| Linkshändige Einsiedlerkrebse | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Diogenidae | ||||||||||||
| Ortmann, 1892 |
Die Linkshändigen Einsiedlerkrebse (Diogenidae) sind eine Familie der Einsiedlerkrebse mit etwa 350 Arten. Die meisten kommen auf Korallenriffen und im Flachwasser des Indopazifiks vor, wenige Gattungen im Atlantik. Die namensgebende Gattung Diogenes ist nach dem altgriechischen Philosophen Diogenes von Sinope benannt, der der Legende nach in einer Tonne gelebt haben soll.
Die meisten Vertreter der Familie sind sehr klein (Carapaxlänge 2–4 mm), allerdings enthält sie auch die größten Einsiedlerkrebse überhaupt: Tisea grandis wird bis zu 57 mm lang. Viele Vertreter sind auffällig bunt gefärbt. Die linke Schere ist meist größer, manchmal sind beide Scheren etwa gleich groß, sehr selten ist die rechte größer. Mit der Schere kann die Öffnung des Schneckengehäuses, in dem der Krebs lebt, verschlossen werden. Wie alle Zehnfußkrebse (Decapoda) haben Linkshändige Einsiedlerkrebse fünf Gliedmaßenpaare, ein Paar Scherenbeine, zwei Paar Schreitbeine, die aus dem Schneckenhaus ragen und zwei Paar kleinere, verkümmert erscheinende Beine, mit denen sie das Schneckenhaus festhalten. Der erste Somit des Pleons ist deutlich vom letzten thorakalen Sternit abgesetzt. Die dritten Maxillipeden stehen an der Basis nahe beieinander. Der dritte bis fünfte Pleopode ist nur linksseitig ausgebildet oder sie fehlen bei Männchen ganz. Der erste, manchmal auch der zweite Pleopode sind paarig.
Dardanus arrosor lebt in Symbiose mit der Schmarotzerrose (Calliactis parasitica), die er sich auf das Gehäuse pflanzt. Wechselt er es, so löst er seine Seeanemone ab und setzt sie auf das neue Schneckenhaus. Die Art Paguristes oculatus bildet ebenfalls eine Symbiose mit Schmarotzerrosen. Es gibt auch Linkshändige Einsiedlerkrebse, die kein Schneckenhaus benutzen, sondern sich die Seeanemonen direkt auf den Körper setzen.
Einige kleinere Arten der Diogenidae wie Calcinus, Clibanarius und Paguristes sind als Algen- und Restefresser bei Seewasseraquarianern beliebte Mitbewohner in Korallenriffaquarien.
Die Familie ist vermutlich nicht monophyletisch. Zu ihr gehören folgende rezente Gattungen:
Darüber hinaus gibt es folgende fossile Gattungen: