Ramous

Ramous
Ramous (Frankreich)
Ramous (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Pau
Kanton Orthez et Terres des Gaves et du Sel
Gemeindeverband Lacq-Orthez
Koordinaten 43° 31′ N, 0° 54′ WKoordinaten: 43° 31′ N, 0° 54′ W
Höhe 24–156 m
Fläche 7,58 km²
Einwohner 470 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 62 Einw./km²
Postleitzahl 64270
INSEE-Code

Straße in Ramous

Ramous ist eine französische Gemeinde mit 470 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Orthez et Terres des Gaves et du Sel (bis 2015: Kanton Orthez).

Die Bewohner werden Ramousiens oder Ramousiennes genannt.

Geographie

Ramous liegt circa 55 Kilometer nordwestlich von Pau in der historischen Provinz Béarn an der nördlichen Grenze zum benachbarten Département Landes.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Ossages (Landes)
Puyoô Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Baigts-de-Béarn
Bellocq Bérenx

Ramous liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour am rechten Ufer des Gave de Pau.

Nebenflüsse des Gave durchqueren das Gebiet der Gemeinde:

Eingangsportal der Pfarrkirche Saint-Aignan

Geschichte

Zur gallorömischen Zeit profitierte das Dorf von seiner Lage an einer wichtigen Römerstraße. Im Mittelalter an der Grenze zwischen den Vicomtés von Dax und Béarn gelegen, kam es 1193 schließlich zum Béarn nach der Eroberung durch Gaston IV. von Béarn, genannt „der Kreuzfahrer“. Der Pfarrer der Gemeinde unterstand jedoch weiterhin dem Bistum Dax. Die Grundherrschaft wurde etabliert und gehörte eine Zeit lang der Familie Gassion. Diese war eine einflussreiche Familie, was einen Hinweis auf den Reichtum und der Attraktivität des Ortes in der damalige Zeit gibt. Bei der Volkszählung im Béarn im Jahre 1385 wurden in Ramous 37 Haushalte gezählt. Das Dorf unterstand der Bailliage von Rivière-Gave, ein damaliges Erzpriestertums des Bistums Dax.

Am 1. Januar 1973 haben sich die Gemeinden Puyoô, Bellocq und Ramous zur neuen Gemeinde Puyoô-Bellocq-Ramous zusammengeschlossen. Am 1. Januar 1984 wurde diese Fusion wieder rückgängig gemacht.

Toponyme und Erwähnungen von Ramous waren:

Einwohnerentwicklung

Nach einem Höchststand der Einwohnerzahl von 630 in der Mitte des 19. Jahrhunderts reduzierte sich die Zahl in der Folgezeit bei kurzen Erholungsphasen bis zu den 1950er Jahren auf rund 380. Seitdem ist ein überdurchschnittlicher Wachstumstrend zu verzeichnen.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner395378--387392411466470
EinwohnerJahr3504004505005506006501750180018501900195020002050Ramous
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006, INSEE ab 2009

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche Saint-Aignan

Wirtschaft und Infrastruktur

Weinrebe der AOC Béarn

Die Landwirtschaft mit Weinbau ist traditionell einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde. Ramous liegt in der Zone AOC des Weinbaugebiets Béarn.

Landwirtschaf...IndustrieBaugewerbeHandel T...Öffentliche Verwalt...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2015
Gesamt = 34

Bildung

Die Gemeinde verfügt über eine öffentliche Vor- und Grundschule mit 52 Schülerinnen und Schülern im Schuljahr 2017/2018.

Sport und Freizeit

Verkehr

Commons: Ramous – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Pyrénées-Atlantiques Gentilé. habitants.fr, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).
  2. ↑ Ma commune : Ramous. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).
  3. 1 2 Conseil régional d’Aquitaine: Ramous. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 14. November 2017; abgerufen am 14. November 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. 1 2 Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 141, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).
  5. ↑ Ramous. Communauté de communes de Lacq-Orthez, archiviert vom Original am 15. November 2017; abgerufen am 14. November 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  6. ↑ David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 14. November 2017 (englisch).
  7. 1 2 Notice Communale Ramous. EHESS, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).
  8. ↑ Populations légales 2014 Commune de Ramous (64462). INSEE, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).
  9. ↑ Église Saint-Aignan. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 15. November 2017; abgerufen am 14. November 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  10. ↑ Clocher-porche de l’église Saint-Aignan. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 15. November 2017; abgerufen am 14. November 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  11. ↑ Inscription latine sur l’église Saint-Aignan. visites.aquitaine.fr, archiviert vom Original am 15. November 2017; abgerufen am 14. November 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  12. ↑ église paroissiale Saint-Aignan. Ministerium für Kultur und Kommunikation, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).
  13. ↑ Institut national de l’origine et de la qualité - Rechercher un produit. Institut national de l’origine et de la qualité, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).
  14. ↑ Caractéristiques des établissements en 2015 Commune de Ramous (64462). INSEE, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).
  15. ↑ École maternelle et élémentaire. Nationales Bildungsministerium, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).
  16. ↑ CIRCUIT 58 - Baigts-Puyoô-Ramous. (PDF) Tourismusbüro des Béarn des Gaves, abgerufen am 14. November 2017 (französisch).