Ehrl Stadt Scheßlitz | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 0′ N, 11° 3′ O |
| Höhe: | 323 m ü. NHN |
| Fläche: | 2,9 km² |
| Einwohner: | 109 (30. Sep. 2025) |
| Bevölkerungsdichte: | 38 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 96110 |
| Vorwahl: | 09542 |

Ehrl ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im oberfränkischen Landkreis Bamberg in Bayern. Die Gemarkung Ehrl hat eine Fläche von 2,898 km². Sie ist in 412 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 7034 m² haben.
Das Kirchdorf liegt auf freier Flur am Ellernbach, dem rechten Oberlauf des Leitenbachs zwischen dem Tirschental (459 m ü. NHN) im Nordwesten und dem Schlappenreuther Berg (554 m ü. NHN) im Südosten, beides Erhebungen der Fränkischen Alb. Die Staatsstraße 2210 führt nach Burgellern (1,3 km südwestlich) bzw. nach Stübig (1,8 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt 0,7 km westlich zu einer Gemeindeverbindungsstraße, die südlich nach Burgellern und nördlich nach Pausdorf verläuft.
Auf einer Brücke über den Ellerbach steht eine Statue des Brückenheiligen Johannes Nepomuk aus dem Jahr 1981. Der Sockel trägt die Inschrift „Liebe überwindet Gewalt“.
Der Stelzenläufer am Ellerbach erinnert an den Spitznamen Bachstelzer. Als der Bach noch flache Ufer hatte, überquerte man das Wasser mit Hilfe von Stelzen. Der Gedenkstein erinnert auch an das Alter des Ortes (750 Jahre) und an die früheren Herrschaften Dompropstei und Kloster Langheim.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Ehrl aus 43 Anwesen und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus mit Ausnahme der Lehen des Dompropsteiamtes Burgellern, hier übte dieses das Hochgericht in begrenztem Umfang aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatten das Amt Scheßlitz und das Dompropsteiamt Burgellern gemeinsam. Grundherren waren
Im Jahre 1802 kam Ehrl an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Ehrl dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Burgellern zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Ehrl. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Scheßlitz zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheßlitz (1919 in Finanzamt Scheßlitz umbenannt, ab 1928 Finanzamt Bamberg-Land). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 8 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Buchau. Ab 1862 war das neu gebildete Bezirksamt Bamberg I für die Verwaltung zuständig, mit dessen Auflösung im Jahr 1929 ist es das Bezirksamt Bamberg (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt). Die Gerichtsbarkeit lag weiterhin beim Landgericht Scheßlitz (1880 in Amtsgericht Scheßlitz umbenannt, seit 1932 Amtsgericht Bamberg). 1875 wurde die Schreibweise des Ortes in die heutige Form „Ehrl“ geändert. 1964 hatte die Gemeinde eine Fläche von 2,900 km².
Am 1. Mai 1978 wurde Ehrl im Zuge der Gebietsreform in Bayern zunächst nach Scheßlitz eingemeindet.
In Ehrl gibt es 20 Baudenkmäler:
In der Gemarkung Ehrl gibt es ein Bodendenkmal.
| Jahr | 1818 | 1840 | 1852 | 1855 | 1861 | 1867 | 1871 | 1875 | 1880 | 1885 | 1890 | 1895 | 1900 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 143 | 182 | 174 | 175 | 173 | 175 | 181 | 184 | 192 | 171 | 150 | 163 | 152 |
| Häuser | 30 | 27 | 29 | 30 | 30 | ||||||||
| Quelle |
| Jahr | 1905 | 1910 | 1919 | 1925 | 1933 | 1939 | 1946 | 1950 | 1952 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 156 | 152 | 132 | 144 | 133 | 139 | 195 | 189 | 171 | 151 | 142 | 120 | *109 |
| Häuser | 29 | 27 | 29 | 29 | |||||||||
| Quelle |
Ehrl ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Kilian (Scheßlitz) gepfarrt.