Im Jahre 1569 wurde der Ort als „Geisengrundt“ erstmals urkundlich erwähnt, 1732 als „Gaßengrund“ und 1809 als „Gaisengrund“. Das Grundwort Grund bedeutete im Mittelhochdeutschen Tal, das Bestimmungswort Geis Rehwild. Der Ort wurde also in einem ursprünglich bewaldeten Talgebiet mit reichem Rehwildbestand gegründet.
Karl Heinrich Ritter von Lang berichtet in seiner Beschreibung des Rezatkreises (heutiges Mittelfranken) aus dem Jahr 1809 über die Entstehung von Geißengrund: „In älteren Zeiten bestand der Gaisengrund in einem Complex mehrerer unbezimmerter Grundstücke, welche noch im 16.Jahrhundert dem Stift Eichstätt zu Lehen gingen, 1577 aber von Markgraf Georg Friedrich gekauft und sodann bezimmert wurden“. Dies macht deutlich, dass der Flurname schon vor dem Ortsnamen existiert hat.
Alexander Biernoth:25 Jahre Eingemeindungen in die Stadt Ansbach. Ein Abriß der Ortsgeschichten von Bernhardswinden, Brodswinden, Claffheim, Elpersdorf, Hennenbach, Neuses und Schalkhausen. Ansbach 1997, OCLC634417218.
Manfred Jehle:Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach (=Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 35). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 2009, ISBN 978-3-7696-6856-8.
12M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd.2, S.858.
↑Johann Bernhard Fischer:Gaisengrund. In: Statistische und topographische Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb des Gebürgs, oder des Fürstentums Brandenburg-Anspach. Zweyter Theil. Enthaltend den ökonomischen, statistischen und sittlichen Zustand dieser Lande nach den funfzehen Oberämtern. Benedict Friedrich Haueisen, Ansbach 1790, OCLC159872968, S.18 (Digitalisat).
12M. Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd.2, S.1008f.
↑Staatsarchiv Nürnberg, Regierung von Mittelfranken, Kammer des Inneren, Abgabe 1952, 3850: Formation der Municapial- und Ruralgemeinden im Landgericht Ansbach 1808–17. Zitiert nach M.Jehle: Ansbach: die markgräflichen Oberämter Ansbach, Colmberg-Leutershausen, Windsbach, das Nürnberger Pflegamt Lichtenau und das Deutschordensamt (Wolframs-)Eschenbach, Bd.2, S.961.