Labeyrie

Labeyrie
Labeyrie (Frankreich)
Labeyrie (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département (Nr.) Pyrénées-Atlantiques (64)
Arrondissement Pau
Kanton Artix et Pays de Soubestre
Gemeindeverband Lacq-Orthez
Koordinaten 43° 33′ N, 0° 37′ WKoordinaten: 43° 33′ N, 0° 37′ W
Höhe 63–157 m
Fläche 3,69 km²
Einwohner 103 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte 28 Einw./km²
Postleitzahl 64300
INSEE-Code

Rathaus von Labeyrie

Labeyrie ist eine französische Gemeinde mit 103 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) im Département Pyrénées-Atlantiques in der Region Nouvelle-Aquitaine (vor 2016: Aquitanien). Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Pau und zum Kanton Artix et Pays de Soubestre (bis 2015: Kanton Arthez-de-Béarn).

Der Name in der gascognischen Sprache lautet Laveiria oder La Veiria.

Geographie

Labeyrie liegt ca. 45 km nordwestlich von Pau in der historischen Provinz Béarn an der nördlichen Grenze zum benachbarten Département Landes.

Umgeben wird der Ort von den Nachbargemeinden:

Sault-de-Navailles Bassercles (Landes)
Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Castelner (Landes)
Lacadée Hagetaubin Saint-Médard

Labeyrie liegt im Einzugsgebiet des Flusses Adour. Ein Nebenfluss des Luy, der Luy de Béarn, und dessen Zufluss Juren strömen durch das Gebiet der Gemeinde.

Geschichte

Seit dem Mittelalter ist das wirtschaftliche Leben der Gemeinde geprägt von den Erzeugnissen zahlreicher Bauernhöfe. Hinzu kam die Herstellung von Glas, die der Gemeinde zu ihrem Namen verhalf. Beyrie ist eine Ableitung des lateinischen Wortes vitrina. Nach dem Verschwinden der Glaswerkstätten am Ende des Mittelalters wandte man sich der Bewirtschaftung der zahlreichen umliegenden Wälder zu. Eine Erwähnung in den Schriften erfolgte 1538 in der Form La Beyria. Labeyrie war eine Filialgemeinde von Lacadée und gehörte dem Unterbezirk von Saint-Sever in den Landes. Bis zur Neuordnung der Territorien zu Beginn der Französischen Revolution gehörte Labeyrie zur Chalosse, einem Landstrich der Landes. Auf der Karte von Cassini 1750 ist die Gemeinde unter Namen Beyrieeingezeichnet. Mit der Gründung des Départements Basses-Pyrénées 1790 wurde die Gemeinde dem Béarn zugeschlagen.

Einwohnerentwicklung

Nach einem Höchststand der Einwohnerzahl von rund 250 Einwohnern in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist die Zahl bei kurzen Wachstumsphasen bis zu den 1960er Jahren auf unter 100 gesunken. Erst in den letzten Jahren ist ein moderates Wachstum der Gemeinde zu verzeichnen, die Einwohnerzahl stieg inzwischen wieder auf über 100.

Jahr196219681975198219901999200620092023
Einwohner1019585101829292103103
EinwohnerJahr60901201501802102402701750180018501900195020002050Labeyrie
Ab 1962 offizielle Zahlen ohne Einwohner mit Zweitwohnsitz
Quellen: EHESS/Cassini bis 2006, INSEE ab 2009

Sehenswürdigkeiten

Pfarrkirche von Labeyrie

Wirtschaft und Infrastruktur

Land- und Forstwirtschaft sind die wichtigsten Wirtschaftsfaktoren der Gemeinde.

Landwirt...IndustrieBaugewe...Handel T...Öffentliche Verwal...Landwirtschaft Forstwirtschaft FischereiIndustrieBaugewerbeHandel Transport sonstige DienstleistungenÖffentliche Verwaltung Lehre Gesundheit Sozialwesen
Aktive Arbeitsstätten nach Branchen am 31. Dezember 2014
Gesamt = 10

Verkehr

Labeyrie ist erreichbar über die Routes départementales 31 (Landes: 376) und 131 (Landes: 56).

Commons: Labeyrie (Pyrénées-Atlantiques) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Labeyrie. Gasconha.com, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  2. ↑ Ma commune : Labeyrie. Système d’Information sur l’Eau du Bassin Adour Garonne, abgerufen am 13. Juni 2017 (französisch).
  3. 1 2 Conseil régional d’Aquitaine: Labeyrie. Visites en Aquitaine, archiviert vom Original am 9. September 2016; abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ David Rumsey Historical Map Collection France 1750. David Rumsey Map Collection: Cartography Associates, abgerufen am 3. Juli 2017 (englisch).
  5. ↑ Paul Raymond: Dictionnaire topographique du département des Basses-Pyrénées. In: Dictionnaire topographique de la France. Imprimerie nationale, 1863, S. 87, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  6. ↑ Notice Communale Labeyrie. EHESS, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  7. ↑ Populations légales 2014 Commune de Labeyrie (64295). INSEE, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  8. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Église de Labeyrie. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  9. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Château de Labeyrie. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  10. ↑ Conseil régional d’Aquitaine: Chapelle du château de Labeyrie. Visites en Aquitaine, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).
  11. ↑ Caractéristiques des établissements en 2014 Commune de Labeyrie (64295). INSEE, abgerufen am 3. Juli 2017 (französisch).