Doazon

Doazon
Doazon (Frankreich)
Doazon (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Pau
Kanton Artix et Pays de Soubestre
Gemeindeverband Lacq-Orthez
Koordinaten 43° 27′ N, 0° 33′ WKoordinaten: 43° 27′ N, 0° 33′ W
Höhe 129–248 m
Fläche 6,14 km²
Einwohner 187 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 30 Einw./km²
Postleitzahl 64370
INSEE-Code

Rathaus von Doazon

Doazon ist eine französische Gemeinde mit 187 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Artix et Pays de Soubestre (bis 2015: Kanton Arthez-de-Béarn).

Der Name in der gascognischen Sprache lautet Doason.

Geographie

Doazon liegt ca. 35 km nordwestlich von Pau in der historischen Provinz Béarn am nördlichen Rand des Départements.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Pomps
Castillon Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Arnos
Lacq Serres-Sainte-Marie Casteide-Cami

Doazon liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Ein Nebenfluss des Luy de Béarn, der Aubin, durchströmt zusammen mit seinem Zufluss, dem Lech, das Gemeindegebiet. Der Leich entspringt und mündet in den Lech auf dem Gebiet der Gemeinde.

Geschichte

Eine Siedlung bestand seit der gallorömischen Zeit. Im Mittelalter war sie eine wohltuende Etappe für Pilger auf dem Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Eine Quelle wird erwähnt, die den Pilgern ein Wasser mit regenerativer Wirkung spendete. Aufgrund dieser Lage und der frühen Landwirtschaft siedelten sich seit dem 14. Jahrhundert zahlreiche Bewohner an.

Erwähnt wurde Doazon 1286 in den Schriften der Vicomté von Béarn und 1352 in der Form Doasoo von Schriften der Notare von Pardies. In der Volkszählung von 1385 wurden 30 Haushalte gezählt und die Zugehörigkeit des Dorfes zur Bailliage von Pau festgehalten. Daneben wurde festgestellt, dass ein Pfarrer, ein Grundherr und ausgegrenzte Cagots das Dorf bewohnten. Cagots bildeten eine Personengruppe, die vom 13. bis weit ins 19. Jahrhundert hinein in Spanien und Frankreich diskriminiert und weitgehend vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen war.

Auf der Karte von Cassini 1750 ist Doazon als Doason eingetragen.

Einwohnerentwicklung

Nach einem Höchststand der Einwohnerzahl in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit über 400 Einwohnern reduzierte sich die Zahl bei kurzen Wachstumsphasen bis zu den 1960er Jahren um insgesamt mehr als zwei Drittel. Anschließend setzte aufgrund der Nähe zum Industriegebiet von Lacq ein Bevölkerungswachstum ein.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner131145136136146156174188187
EinwohnerJahr1001502002503003504004501750180018501900195020002050Doazon
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 1999, INSEE ab 2006

Sehenswürdigkeiten

Ortskirche von Doazon

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Landwirtschaft ist auch heutzutage der wichtigste Wirtschaftsfaktor der Gemeinde.

Landwirt...IndustrieBaugewerbeHandel Tr...Öffentliche Verwal...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014
Gesamt = 21

Bildung

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Grundschule mit 23 Kindern im Schuljahr 2016/2017.

Sport und Freizeit

Der Stausee von Doazon wurde im Jahr 2000 eingerichtet. Auf einer Fläche von insgesamt 40 Hektar staut er das Wasser des Aubin und fasst eine Wassermenge von 2,2 Millionen m3. Ein 3,5 km langer Weg lädt zum Umrunden des Sees zu Fuß oder mit dem Fahrrad ein. Der See hat eine Population von Hechten, Barschen, Karpfen, Schleien, Rotaugen und Rotfedern, deren Befischung reglementiert ist.

Verkehr

Doazon wird durchquert von der Route départementale 276.

Persönlichkeiten

Jean-Baptiste Théodore Lamarque d’Arrouzat
Commons: Doazon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Doazon. Gasconha.com, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  2. ↑ Ma commune : Doazon. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  3. 1 2 Conseil régional d’Aquitaine: Doazon. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 9. September 2016; abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  4. ↑ Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 55, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  5. ↑ David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 2. Mai 2017 (englisch).
  6. ↑ Notice Communale Doazon. EHESS, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  7. ↑ Populations légales 2006 Commune de Doazon (64200). INSEE, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  8. ↑ Populations légales 2014 Commune de Doazon (64200). INSEE, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  9. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Église de Doazon. Visites en Aquitaine, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  10. ↑ Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Doazon (64200). INSEE, ehemals im Original (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  11. ↑ École élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  12. ↑ Circuits de promenades et randonnées pédestres. Tourismusbüro von Coeur de Béarn in Monein und Orthez, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  13. ↑ Le lec de l’Aubin ou de Doazon. (PDF) Tourismusbüro von Coeur de Béarn in Monein und Orthez, abgerufen am 2. Mai 2017 (französisch).
  14. ↑ Biografie von berühmten Militärpersonen der Landarmee und Marine von 1798 bis 1850/L (französisch)