkönigs-Kinder)
- Das bucklige Männlein (Will ich in mein Gärtlein gehn)
Clemens Brentano (1778–1842)
- Ich eile hin, und ewig flieht dem Blicke
- Lureley (Zu Bacharach am Rheine)
- Ich wollt’ ein Sträußlein binden
- Wenn die Sonne weggegangen
- Nach Sevilla, nach Sevilla
- Der Spinnerin Nachtlied (Es sang vor langen Jahren)
- Abendständchen (Hör’, es klagt die Flöte wieder)
- Lureley (Singet leise, leise, leise)
- Über eine Skizze: Verzweiflung an der Liebe in der Liebe
- (In Liebeskampf? In Todeskampf gesunken?)
- In der Fremde (Weit bin ich einhergezogen)
- Hörst du wie die Brunnen rauschen
- Frühlingsschrei eines Knechtes aus der Tiefe (Meister, ohne dein Erbarmen)
- 25. August 1817 (Einsam will ich untergehn)
- Wenn der lahme Weber träumt, er webe
- Was reif in diesen Zeilen steht
Karoline von Günderrode (1780–1806)
- Die eine Klage (Wer die tiefste aller Wunden)
- Hochrot (Du innig Rot)
- Liebst du das Dunkel
Achim von Arnim (1781–1831)
- Mir ist zu licht zum Schlafen
- Mit jedem Druck der Feder
Adelbert von Chamisso (1781–1838)
- An meinem Herzen, an meiner Brust
- Frauen-Liebe und Leben (Seit ich ihn gesehn)
- Ich kann’s nicht fassen, nicht glauben
- Die alte Waschfrau (Du siehst geschäftigt bei dem Linnen)
- Geh du nur hin (Ich war auch jung)
- Was soll ich sagen? (Mein Aug ist trüb, mein Mund ist stumm)
- Lebewohl (Wer sollte fragen: wie’s geschah?)
Marianne von Willemer (1784–1860)
- Suleika (Hochbeglückt in deiner Liebe)
- Suleika (Ach! um deine feuchten Schwingen)
Justinus Kerner (1786–1862)
- Wanderer (Die Straßen, die ich gehe)
- Der schwere Traum (Mir träumt’, ich flög’ gar bange)
- Wer machte dich so krank? (Daß du so krank geworden)
- Täuschung (Ich lag im Schlaf in Träumen)
- An Sie im Alter (Bin ich auch noch so geworden)
- Der Wanderer in der Sägmühle (Dort unten in der Mühle)
- Im Eisenbahnhofe (Hört ihr den Pfiff)
Ludwig Uhland (1787–1862)
- Die Kapelle (Droben stehet die Kapelle)
- Abreise (So hab’ ich nun die Stadt verlassen)
- Einkehr (Bei einem Wirte, wundermild)
- Heimkehr (O brich nicht, Steg)
- Frühlingsglaube (Die linden Lüfte sind erwacht)
- Der gute Kamerad (Ich hatt’ einen Kameraden)
- Der Wirtin Töchterlein (Es zogen drei Bursche)
- Der weiße Hirsch (Es gingen drei Jäger)
- Des Sängers Fluch (Es stand in alten Zeiten)
- Der blinde König (Was steht der nord’schen Fechter Schar)
Joseph von Eichendorff (1788–1857)
- Lied (In einem kühlen Grunde)
- Waldgespräch (Es ist schon spät)
- Frische Fahrt (Laue Luft kommt blau geflossen)
- Zwielicht (Dämmrung will die Flügel spreiten)
- In der Fremde (Ich hör’ die Bächlein rauschen)
- Mittagsruh (Über Bergen, Fluß und Talen)
- Der Poet (Bin ich fern Ihr: schau’ ich nieder)
- Frühlingsfahrt (Es zogen zwei rüst’ge Gesellen); auch bekannt als: Die zwei Gesellen
- Abend (Schweigt der Menschen laute Lust)
- Nachts (Ich wandre durch die stille Nacht)
- In der Fremde (Aus der Heimat hinter den Blitzen rot)
- Die Nachtblume (Nacht ist wie ein stilles Meer)
- Lockung (Hörst du nicht die Bäume rauschen)
- Schöne Fremde (Es rauschen die Wipfel)
- Der Einsiedler (Komm’ Trost der Welt)
- Mondnacht (Es war, als hätt’ der Himmel)
- Spruch (Drüben von dem sel’gen Lande)
- Wünschelrute (Schläft ein Lied in allen Dingen)
- Der Bote (Am Himmelsgrund schießen)
- Im Walde (Es zog eine Hochzeit)
- Abschied (O Täler weit, o Höhen)
- Frühlingsnacht (Über’n Garten durch die Lüfte)
Friedrich Rückert (1788–1866)
- Amara, bittre, was du tust, ist bitter
- Aus der Jugendzeit
- Ich bin der Welt abhanden gekommen
- Du bist ein Schatten am Tage
- Ich bin müde, sterbensmüde
- Du bist die Ruh, der Friede mild
- Du meine Seele, du mein Herz
- Oft denk’ ich, sie sind nur ausgegangen
- Die Liebe sprach
Ferdinand Raimund (1790–1836)
- Hobellied (Da streiten sich die Leut herum)
Wilhelm Müller (1794–1827)
- Ungeduld (Ich schnitt’ es gern in alle Rinden ein)
- Der Lindenbaum (Am Brunnen vor dem Tore)
- Frühlingstraum (Ich träumte von bunten Blumen)
- Einsamkeit (Wie eine trübe Wolke)
- Letzte Hoffnung (Hier und da ist an den Bäumen)
- Der Wegweiser (Was vermeid ich denn die Wege)
- Der Leiermann (Drüben hinterm Dorfe)
August von Platen (1796–1835)
- Das Grab im Busento (Nächtlich am Busento lispeln)
- Tristan (Wer die Schönheit angeschaut mit Augen)
- Farbenstäubchen auf der Schwinge
- Es liegt an eines Menschen Schmerz
- Mein Herz ist zerrissen
- Der Strom, der neben mir verrauschte
- Du sprichst, daß ich mich täuschte
- Dies Labyrinth von Brücken und von Gassen
- Wenn tiefe Schwermut meine Seele wieget
- Ich möchte, wenn ich sterbe
- Wer wußte je das Leben recht zu fassen
- Hier, wo von Schnee der Alpen Gipfel glänzen
- Es sehnt sich ewig dieser Geist ins Weite
Annette von Droste-Hülshoff (1797–1848)
- Der Weiher (Er liegt so still im Morgenlicht)
- Die Steppe (Standest du je am Strande)
- Der Knabe im Moor (O schaurig ist’s über’s Moor zu gehen)
- Am Turme (Ich steh’ auf hohem Balkone)
- Im Moose (Als jüngst die Nacht)
- Not (Was redet ihr so viel von Angst und Not)
- An Levin Schücking [1] (Kein Wort, und wär’ es scharf wie Stahles Klinge)
- An Levin Schücking [2] (O frage nicht was mich so tief bewegt)
- Das Spiegelbild (Schaust du mich an aus dem Kristall)
- Die Taxuswand (Ich stehe gern vor dir)
- Die tote Lerche (Ich stand an deines Landes Grenzen)
- Im Grase (Süße Ruh’, süßer Taumel im Grase)
- Mondesaufgang (An des Balkones Gitter lehnte ich)
- An meine Mutter (So gern hätt’ ich ein schönes Lied gemacht)
Band 4
Heinrich Heine bis Frank Wedekind
Heinrich Heine (1797–1856)
- Erwartung (Morgens steh ich auf und)
- An Carl v. U. (Anfangs wollt ich fast verzagen)
- Lebewohl (Schöne Wiege meiner Leiden)
- Die Grenadiere (Nach Frankreich zogen zwei Grenadier)
- Belsatzar (Die Mitternacht zog näher schon)
- Wasserfahrt (Ich stand gelehnet an den Mast)
- Blamier mich nicht, mein schönes Kind
- Sie haben dir viel erzählet
- Sie haben mich gequälet
- Aus meinen Tränen sprießen
- Ein Jüngling liebt ein Mädchen
- Die Rose, die Lilje, die Taube, die Sonne
- Auf meiner Herzliebsten Äugelein
- Die alten, bösen Lieder
- Auf Flügeln des Gesanges
- Im Rhein, im schönen Strome
- Ein Fichtenbaum steht einsam
- Aus meinen großen Schmerzen
- Sie saßen und tranken am Teetisch
- Ich hab im Traum geweinet
- Die Loreley (Ich weiß nicht was soll es bedeuten)
- Mein Herz, mein Herz ist traurig
- Wenn ich an deinem Hause
- Du hast Diamanten und Perlen
- Das Meer erglänzte weit hinaus
- Lied (Du bist wie eine Blume)
- Donna Clara (In dem abendlichen Garten)
- Verlaß Berlin, mit seinem dicken Sande
- Ein Jahrtausend schon und länger
- Im wunderschönen Monat Mai
- Leise zieht durch mein Gemüt
- Das Fräulein stand am Meere
- Ich hatte einst ein schönes Vaterland
- Wenn ich, beseligt von schönen Küssen
- Das Hohelied (Des Weibes Leib ist ein Gedicht)
- Wo? (Wo wird einst des Wandermüden)
- Nachtgedanken (Denk ich an Deutschland in der Nacht)
- Das neue Israelitische Hospital zu Hamburg (Ein Hospital für arme, kranke Juden)
- Die schlesischen Weber (Im düstern Auge keine Träne)
- Der Asra (Täglich ging die wunderschöne)
- Das Glück ist eine leichte Dirne
- Autodafé (Welke Veilchen, stäubge Locken)
- Unvollkommenheit (Nichts ist vollkommen)
- Gedächtnisfeier (Keine Messe wird man singen)
- Enfant perdu (Verlorner Posten in dem Freiheitskriege)
- Laß die heilgen Parabolen
- Die Wanderratten (Es gibt zwei Sorten Ratten)
- Nicht gedacht soll seiner werden!
- Worte! Worte! keine Taten!
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798–1874)
- Frühlings Ankunft (Alle Vögel sind schon da)
- Die wilden Gänse (Ihr wilden Gänse habt es gut)
- Das Lied der Deutschen (Deutschland, Deutschland, über alles)
Nikolaus Lenau (1802–1850)
- An die Melancholie (Du geleitest mich durchs Leben)
- Himmelstrauer (Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke)
- Das Mondlicht (Dein gedenkend irr ich einsam)
- Nächtliche Wanderung (Die Nacht ist finster)
- Bitte (Weil auf mir, du dunkles Auge)
- Schilflieder 1. (Drüben geht die Sonne scheiden)
- Schilflieder 3. (Auf geheimem Waldespfade)
- Schilflieder 5. (Auf dem Teich, dem regungslosen)
- Winternacht (Vor Kälte ist die Luft erstarrt)
- Der Postillon (Lieblich war die Maiennacht)
- Einsamkeit (Wild verwachsne dunkle Fichten)
- An die Entfernte (Diese Rose pflück ich hier)
- Die drei Zigeuner (Drei Zigeuner fand ich einmal)
- Blick in den Strom (Sahst du ein Glück vorübergehn)
Wilhelm Hauff (1802–1827)
- Reiters Morgenlied (Morgenrot, Leuchtest mir zum frühen Tod?)
Eduard Mörike (1804–1875)
- Begegnung (Was doch heut nacht ein Sturm gewesen)
- Ein Stündlein wohl vor Tag (Derweil ich schlafend lag)
- In der Frühe (Kein Schlaf noch kühlt das Auge mir)
- Er ist’s (Frühling läßt sein blaues Band)
- Frage und Antwort (Fragst du mich, woher die bange)
- Lebewohl („Lebe wohl“ – Du fühlest nicht)
- Nimmersatte Liebe (So ist die Lieb’!)
- Das verlassene Mägdlein (Früh, wann die Hähne krähn)
- Jedem das Seine (Aninka tanzte)
- Die schöne Buche (Ganz verborgen im Wald)
- Auf eine Lampe (Noch unverrückt, o schöne Lampe)
- Abreise (Fertig schon zur Abfahrt)
- Septembermorgen (Im Nebel ruhet noch die Welt)
- Verborgenheit (Laß, o Welt, o laß mich sein!)
- Früh im Wagen (Es graut vom Morgenreif)
- Denk’ es, o Seele! (Ein Tännlein grünet)
- Um Mitternacht (Gelassen stieg die Nacht ans Land)
- An die Geliebte (Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt)
- Gebet (Herr! schicke, was du willt)
- Leben und Tod (Sucht das Leben wohl den Tod?)
- An Luise (Wahr ist’s, mein Kind)
Ferdinand Freiligrath (1810–1876)
- Prinz Eugen, der edle Ritter (Zelte, Posten, Werda-Rufer!)
- Hamlet (Deutschland ist Hamlet!)
Hermann von Gilm zu Rosenegg (1812–1864)
- Allerseelen (Stell’ auf den Tisch die duftenden Reseden)
Friedrich Hebbel (1813–1863)
- Herbstbild (Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!)
- Abendgefühl (Friedlich bekämpfen Nacht sich und Tag)
- Unsere Zeit (Es ist die Zeit des stummen Weltgerichts)
- Ich und Du (Wir träumten voneinander)
- Sommerbild (Ich sah des Sommers letzte Rose stehn)
- Wenn die Rosen ewig blühten
Richard Wagner (1813–1883)
- Mein Freund! In holder Jugendzeit
Georg Büchner (1813–1837)
- Nacht (Wieder eine Nacht herabgestiegen)
- O meine müden Füße, ihr müßt tanzen
- Mädel, was fangst du jetzt an
Robert Eduard Prutz (1816–1872)
- Noch ist die Freiheit nicht verloren
Georg Herwegh (1817–1875)
- Reiterlied (Die bange Nacht ist nun herum)
Theodor Storm (1817–1888)
- Oktoberlied (Der Nebel steigt, es fällt das Laub)
- Abseits (Es ist so still; die Heide liegt)
- Elisabeth (Meine Mutter hat’s gewollt)
- Die Stadt (Am grauen Strand, am grauen Meer)
- Meeresstrand (An’s Haf nun fliegt die Möwe)
- Lied des Harfenmädchens (Heute, nur heute)
- Die Nachtigall (Das macht, es hat die Nachtigall)
- Ein grünes Blatt (Ein Blatt aus sommerlichen Tagen)
- Abends (Warum duften die Levkojen)
- Hyazinthen (Fern hallt Musik)
- Mondlicht (Wie liegt im Mondenlichte)
- Wer je gelebt in Liebesarmen
- Schließe mir die Augen beide
- Und war es auch ein großer Schmerz
- Von Katzen (Vergangnen Maitag brachte meine Katze)
- Eine Frühlingsnacht (Im Zimmer drinnen ist’s so schwül)
- Trost (So komme, was da kommen mag!)
- Beginn des Endes (Ein Punkt nur ist es)
- Vergessen und vergessen werden
- Geflüster der Nacht (Es ist ein Flüstern in der Nacht)
- Über die Heide (Über die Heide hallet mein Schritt)
- Begegnung (Das süße Lächeln starb dir)
- Letztes Blatt (Du bist so jung)
- Es rauschen die Bäume
Klaus Groth (1819–1899)
- Min Jehann (Ik wull, wi weern noch kleen)
Gottfried Keller (1819–1890)
- Es wandert eine schöne Sage
- Herbst (Im Herbst, wenn sich der Wald entlaubt)
- In der Stadt (Wo sich drei Gassen kreuzen)
- Winternacht (Nicht ein Flügelschlag ging durch die Welt)
- Erster Schnee (Wie nun alles stirbt)
- Schöne Brücke (Schöne Brücke, hast mich oft getragen)
- Abendlied (Augen, meine lieben Fensterlein)
- Die öffentlichen Verleumder (Ein Ungeziefer ruht)
Theodor Fontane (1819–1898)
- Mittag (Am Waldessaume träumt die Föhre)
- Schlaf (Nun trifft es mich)
- Ausgang (Immer enger, leise, leise)
- Es kribbelt und wibbelt weiter (Die Flut steigt bis an den Ararat)
- Aber wir lassen es andere machen (Ein Chinese)
- Ja, das möcht’ ich noch erleben (Eigentlich ist mir alles gleich)
- Die Brück’ am Tay (Wann treffen wir drei wieder zusamm?)
- Vom Fehrbelliner Schlachtfeld (Blumen, o Freundin, dir mitzubringen)
- Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland
- Mein Leben (Mein Leben, ein Leben ist es kaum)
- An meinem Fünfundsiebzigsten (Hundert Briefe sind angekommen)
- Summa Summarum (Eine kleine Stellung)
Hermann Allmers (1821–1902)
- Feldeinsamkeit (Ich liege still im hohen, grünen Gras)
Georg Weerth (1822–1856)
- Das Hungerlied (Verehrter Herr und König)
Conrad Ferdinand Meyer (1825–1898)
- Nachtgeräusche (Melde mir die Nachtgeräusche)
- Lenzfahrt (Am Himmel wächst der Sonne Glut)
- Schwüle (Trüb verglomm der schwüle Sommertag)
- Auf dem Canal grande (Auf dem Canal grande betten)
- Der römische Brunnen (Aufsteigt der Strahl)
- Zwei Segel (Zwei Segel erhellend)
- Dämmergang (Du lebst meerüber)
- Am Himmelstor (Mir träumt’, ich komm ans Himmelstor)
- Chor der Toten (Wir Toten, wir Toten)
- Die Füße im Feuer (Wild zuckt der Blitz)
Marie von Ebner-Eschenbach (1830–1916)
- Das Schiff (Das eilende Schiff, es kommt durch die Wogen)
- Ein kleines Lied
Wilhelm Busch (1832–1908)
- Die Liebe war nicht geringe
- Es sitzt ein Vogel auf dem Leim
- Fink und Frosch (Im Apfelbaume pfeift der Fink)
- Tröstlich (Nachbar Nickel ist verdrießlich)
Ferdinand von Saar (1833–1906)
- Kindesthränen (Willst du die Leiden dieser Erde)
- Herbst (Der du die Wälder färbst)
Detlev von Liliencron (1844–1909)
- Dorfkirche im Sommer (Schläfrig singt der Küster vor)
- Einen Sommer lang (Zwischen Roggenfeld und Hecken)
- Die Musik kommt (Klingling, bumbum)
Friedrich Nietzsche (1844–1900)
- Oh Mensch! Gieb Acht!
- An der Brücke stand
- Der Einsame (Verhasst ist mir das Folgen)
- Ecce Homo (Ja! ich weiss, woher ich stamme!)
- Im Süden (So häng’ ich denn auf krummem Aste)
- Die Krähen schrei’n
Christian Wagner (1835–1918)
- Im Garten des Albergo del Sole (Tod und Leben, nahe hier beisammen)
Richard Dehmel (1863–1920)
- Der Arbeitsmann (Wir haben ein Bett)
- Manche Nacht (Wenn die Felder sich verdunkeln)
Arno Holz (1863–1929)
- Rote Dächer!
- Ihr Dach stieß fast bis an die Sterne
Ricarda Huch (1864–1947)
- Liebesreime VIII. (Glaubt der Baum im Monat Mai)
- Sehnsucht (Um bei dir zu sein)
- Verhängnis (Am Himmel ist kein Weg)
- Schubart II. (Wie die zierlichen Schwalben sich rüsten)
- Bestimmung (Was ist in deiner Seele)
- Wo hast du all die Schönheit hergenommen
- Mein Herz, mein Löwe, hält seine Beute fest
Frank Wedekind (1864–1918)
- Der Tantenmörder (Ich hab meine Tante geschlachtet)
- Das Lied vom armen Kind (Es war einmal ein armes Kind)
Richard Beer-Hofmann (1866–1945)
- Schlaflied für Mirjam (Schlaf mein Kind – schlaf, es ist spät!)
- „Der einsame Weg“ An Arthur Schnitzler (Alle Wege, die wir treten)
Rudolf G. Binding (1867–1938)
- Spruch für eine Sonnenuhr (Der Tag geht über mein Gesicht)
Band 5
Stefan George bis Kurt Tucholsky
Stefan George (1868–1933)
- An baches ranft
- Der herr der insel (Die fischer überliefern)
- Der hügel wo wir wandeln
- Du schlank und rein wie eine flamme
- Entführung (Zieh mit mir geliebtes kind)
- Es lacht in dem steigenden jahr dir
- Fenster wo ich einst mit dir
- Komm in den totgesagten park
- Langsame stunden überm fluss
- Seelied (Wenn an der kimm in sachtem fall)
- Wer je die flamme umschritt
- Wir schreiten auf und ab
- Sieh mein kind ich gehe
Else Lasker-Schüler (1869–1945)
- Morituri (Du hast ein dunk’les Lied)
- Frühling (Wir wollen wie der Mondenschein)
- Weltende (Es ist ein Weinen in der Welt)
- Siehst du mich – (Zwischen Erde und Himmel?)
- Versöhnung (Es wird ein großer Stern)
- Ein alter Tibetteppich (Deine Seele, die die meine liebet)
- Jakob (Jakob war der Büffel)
- Giselheer dem Tiger (Über dein Gesicht schleichen)
- Abschied (Aber du kamst nie)
- Gebet (Ich suche allerlanden eine Stadt)
- Die Verscheuchte (Es ist der Tag in Nebel)
- Ich weiß (Ich weiß, daß ich bald sterben muß)
- Mein blaues Klavier (Ich habe zu Hause ein blaues Klavier)
- Ein Liebeslied (Komm zu mir in der Nacht)
- Mein Liebeslied (In meinem Schosse)
Karl Wolfskehl (1869–1948)
- An den alten Wassern I. (Errette Herr! der sand im land)
- An den alten Wassern II. (Wir sind gewandert zum abend nieder)
- Von umflorten Berges Kimme
Felix Dörmann (1870–1928)
- Was ich liebe (Ich liebe die hektischen)
Christian Morgenstern (1871–1914)
- Das ästhetische Wiesel (Ein Wiesel saß auf einem Kiesel)
- Das Huhn (In der Bahnhofshalle)
- Der Werwolf (Ein Werwolf eines Nachts entwich)
- Die beiden Esel (Ein finstrer Esel sprach einmal)
- Palmström steht an einem Teiche
- Die unmögliche Tatsache (Palmström, etwas schon an Jahren)
- Herr Meier hält sich für das Maß der Welt
- Drei Hasen (Drei Hasen tanzen)
- Die Brillen (Korf liest gerne schnell)
- Ein Lächeln irrt verflogen
Hugo von Hofmannsthal (1874–1929)
- Ballade des äußeren Lebens (Und Kinder wachsen auf)
- Dein Antlitz (Dein Antlitz war mit Träumen)
- Der Jüngling in der Landschaft (Die Gärtner legten ihre Beete frei)
- Die Beiden (Sie trug den Becher)
- Ein Traum von großer Magie (Viel königlicher als ein Perlenband)
- Erlebnis (Mit silbergrauem Dufte)
- Im Grünen zu singen I. (Hörtest du denn nicht hinein)
- Im Grünen zu singen II. (War der Himmel trüb und schwer)
- Im Grünen zu singen III. (Die Liebste sprach)
- Kleine Blumen (Kleine Blumen, kleine Lieder)
- Kunst des Erzählens (Schildern willst du den Mord?)
- Lebenslied (Den Erben laß verschwenden)
- Manche freilich (Manche freilich müssen drunten sterben)
- Prolog zu dem Buch ›Anatol‹ (Hohe Gitter, Taxushecken)
- Reiselied (Wasser stürzt, uns zu verschlingen)
- Terzinen I. Über Vergänglichkeit (Noch spür ich ihren Atem)
- Vorfrühling (Es läuft der Frühlingswind)
- Was ist die Welt?
- Weltgeheimnis (Der tiefe Brunnen weiß es wohl)
- Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu Träumen
Börries von Münchhausen (1874–1945)
- Jenseits (Jenseits des Tales)
- Bauernaufstand (Die Glocken stürmten)
Karl Kraus (1874–1936)
- Bekenntnis (Ich bin nur einer)
- Der Reim (Der Reim ist nur der Sprache Gunst)
- Nächtliche Stunde (Nächtliche Stunde, die mir vergeht)
- Man frage nicht, was all die Zeit ich machte
August Stramm (1874–1915)
- Patrouille (Die Steine feinden)
Rainer Maria Rilke (1875–1926)
- Werkleute sind wir: Knappen, Jünger, Meister
- Kindheit (Da rinnt der Schule lange Angst)
- Der Knabe (Ich möchte einer werden)
- Herbsttag (Herr: Es ist Zeit)
- Abend (Der Abend wechselt langsam die Gewänder)
- Schlußstück (Der Tod ist groß)
- Gebet für die Irren und Sträflinge (Ihr, von denen das Sein)
- Früher Apollo (Wie manches mal)
- Der Panther (Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe)
- Der Schwan (Diese Mühsal, durch noch Ungetanes)
- Die Erblindende (Sie saß so wie die anderen beim Tee)
- Abschied (Wie hab ich das gefühlt)
- Blaue Hortensie (So wie das letzte Grün)
- Römische Fontäne (Zwei Becken, eins das andre übersteigend)
- Das Karussell (Mit einem Dach und seinem Schatten dreht)
- Archaïscher Torso Apollos (Wir kannten nicht)
- Leda (Als ihn der Gott)
- Die Flamingos (In Spiegelbildern wie von Fragonard)
- Es winkt zu Fühlung fast aus allen Dingen
- Ausgesetzt auf den Bergen des Herzens
- Duineser Elegien. Die achte Elegie (Mit allen Augen sieht die Kreatur)
- Die Sonette an Orpheus IX. (Nur wer die Leier schon hob)
- Die Sonette an Orpheus X. (Euch, die ihr nie)
- Die Sonette an Orpheus XXI. (Frühling ist wiedergekommen)
- Wilder Rosenbusch (Wie steht er da vor den Verdunkelungen)
- Magie (Aus unbeschreiblicher Verwandlung)
- Rose, oh reiner Widerspruch
Gertrud von Le Fort (1876–1971)
- Deutsches Leid (Schiffer, zieh fort die Brücke)
Theodor Däubler (1876–1934)
- Die Droschke (Ein Wagen steht)
Rudolf Borchardt (1877–1945)
- Abschied (Wir haben nicht)
- Mit den Schuhen (Was man will, kann man nicht)
Hermann Hesse (1877–1962)
- Landstreicherherberge (Wie fremd und wunderlich das ist)
- Im Nebel (Seltsam, im Nebel zu wandern!)
- Allein (Es führen über die Erde)
- Kein Trost (Zur Urwelt führt kein Weg)
- Gute Stunde (Erdbeeren glühn im Garten)
- Der Mann von fünfzig Jahren (Von der Wiege bis zur Bahre)
- Auf den Tod eines kleinen Kindes (Jetzt bist du schon gegangen)
- Stufen (Wie jede Blüte welkt)
Rudolf Alexander Schröder (1878–1962)
- Nur mit meines Fingernagels Rande
- Schatten (Baum, Wolke, Wasser und Schatten)
Erich Mühsam (1878–1934)
- Der Revoluzzer (War einmal ein Revoluzzer)
Georg Kaiser (1878–1945)
- Flehruf (Nicht, mächt’ger Schöpfer)
Hans Carossa (1878–1956)
- Heimweg (Dämmert mein Garten?)
- Unzugänglich schien der Gipfel
- Der alte Brunnen (Lösch aus dein Licht)
Agnes Miegel (1879–1964)
- Die Schwester (Meine Schwester hat Hochzeit)
- Die Nibelungen (In der dunkelnden Halle saßen sie)
- Die Frauen von Nidden (Die Frauen von Nidden standen am Strand)
Paul Zech (1881–1946)
- Wer auf der Flucht ist, so wie wir
- Im Dämmer (Im schwarzen Spiegel der Kanäle)
Wilhelm Klemm (1881–1968)
- An der Front (Das Land ist öde)
Stefan Zweig (1881–1942)
- Der Sechzigjährige dankt (Linder schwebt der Stunden Reigen)
Wilhelm Lehmann (1882–1968)
- An meinen ältesten Sohn (Die Winterlinde, die Sommerlinde)
- Im Winter zu singen (Die Jäger spannen die Tellereisen)
- In Solothurn (Vor hundert Jahren suchte ich)
Karl Valentin (1882–1948)
- Eine Moritat im Großstadtdunkel (’s war mal ein Mann)
Joachim Ringelnatz (1883–1934)
- Die Ameisen (In Hamburg lebten zwei Ameisen)
- Sie faule, verbummelte Schlampe
- Logik (Die Nacht war kalt)
- Bumerang (War einmal ein Bumerang)
- Komm, sage mir, was du für Sorgen hast (Es zwitschert eine Lerche)
- Der Seriöse (Wo ich abends Weißwürste fresse)
- An Berliner Kinder (Was meint ihr wohl)
- Liedchen (Die Zeit vergeht)
Ernst Stadler (1883–1914)
- Betörung (Nun bist du, Seele)
- Form ist Wollust (Form und Riegel mußten erst zerspringen)
- Der Aufbruch (Einmal schon haben Fanfaren)
- Fahrt über die Kölner Rheinbrücke bei Nacht (Der Schnellzug tastet sich)
- Fluß im Abend (Der Abend läuft den lauen Fluß hinunter)
Oskar Loerke (1884–1941)
- Bei Betrachtung von Holbeins Totentanz (Du könntest nächtlich kommen)
- Brief (Ich liege einsam hier im dunklen Hause)
- Winterliches Vogelfüttern (Schwirren sie von allen Seiten)
- Vermächtnis (Jedwedes blutgefügte Reich)
Ina Seidel (1885–1974)
- Trost (Unsterblich duften die Linden)
- Abschied (Ich ließ die Türe offen)
- Antlitz (Sieh, erst dachte ich, es sei der Mond)
Paul Boldt (1885–1921)
- Junge Pferde (Wer die blühenden Wiesen kennt)
- In der Welt (Ich lasse mein Gesicht auf Sterne fallen)
Gottfried Benn (1886–1956)
- Schöne Jugend (Der Mund eines Mädchens)
- Mann und Frau gehen durch die Krebsbaracke (Der Mann: Hier diese Reihe)
- Saal der kreißenden Frauen (Die ärmsten Frauen von Berlin)
- Kurkonzert (Über Krüppel und Badeproleten)
- Wie lange noch
- Astern (Astern – schwälende Tage)
- Auf deine Lider senk ich Schlummer
- Einsamer nie – (Einsamer nie als im August)
- Abschied (Du füllst mich an wie Blut)
- Ein Wort (Ein Wort, ein Satz)
- Künstlermoral (Nur in Worten darfst du dich zeigen)
- Satzbau (Alle haben den Himmel)
- Was schlimm ist (Wenn man kein Englisch kann)
- Nur zwei Dinge (Durch so viel Formen geschritten)
- Hör zu (Hör zu, so wird der letzte Abend sein)
- Schöner Abend (Ich ging den kleinen Weg)
- Tristesse (Die Schatten wandeln nicht nur)
- Worte (Allein: du mit Worten)
- Kommt – (Kommt, reden wir zusammen)
- Letzter Frühling (Nimm die Forsythien)
- Ein kleiner Band, vergilbte Seiten
- Kann keine Trauer sein (In jenem kleinen Bett)
Max Herrmann-Neiße (1886–1941)
- Trostlied der bangen Regennacht (Keine Furcht der Erde)
- Rast auf der Flucht (Laß mich das Leben)
- Ein deutscher Dichter bin ich einst gewesen
- Heimatlos (Wir ohne Heimat irren so verloren)
- Die beiden Buckligen (Da ich dein Hüglein)
Hans Arp (1886–1966)
- Herr Je das Nichts ist bodenlos
- ins bodenlose (den kopf nach unten)
Georg Trakl (1887–1914)
- Musik im Mirabell (Ein Brunnen singt)
- Die schöne Stadt (Alte Plätze sonnig schweigen)
- Verklärter Herbst (Gewaltig endet so das Jahr)
- Im Herbst (Die Sonnenblumen leuchten am Zaun)
- In den Nachmittag geflüstert (Sonne, herbstlich dünn)
- In ein altes Stammbuch (Immer wieder kehrst du)
- Vorstadt im Föhn (Am Abend liegt die Stätte)
- De profundis (Es ist ein Stoppelfeld)
- Der Herbst des Einsamen (Der dunkle Herbst kehrt ein)
- Ein Winterabend (Wenn der Schnee ans Fenster fällt)
- Verklärung (Wenn es Abend wird)
- Sommer (Am Abend schweigt die Klage)
- Im Osten (Den wilden Orgeln des Wintersturms)
- Grodek (Am Abend tönen die herbstlichen Wälder)
Jakob van Hoddis (1887–1942)
- Weltende (Dem Bürger fliegt vom spitzen Kopf)
Kurt Schwitters (1887–1948)
- Die Nixe (Es war einmal ein Mann)
Georg Heym (1887–1912)
- Berlin II. (Beteerte Fässer rollten von den Schwellen)
- Der Himmel wird so schwarz
- O weiter, weiter Abend
- Die Gefangenen I. (Sie trampeln um den Hof)
- Der Abend (Versunken ist der Tag)
- Ophelia (Im Haar ein Nest von jungen Wasserratten)
- Die Dämonen der Städte (Sie wandern durch die Nacht)
- Träumerei in Hellblau (Alle Landschaften haben)
- Letzte Wache (Wie dunkel sind deine Schläfen)
- Der Krieg I. (Aufgestanden ist er)
- Fröhlichkeit (Es rauscht und saust)
- Die Horizonte werden immer bleicher
- Die Nacht (Die niedre Mitternacht ist regengelb)
- Lichter gehen jetzt die Tage
- Im kurzen Abend
- Die Stadt (Sehr weit ist diese Nacht)
- Winterwärts (Eben noch goldiger Maienglanz)
Alfred Lichtenstein (1889–1914)
- Die Wehmut (Ich hab’ einen Haß)
- Mädchen (Sie halten den Abend)
- Abschied (Wohl war ganz schön)
- Gebet vor der Schlacht (Inbrünstig singt die Mannschaft)
Georg von der Vring (1889–1968)
- Passionsblume (Am Geländer der Terrasse)
Kurt Tucholsky (1890–1935)
- Letzte Fahrt (An meinem Todestag)
- Park Monceau (Hier ist es hübsch)
- Luftveränderung (Fahre mit der Eisenbahn)
- Das Ideal (Ja, das möchste: Eine Villa im Grünen)
- Ideal und Wirklichkeit (In stiller Nacht)
- Aus! (Einmal müssen zwei auseinandergehn)
- Danach (Es wird nach einem happy end)
- Augen in der Großstadt (Wenn du zur Arbeit gehst)
- An das Baby (Alle stehn um dich herum)
Franz Werfel (1890–1945)
- Und doch (Und doch! Sonne und Wälder toben vorbei)
- Der Dirigent (Er reicht den Violinen eine Blume)
- Elternlied (Kinder laufen fort)
- Das Bleibende (Solange noch der Tatrawind)
Ernst Blass (1890–1939)
- In einer fremden Stadt (Ich bin in eine fremde Stadt verschlagen)
Band 6
Klabund bis Paul Celan
Klabund (1890–1928)
- Klage der Garde (General!)
- Einmal noch den Abend halten
- Ich baumle mit de Beene (Meine Mutter liegt im Bette)
- Liebeslied (Dein Mund, der schön)
- Pogrom (Am Sonntag fällt)
- Als Gott der Herr auf Erden ging
Georg Britting (1891–1964)
- Der Strom (Der große Strom kam)
- März (Über der Isar fliegen)
- Bei den Tempeln von Paestum (Hier läßt sichs atmen)
- Blauer Osterhimmel (Es schlafen die Stürme)
Yvan Goll (1891–1950)
- Die Einsamen (Sie wandern täglich zum)
- Orpheus betört die gähnenden Panther
- Ich will nichts weiter sein
- Ich steig in jeden Autobus
- Die Angst (Die Angst die sich nährt)
Johannes R. Becher (1891–1958)
- Deutsche Gräber an der Ostfront (Kein Holzkreuz zeigt nach oben)
- Deutschland, meine Trauer (Heimat, meine Trauer)
- Auferstanden aus Ruinen
Nelly Sachs (1891–1970)
- O die Schornsteine auf den sinnreich erdachten Wohnungen des Todes
- Wer aber leerte den Sand aus euren Schuhen
- Wenn ich nur wüßte
- Geschirmt sind die Liebenden
- Welt, frage nicht die Todentrissenen
- Immer dort wo Kinder sterben
Josef Weinheber (1892–1945)
- Ich liebe den Tod
- Biedermeier (Der Herr Vater okuliert)
- Dezember Auch Christmond (O Schützemensch, im Lebensspiel)
- Im Grase (Glocken und Zyanen)
Werner Bergengruen (1892–1964)
- Ein Vorfrühlingstag (Aller Wind ist heimgegangen)
- Der Wanderer (Der Mondennebel hebt sich)
Peter Gan (1894–1974)
- Die Toten (Immer fremder werden wir)
- Meine Toten (Meine Freunde liegen)
- Unter vier Augen (Gern bring’ ich wie)
- Angina pectoris (Ich weiß vor Angst nicht)
Gertrud Kolmar (1894–1943)
- Märchen (Ich hab’ vor deinem Hause)
- Die Jüdin (Ich bin fremd)
- Die Sinnende (Wenn ich tot bin)
- Verwandlungen (Ich will die Nacht)
- Nachruf (Ich werde sterben)
Eugen Roth (1895–1976)
- Die Welt ist voller Reisewut
- Ein Ausweg (Ein Mensch, der spürt)
- Kunst (Ein Mensch malt)
Walter Mehring (1896–1981)
- Die Arie der großen Hure Presse (Jedermann, Der lesen kann)
- Der Emigrantenchoral (Werft eure Herzen)
- Die kleinen Hotels (Vom Bahnhof angeschwemmt)
Heimito von Doderer (1896–1966)
- Auf die Strudlhofstiege zu Wien (Wenn die Blätter)
Theodor Kramer (1897–1958)
- Wer läutet draußen an der Tür?
- Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan
- Ich bin froh, daß du schon tot bist, Vater
- Lied am Bahndamm (Süß das schwarze Gleis)
- Requiem für einen Faschisten (Du warst in allem)
- Zur halben Nacht (Was bin ich plötzlich aufgewacht?)
- Die alten Geliebten
- Es ist zu spät
- Komm und rück zu mir, Marie
- Oh Marie, ich möcht dem Tag entrinnen
- Tausch (Mit dem Staub)
Bertolt Brecht (1898–1956)
- Lied von meiner Mutter. 8. Psalm (Ich erinnere mich ihres Gesichts)
- Apfelböck oder Die Lilie auf dem Felde (In mildem Lichte)
- Von der Kindesmörderin Marie Farrar (Marie Farrar)
- Von der Freundlichkeit der Welt (Auf die Erde voller)
- Ballade von der Hanna Cash (Mit dem Rock von Kattun)
- Erinnerung an die Marie A. (An jenem Tag im blauen)
- Vom ertrunkenen Mädchen (Als sie ertrunken war)
- Legende vom toten Soldaten (Und als der Krieg)
- Gegen Verführung (Laßt euch nicht verführen!)
- Vom armen B. B. (Ich, Bertolt Brecht)
- Die Moritat von Mackie Messer (Und der Haifisch)
- Die Seeräuberjenny (Meine Herrn, heute sehn)
- Der Barbara-Song (Einst glaubte ich)
- Zuhälterballade (In einer Zeit, die)
- Dreigroschenfinale (Ihr Herrn, die ihr)
- Ballade von der Unzulänglichkeit menschlichen Planens (Der Mensch lebt durch den Kopf)
- Die Ballade von den Prominenten (Ihr saht den weisen Salomon)
- Die Ballade vom angenehmen Leben der Hitlersatrapen (Der süchtige Reichsmarschall)
- Fragen (Schreib mir, was du)
- Deutschland (O Deutschland, bleiche Mutter!)
- General, dein Tank ist ein starker Wagen
- Der Pflaumenbaum (Im Hofe steht)
- Einheitsfrontlied (Und weil der Mensch)
- Fragen eines lesenden Arbeiters (Wer baute)
- Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration (Als er siebzig war)
- An die Nachgeborenen (Wirklich, ich lebe)
- Hollywoodelegien (Das Dorf Hollywood)
- Die Maske des Bösen (An meiner Wand)
- Ich, der Überlebende (Ich weiß natürlich)
- Die Rückkehr (Die Vaterstadt, wie find)
- Kinderhymne (Anmut sparet nicht)
- Die Pappel vom Karlsplatz (Eine Pappel steht)
- Der Rauch (Das kleine Haus unter)
- Der Radwechsel (Ich sitze am Straßenhang)
- Die Lösung (Nach dem Aufstand)
- Böser Morgen (Die Silberpappel)
- Moderne Legende (Als der Abend übers Schlachtfeld)
- Der Choral vom großen Baal (Als im weißen Mutterschoße)
- Den Nachgeborenen (Ich gestehe es)
- Entdeckung an einer jungen Frau (Des Morgens nüchterner Abschied)
- Lied der Jenny (Meine Herrn, meine)
- Terzinen über die Liebe (Sieh jene Kraniche) [Die Liebenden]
- Und so kommt zum guten Ende
- Solidaritätslied (Auf, ihr Völker dieser Erde)
- Ich benötige keinen Grabstein, aber
- Über das Lehren ohne Schüler (Lehren ohne Schüler)
- Morgens und abends zu lesen (Der, den ich liebe)
- Schlechte Zeit für Lyrik (Ich weiß doch)
- Salomon Song (Ihr saht den weisen Salomon)
- Kinderkreuzzug 1939 (In Polen, im Jahr)
- Vom Sprengen des Gartens (O Sprengen des Gartens)
- An meine Landsleute (Ihr, die ihr überlebtet)
- Es wechseln die Zeiten (Das Lied von der Moldau)
- Schwächen (Du hattest keine)
- Sieben Rosen hat der Strauch
- Als ich nachher von dir ging
- Auf einen chinesischen Teewurzellöwen (Die Schlechten fürchten)
- Liebeslied aus einer schlechten Zeit (Wir waren miteinander)
- Als ich in weißem Krankenzimmer der Charité
- Lied vom Fraternisieren (Ich war erst siebzehn Jahre)
Friedrich Georg Jünger (1898–1977)
- Die Sonnenuhr (Alle Wege führten mich im Kreise)
Elisabeth Langgässer (1899–1950)
- Frühling 1946 (Holde Anemone)
Erich Kästner (1899–1974)
- Jahrgang 1899 (Wir haben die Frauen)
- Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn?
- Sachliche Romanze (Als sie einander acht Jahre)
- Lessing (Das, was er schrieb)
- Die andere Möglichkeit (Wenn wir den Krieg gewonnen)
- Familiäre Stanzen (Wenn sich Leute, die sich)
- Und wo bleibt das Positive, Herr Kästner? (Und immer wieder schickt ihr)
- Was auch geschieht! (Was auch immer geschieht)
- Kurzgefaßter Lebenslauf (Wer nicht zur Welt kommt)
- Die Entwicklung der Menschheit (Einst haben die Kerls)
- Das Eisenbahngleichnis (Wir sitzen alle im gleichen)
- Der Streber (Vom frühen bis ins späte Alter)
- Der Handstand auf der Loreley (Die Loreley, bekannt als Fee)
- Moral (Es gibt nichts Gutes)
- Das letzte Kapitel (Am 12. Juli des Jahres)
Oda Schaefer (1900–1988)
- Veränderung (Ich kann die Wolke nicht mehr)
Marie Luise Kaschnitz (1901–1974)
- Juni (Schön wie niemals sah ich)
- Am Strande (Heute sah ich wieder dich)
- Die Ewigkeit (Sie sagen, daß wir uns)
- Ostia antica (Durch die Tore)
- Nicht gesagt
- Nicht mutig (Die Mutigen wissen)
- Um Mitternacht (Wie löschet ihr getrost)
Rose Ausländer (1901–1988)
- Noch ist das Lied nicht aus
- Ein Tag im Exil
- Paul Celan (In hermetischer Stille)
- Noch bist du da (Wirf deine Angst)
Hans Sahl (1902–1993)
- Strophen (Ich gehe langsam aus der Welt)
- Charterflug in die Vergangenheit (Als sie zurückkamen)
Peter Huchel (1903–1981)
- Der glückliche Garten (Einst waren wir alle)
- Havelnacht (Hinter den ergrauten Schleusen)
- Chausseen (Erwürgte Abendröte)
- Soldatenfriedhof (Die Luft ist brüchig)
- Winterpsalm (Da ich ging bei träger Kälte)
- Der Garten des Theophrast (Wenn mittags das weiße Feuer)
- Exil (Am Abend nahen)
- Nachlässe (Nachlässe, ungeordnet)
- Unter der blanken Hacke des Monds
- König Lear (Unter dem Steinbruch)
Jesse Thoor (1905–1952)
- In der Fremde (Ist es so auf Erden?)
Günter Eich (1907–1972)
- Abgelegene Gehöfte (Die Hühner und Enten)
- Wie grau es auch regnet
- Inventur (Dies ist meine Mütze)
- Latrine (Über stinkendem Graben)
- Vom Zuge aus (Dezembergebüsch und die)
- Abend im März (Ich trete in die Türe ein)
- Wiepersdorf, die Arnimschen Gräber (Die Rosen am Verwildern)
- Briefstelle (Keins von den Büchern)
- Wacht auf, denn eure Träume sind schlecht!
Georg Maurer (1907–1971)
- Auf der Neckarbrücke in Heidelberg (Länger währte diese Brücke)
Albrecht Goes (1908–2000)
- Die Schritte (Klein ist, mein Kind)
Friedrich Torberg (1908–1979)
- Sehnsucht nach Alt-Aussee (Wieder ist es Sommer worden)
Hermann Hakel (1911–1987)
- Jüdisches Kind 1945 (Ich habe keinen Namen)
Ernst Meister (1911–1979)
- Ich mache mein Bett
- Es scheint, ich darf nicht mehr sprechen
Rudolf Hagelstange (1912–1984)
- Memento (An den Wassern Babylons)
Mascha Kaléko (1907–1975)
- Interview mit mir selbst. Anno Zwounddreißig (Ich bin als Emigrantenkind)
- Großstadtliebe (Man lernt sich irgendwo ganz flüchtig)
- Kleine Havel-Ansichtskarte (Der Mond hängt wie ein)
- Blatt im Wind (Laß mich das Pochen)
- Sonett in Dur (Ich frage mich in meinen)
- Abschied – nach berühmtem Muster (Scheiden heißt sterben)
- Kommentar überflüssig (Kein Wort ist groß genug)
- Der Fremde (Sie sprechen von mir nur)
- Emigranten-Monolog (Ich hatte einst ein schönes)
- Interview mit mir selbst. Post Scriptum Anno Fünfundvierzig (Inzwischen bin ich viel)
Hilde Domin (1912–2006)
- Wo steht unser Mandelbaum (Ich liege in deinen Armen)
- Geborgenheit (Morgens in der weißen)
- Mit leichtem Gepäck (Gewöhn dich nicht)
- Zärtliche Nacht (Es kommt die Nacht)
- Wahl (Ein Mandelbaum sein)
Jura Soyfer (1912–1939)
- Reformiertes deutsches Kirchenlied (Wir stehen in Dachau)
Karl Krolow (1915–1999)
- Gedicht für J. S. (Auf dem Dezember-Bahnsteig)
- Sonett, oder auch nicht (Du kriegst was zu fassen)
- Gewißheit (Ich fühle mit Gewißheit)
- Was war, was ist
- Es war die Nacht
- Jeder Handgriff (Jeder Handgriff ist wie)
- Es ist im Kopf ein Kitzel
- Reste des Lebens (Täglich um mich die)
Stephan Hermlin (1915–1997)
- Die Zeit der Wunder (Die Zeit der Wunder ist vorbei)
Christine Lavant (1915–1973)
- Im Geruch der frühen Früchte
- Seit heute, aber für immer
Johannes Bobrowski (1917–1965)
- Fischerhafen (Abends ehe die Boote fort)
- Holunderblüte (Es kommt Babel, Isaak)
- Bericht (Bajla Gelblung)
- Dorfmusik (Letztes Boot darin)
- Märkisches Museum (Die Bäume treten)
Immanuel Weißglas (1920–1979)
- Er (Wir heben Gräber in die Luft)
Paul Celan (1920–1970)
- Heimkehr (Keine verheimlichte Stimme)
- Seelied (Liebe, über meinem Meer)
- Todesfuge (Schwarze Milch der Frühe)
- Der Sand aus den Urnen (Schimmelgrün ist das Haus)
- Corona (Aus der Hand frißt)
- Brandmal (Wir schliefen nicht mehr)
- Wie sich die Zeit verzweigt
- Die Krüge (An den langen Tischen der Zeit)
- Zähle die Mandeln
- In memoriam Paul Eluard (Lege dem Toten die Worte)
- Mit wechselndem Schlüssel
- Hier (Hier – das meint hier)
- Kenotaph (Streu deine Blumen)
- Sprich auch du
- Psalm (Niemand knetet uns wieder)
- In der Luft, da bleibt deine Wurzel
- In den Flüssen nördlich der Zukunft
- Fadensonnen über der grauschwarzen Ödnis
- Du liegst im großen Gelausche
- Das Fremde hat uns im Netz
Friedrich Dürrenmatt (1921–1990)
- Antares (Sah dich sinken, sah dich steigen)
- Siriusbegleiter (Von den Dingen, die ich sah)
Kurt Marti (1921–2017)
- als sie mit zwanzig
- intonation (singet dem herrn)
- ostervision (es freut sich der himmel)
Band 7
Erich Fried bis Durs Grünbein
Erich Fried (1921–1988)
- Die Abnehmer (Einer nimmt uns das Denken ab)
- Logos (Das Wort ist mein Schwert)
- Die Maßnahmen (Die Faulen werden geschlachtet)
- Angst und Zweifel (Zweifle nicht)
- Zur Sonne, zur Freiheit! (Ich will Freunde haben)
- Bevor ich sterbe (Noch einmal sprechen)
- Was es ist (Es ist Unsinn)
- Für Karl Kraus (Du warst der Kläger)
Hans Carl Artmann (1921–2000)
- die grüne mistel schweigt
- wie der saft einer sehr süßen frucht
- im parke, wo die unhold weilen
- soldaten ach soldaten ja
Ilse Aichinger (1921–2016)
- Widmung (Ich schreibe euch keine Briefe)
- Briefwechsel (Wenn die Post nachts käme)
Friederike Mayröcker (1924–2021)
- Gedicht mit Motto (ich habe Durst)
- falsche Bewegung (gestern beim Auseinander-gehen)
- an eine Mohnblume mitten in der Stadt (aus meinen Köpfen sprieszt)
Ernst Jandl (1925–2000)
- sommerlied (wir sind die menschen)
- Ikarus (Er flog hoch)
- zertretener mann blues (ich kann die hand nicht heben)
- lichtung (manche meinen)
- ottos mops (ottos mops trotzt)
- vater komm erzähl vom krieg
- glückwunsch (wir alle wünschen jedem)
- an gott (daß an gott geglaubt)
- der wahre vogel (fang eine liebe amsel)
Elisabeth Borchers (1926–2013)
- eia wasser regnet schlaf
- Vergessener Geburtstag (Wer hat auf meinem Stuhl)
Dagmar Nick (* 1926)
- Hybris (Wir sind nicht mehr die gleichen)
- Vision (Die Städte werden Asche sein)
Ingeborg Bachmann (1926–1973)
- Die gestundete Zeit (Es kommen härtere Tage)
- Alle Tage (Der Krieg wird nicht mehr)
- Die große Fracht (Die große Frachte des Sommers)
- Früher Mittag (Still grünt die Linde)
- Das Spiel ist aus (Mein lieber Bruder)
- Es ist Feuer unter der Erde
- Was wahr ist
- An die Sonne (Schöner als der beachtliche)
- Erklär mir, Liebe (Dein Hut lüftet sich)
- Ich aber liege allein
- Reklame (Wohin aber gehen wir)
- Exil (Ein Toter bin ich)
- Böhmen liegt am Meer (Sind hierorts Häuser grün)
- Wahrlich
Christa Reinig (1926–2008)
- Robinson (manchmal weint er)
- Der Rächer (ich habe nie den mund)
- Die Ballade vom blutigen Bomme (hochverehrtes Publikum)
- Der Enkel trinkt (wir küssen den stahl)
- Hört weg! (kein wort soll mehr)
- Gott schuf die Sonne (ich rufe den wind)
- Vor der Abfahrt (Sie kamen und suchten)
Ludwig Harig (1927–2018)
- Das schreibende Subjekt (Ergreift der Mensch den Stift)
Günter Grass (1927–2015)
- Polnische Fahne (Viel Kirschen die aus)
- Kinderlied (Wer lacht hier)
- Ehe (Wir haben Kinder)
- König Lear (In der Halle)
- Kleckerburg (Gestrichnes Korn)
- März (Schon wieder mischen sie)
- Mitten im Leben (denke ich an die Toten)
- Andauernder Regen (Die Angst geht um)
- Zuletzt drei Wünsche (Komm, tanz mit mir)
- Tanz im Schnee (Nach so viel wankelmütigem Wetter)
- Zum Paar gefügt (Zwei Buchen einer Wurzel)
- Kara (Unser Hündchen ist tot)
Hertha Kräftner (1928–1951)
- Abends (Er schlug nach ihr)
- Betrunkene Nacht (Der Gin schmeckt gleich)
- Dorfabend (Beim weißen Oleander)
Günter Kunert (1929–2019)
- Empfehlung (Empfehlung Sich nicht)
- Als unnötigen Luxus
- Den Fischen das Fliegen
- Frist (Und Sonne war und)
- Bruder Kleist (Legendenlast: du trägst)
- Morgen (Das Licht ist jetzt so)
- Vision an der Oberbaumbrücke (Berlin du späte Totenstadt)
- Tiefkühltruhe (Der toten Fische)
Walter Helmut Fritz (1929–2010)
- Don Juan (Es wird keine Strafe)
Peter Rühmkorf (1929–2008)
- Das ganz entschiedene Ausweiche-Lied (Feinsliebchen, so verführerisch)
- Auf Sommers Grill (Auf dem Grill des Sommers)
- Heinrich-Heine-Gedenk-Lied (Ting – tang – Tellerlein)
- Auf eine Weise des Joseph Freiherrn von Eichendorff (In einem Knochenkopfe)
- De mortuis oder: üble Nachrede (Langsam schließen sich die Wunden)
- Hochseil (Wir turnen in höchsten)
- Über die einen (Das ist die Schande)
- Bleib erschütterbar und widersteh (Also heut: zum Ersten)
- Auf was nur einmal ist (Manchmal fragt man sich)
- Alles dunkel alles trübe
- Zersungene Lieder III (Es waren zwei Königskinder)
- Wollte nur mal fragen
- Frommer Wunsch (Wünsch mir im Himmel)
Hans Magnus Enzensberger (1929–2022)
- Lock Lied (Meine Weisheit ist eine Binse)
- Schläferung (Laß mich heut Nacht)
- Hôtel Fraternité (Der kein Geld hat)
- Letztwillige Verfügung (Tut mir doch die Fahne)
- Ins Lesebuch für die Oberstufe (Lies keine Oden, mein Sohn)
- Verteidigung der Wölfe gegen die Lämmer (Soll der Geier Vergißmeinnicht)
- Middle Class Blues (Wir können nicht klagen)
- Zweifel (Bleibt es, im großen und ganzen)
- Das Ende der Eulen (Ich spreche von euerm)
- F. C. (1810–1849) (Ein heiteres Kind)
- Gedankenflucht (Vorläufig läuft es noch)
- Gedankenflucht I. (Als wäre gleich hinter)
- Gedankenflucht II. (Etwas, woran du dich)
- Gedankenflucht III. (Daß es nicht dabei)
- Gedankenflucht IV. (Die kleine Pilgerin)
- Aktaufnahme (Der Donner in der Augustnacht)
Horst Bienek (1930–1990)
- Gartenfest (Spät in der Nacht)
- Berlin, Chausseestraße 125 (Man muß die Schuhe)
Thomas Bernhard (1931–1989)
- Unten liegt die Stadt
Jürgen Becker (1932–2024)
- Wiedersehen nach längerer Zeit (In diesem Dorf)
Reiner Kunze (* 1933)
- Das Ende der Kunst (Du darfst nicht)
- Die Silhouette von Lübeck (Damit die Erde hafte)
- Bittgedanke, dir zu Füßen (Stirb früher als ich)
- Die Mauer (Als wir sie schleiften)
- Erste Liebe (Herr Fahrer, Herr Fahrer)
Peter Härtling (1933–2017)
- altes spiel (immerhin und immerher)
- An Mörike (Wenn gegen Abend)
- Die Mörsinger Pappel
Volker von Törne (1934–1980)
- Amtliche Mitteilung (Die Suppe ist eingebrockt)
- Ulenspiegel (Der Trinker wird ertränkt)
- Auf dem Boden des Grundgesetzes (Mein Vater ist vor)
- Idylle (Im Gras zirpt)
- Frei wie ein Vogel (Ein Dichter bin ich)
Yaak Karsunke (1934–2025)
- schorf 1 bis 3
- 1 – anekdote aus dem letzten preußischen kriege (im konzentrationslager)
- 2 – woran man kommunisten erkennt (bevor sie umgebracht)
- 3 – tod & verklärung (wer umkippte blieb)
- ziemlich frei. nach Brecht (als das haus einstürzte)
- zur schönen aussicht (die täter – hört man)
Wulf Kirsten (1934–2022)
- Unvergeßlicher Augenblick (der sommer schlägt sein)
- Vor der Haustür (manchmal morgens)
Rainer Kirsch (1934–2015)
- 2005 (Unsre Enkel werden uns)
- Empfang in meiner Heimatstadt (Mit Teppichen sind)
- Würdigung (Auch die Beamten)
- Lied des Hofgelehrten (Als ich jung war)
Heinz Czechowski (1935–2009)
- Theresienstadt (O schönes Land, zwischen die Berge)
- Was mich betrifft (Erziehungsberechtigt)
- Gute Woche (Das Haus, in dem ich)
Sarah Kirsch (1935–2013)
- Trauriger Tag (Ich bin ein Tiger)
- Bei den weißen Stiefmütterchen
- Ich wollte meinen König töten
- Schwarze Bohnen (Nachmittags nehme ich)
- Keiner hat mich verlassen
- Der Droste würde ich gern Wasser reichen
- Nachricht aus Lesbos (Ich weiche ab und)
- Die Luft riecht schon nach Schnee
- Zu Zweit (Lieber zu Zweit verhungern)
- Dieser Abend, Bettina [Wiepersdorf 9]
- Der Rest des Fadens (Drachensteigen. Spiel)
- Der Schnee liegt schwarz in meiner Stadt
- Verloren (Das Bett hat sich)
- Freie Verse (Gestern Nacht erwachte ich)
Christoph Meckel (1935–2020)
- Süße Person (Süße Person, faß deine)
- Gedicht über das Schreiben von Gedichten (Ich wollte schreiben)
- Rede vom Gedicht (Das Gedicht ist nicht)
- Die Kirschbäume (Das wissen wir)
- Schlief ich, da nachts [Lied]
Karl Mickel (1935–2000)
- Maischnee (Sie sagte nichts, als ich)
- Kindermund (Was ist das für ein Krach!)
Helga M. Novak (1935–2013)
- Ruhe bis zum Büchsenlicht (die Nacht eines Wilderers)
- zerfallen (nach meinem Tod die Seele)
Rolf Haufs (1935–2013)
- Der Spitzel (Trägt tote Vögel in seiner)
- Vor einer bombardierten Kirche (Eh der Hahn noch dreimal)
- Der Tod eines Mannes (Mein Vater starb als)
- Drei Strophen (Mein Leben ist in Stücke)
Wolf Biermann (* 1936)
- Kleinstadtsonntag (Gehn wir mal hin)
- Berlin, du deutsche deutsche Frau
- Antrittsrede des Sängers (Die einst vor den Maschinengewehren)
- Ermutigung (Du, laß dich nicht verhärten)
- Frage und Antwort und Frage (Es heißt: Man kann nicht)
- Lied vom donnernden Leben (Das kann doch nicht alles)
- Und als wir ans Ufer kamen
- Ballade vom preußischen Ikarus (Da, wo die Friedrichstraße sacht)
- Mag sein, daß ich irre
- Bildnis einer jungen Frau (Ich weiß wo ich herkomm)
- Nur wer sich ändert, bleibt sich treu (Ich schwamm durch Blut)
- Um Deutschland ist mir gar nicht bang
Kurt Bartsch (1937–2010)
- Der Minnesänger (Es war ein Minnesänger)
- Rotkäppchen und Herr Wolf (Rotkäppchen, dreizehn Jahre alt)
- Brecht (Es ist für alle Fälle)
- Adolf Hitler ganz allein
- Die Leichenwäscherin ist tot
Robert Gernhardt (1937–2006)
- Siebenmal mein Körper (Mein Körper ist ein schutzlos)
- Doppelte Begegnung am Strand von Sperlonga (Die Sonne stand schon)
- Nachdem er durch Metzingen gegangen war (Dich will ich loben)
- Wortschwall (Erst tropft es Wort für Wort)
- Schön und gut und klar und wahr (Da sind diese vier weißen)
- Der letzte Gast (Im Schatten der von mir)
- Ach (Ach, noch in der letzten)
- Klinik-Lied (So lieg ich hier)
- Als er einen Schädel schüttelte (Der lag so starr)
Volker Braun (* 1939)
- Das Lehen (Ich bleib im Lande)
- Spiegelgasse (Sieh hinein. Der krumme)
- Der Biergarten (Unter der Bäume frisch)
- Das Frühstück (Geliebte, die sich mir)
- Das Eigentum (Da bin ich noch)
Bernd Jentzsch (* 1940)
- Arioso (Ich bin der Weggehetzte)
Rolf Dieter Brinkmann (1940–1975)
- Selbstbildnis im Supermarkt (In einer großen)
- Trauer auf dem Wäschedraht im Januar (Ein Stück Draht)
Karin Kiwus (* 1942)
- Kleine Erinnerung an den Fortschritt (Ja, damals, als wir Kinder waren)
Dieter Leisegang (1942–1973)
- Einsam und allein (Einsam ist ja noch zu leben)
Friedrich Christian Delius (1943–2022)
- Hymne (Ich habe Angst vor dir)
- Moritat auf Helmut Hortens Angst und Ende (Horten liegt flach)
Doris Runge (* 1943)
- fliegen (meine flügel ließ ich dir)
- im rückspiegel (an der kindheit)
- sommer (das war ein blutsturz von rosen)
- lachen (auf allen kanälen)
- natürlich (könnte ich vorher)
- die sehnsucht der toten dinge (der ring will den finger)
Wolf Wondratschek (* 1943)
- In den Autos (Wir waren ruhig)
- Endstation (Ich stand an der Bushaltestelle)
Michael Krüger (* 1943)
- Die Reise nach Jerusalem (Griechenlands steinerne Faust)
- Wo ich geboren wurde (Mein Großvater konnte)
Robert Schindel (* 1944)
- Kältelied (Und hast du nichts im Maul)
- Nullsucht 2. (Vom Speisewagen des Intercityzugs)
- Vineta 1. (Ich bin ein Jud aus Wien)
Thomas Brasch (1945–2001)
- Lied (Wolken gestern und Regen)
- Schlaflied für K. (Nacht oder Tag oder jetzt)
- Der schöne 27. November (Heute hat die Post)
Franz Xaver Kroetz (* 1946)
- Tröste mich (Tröste mich – dir hab ich mich)
Ulla Hahn (* 1945)
- Anständiges Sonett (Komm beiß dich fest)
- Winterlied (Als ich heute von dir)
- Blinde Flecken (Daß wir so uneins)
- Für einen Flieger (Wenn du in Bausch und Bogen)
- Ars poetica (Danke ich brauch keine)
- Endlich (Endlich besoffen und ehrlich)
- Katzenmahlzeit (Alles ist in Roma eßbar)
- Irrtum (Und mit der Liebe)
Peter Maiwald (1946–2008)
- Hanne (Ihr rotes Haar)
- Ich war hungrig
- Liedel (Gehabt hab ich ein Kindel)
- Besuch (Da ist ein Berg)
- Volkslied (Ein Volk von Deserteuren)
- Letzte Stunde (In der letzten Stunde)
- Der Abschied (Als ich sie zum Bahnhof)
André Heller (* 1947)
- Mein Liebstes, tu die Schatten fort
Thomas Rosenlöcher (1947–2022)
- Der Engel mit der Eisenbahnermütze (Er steht im Schnee)
Friederike Roth (* 1948)
- Das alte Treiben (Was, Liebster)
Werner Söllner (1951–2019)
- Was bleibt (Das Haus der Welt)
Hans-Ulrich Treichel (* 1952)
- Grenzübergang (Dann verstand ich endlich)
- Viel Glück (Viel Glück und liebe Grüße)
Kurt Drawert (* 1956)
- … zum deutschen Liedgut (Ich bin ganz von selber)
- Mit Heine (Dies Land, von dem die Rede geht)
Uwe Kolbe (* 1957)
- Bereits vordem du hier bist (Weiß ich welch Verse)
- Für den Anfang (Ich will es hier zu Anfang)
- Sternsucher (Der, hör ich, nachts)
Steffen Mensching (* 1958)
- Erinnerung an eine Milchglasscheibe (Der Januar war schneeig)
Barbara Köhler (1959–2021)
- Rondeau Allemagne (Ich harre aus im Land)
- Guten Tag (immer hinterher im regen stehen)
Durs Grünbein (* 1962)
- In einer U-Bahn, früh am Morgen
- Fahrlässiges Betreiben eines Heißluftföns
- Sie nimmt mich mit
- Wie kreuzgefährlich Rituale sind
- Kosmopolit (Von meiner weitesten Reise zurück)
Albert Ostermaier (* 1967)
- mono (du sollst keine götter)
- warmstart (dass zu lieben heisser ist)
Steffen Jacobs (* 1968)
- Kindertodtenlied (Wir hätten dir gerne)