Gerundium

Gerundium (lat. gerere „vollbringen“, gerundus (ältere Form für gerendus) „auszuführend“, als Substantiv Neutrum gerundium „das Auszuführende“) ist ursprünglich ein Begriff aus der lateinischen Grammatik, wo er ein Verbalsubstantiv bezeichnet. Genauer gesagt bezeichnet man hier als Gerundium die Deklinationsformen des Verbalsubstantivs, in denen nicht eine Substantivierung (Konversion) der Infinitivform zu sehen ist.

Die Bezeichnung wird alternativ zu anderen Bezeichnungen in zahlreichen Sprachen verwendet, ohne immer deckungsgleich mit der Verwendung im Lateinischen zu sein.

Folgende Anwendungen sind die häufigsten:

Latein

Im Lateinischen ist das Gerundium ein Verbalsubstantiv. Es ergänzt die substantivische Verwendung der Infinitivform, da die Infinitivform im Lateinischen nur als Nominativ oder präpositionsloser Akkusativ substantivisch verwendet werden kann. Die fehlenden Kasus (Fälle), die sogenannten cāsūs oblīquī Genitiv, Dativ, Akkusativ nach Präposition und Ablativ, werden dann vom Gerundium übernommen.

Beispiele für den substantivierten Infinitiv:

Beispiele für das Gerundium als Ersatzform für die fehlenden Fälle (Kasus):

Beziehung zum Gerundivum

Das Gerundium entstand historisch aus dem substantivierten Neutrum des verbaladjektivischen Gerundivums (Gerundiv). Beispiel für die formale Herleitung des Gerundiums aus dem Gerundivum:

Gerundivum und Gerundium werden wegen des charakteristischen Bildungselementes auch adjektivische nd-Form (= Gerundivum) bzw. substantivische nd-Form (= Gerundium) genannt.

Morphologie (Formenlehre)

Morphologisch wird das Gerundium, das formengleich mit dem Gerundivum ist, aus dem Präsensstamm des Verbes, dem Kennzeichen -nd- und den drei Endungen -ī, -ō, -um gebildet. Der Stammauslaut wird gekürzt (amāre „lieben“ > amăndi „des Liebens“), in der 3. und 4. Konjugation findet sich der Zwischenvokal e (audīre „hören“ > audĭĕndī „des Hörens“, capere „fangen“ > capiĕndī „des Fangens“).

Die folgende Tabelle zeigt die Deklination des lateinischen Infinitivs des Verbs laudāre „loben“ im Nominativ und reinen Akkusativ sowie die Formen des Gerundiums im Genitiv, Dativ, Akkusativ (mit Präposition) und Ablativ (mit oder ohne Präposition).

KasusFormmögliche Übersetzung
Nominativlaudāreloben, das Loben
Genitivlaudandīdes Lobens
Dativlaudandōdem Loben
Akkusativlaudāreloben, das Loben
Akkusativad laudandŭmzum Loben
Ablativ(in) laudandōbeim Loben, durch das Loben

Zur Syntax des Gerundiums

Das Gerundium dient zwar als Substantiv, hat aber zugleich auch Eigenschaften einer Verbalform: Die vom Gerundium abhängigen Ausdrücke können die Form eines direkten Objekts oder einer adverbialen Bestimmung haben (eben wie sonst bei Verben):

In der deutschen Übersetzung erscheinen die Adverbien (diū, fortiter, saepe) als Adjektive in Verbindung mit den substantivierten Infinitiven.

Das Gerundium (bzw. die ganze Gerundialkonstruktion) nimmt im Satz die Funktionen ein, die seine jeweilige Kasusform auch allgemein haben kann: Es kann als Attribut (Beifügung) von einem Substantiv abhängen, es kann in einem von Verben oder Präpositionen regierten Kasus stehen oder als adverbiale Bestimmung in einem Adverbialkasus. Der Akkusativ des Gerundiums (laudandum) steht nur nach Präpositionen wie ad, in, inter, ob (als Subjekt oder direktes Objekt eines Verbs steht hingegen die Infinitivform). Der Dativ ist wenig gebräuchlich. Der Ablativ steht entweder allein oder nach den Präpositionen in, ab, ex, dē, prō.

Semantik: Ablativ als Adverbialkasus (instrumental/modal).
  • in conficiendō „bei/während der Durchführung“
Ablativ von der temporalen Präposition in regiert.

Wie an den Übersetzungen der Beispiele zu sehen ist, bezeichnet das Gerundium lediglich die im Verb ausgedrückte Handlung, das Tun selbst (es ist ein nomen actionis – im Gegensatz zum verbaladjektivischen Gerundivum, das zusätzlich eine Notwendigkeit ausdrückt, wie in vir laudandus „ein zu lobender Mann, ein Mann, den man loben muss“).

Moderne romanische Sprachen

Die romanischen Sprachen setzen als Tochtersprachen des Lateinischen den Ablativ (ohne oder mit Präposition) des lateinischen Gerundiums fort. Es bezeichnet durch den instrumentalen Ablativ die Begleitumstände, unter denen sich eine Handlung vollzieht. Docendo discimus: (Ablativ von dŏcēre „lehren“): „Durch das Lehren, dadurch, dass wir lehren, lernen wir.“

Die Formen der modernen romanischen Sprachen:

Französisch

Das französische Gerundium (le gérondif) gehört mit dem Partizip Präsens (Mittelwort der Gegenwart, le participe présent) zu den ant-Formen, vergleichbar den ing-Formen im Englischen.

Bei der Entwicklung vom Lateinischen zum Französischen sind Gerundium und Partizip Präsens lautlich zusammengefallen (cantando > chantant; cantantem > chantant). Deshalb entspricht das französische gérondif heute (auf der synchronen Ebene) formal dem participe présent (Partizip Präsens), dem die Präposition en  vorangestellt wird.

Beispiel:

Ausgangsform zur Bildung des Gerundiums sowie des Partizip Präsens im modernen Französischen ist die 1. Person Plural des Präsens Indikativ (le présent de l’indicatif) eines Verbes.

Beispiele:

Unregelmäßige Bildungen haben drei Verben:

Das neufranzösische gérondif hat zwei Formen (les temps du gérondif):

Das gérondif hat im heutigen Französisch eine temporale (zeitliche), konditionale (bedingende) oder modale (die Art und Weise betreffende) Bedeutung.

Spanisch, Italienisch, Portugiesisch, Okzitanisch, Rumänisch

Bildung des Gerundiums:

Zu den Aufgaben des Gerundiums zählt in einigen der genannten Sprachen die Realisierung des imperfektiven Aspektes, der eine Handlung als noch nicht abgeschlossen, gerade ablaufend darstellt.

Beispiele:

Das Gerundium dient auch der Verkürzung bzw. dem Ersetzen von adverbialen Nebensätzen, die im Deutschen mit bei, während, weil, indem, als, wenn, etc. eingeleitet werden.

Beispiele:

Germanische Sprachen

Das Gerundium in den westgermanischen Sprachen war ein Verbalsubstantiv, das formal vom Infinitivstamm abwich, indem es mit /j/ gebildet wurde. Es kam im Genitiv, Dativ und Instrumental vor und stand damit in heteroklitischem Wechsel mit dem ohne /j/ gebildeten Infinitiv im Nominativ und Akkusativ. In den literarischen Sprachstufen ist das /j/ nur noch indirekt zu erkennen, indem es nämlich im Althochdeutschen zur Geminierung des /n/ (etwa westgermanisch nëmanja- zu althochdeutsch nëmanne) und im Altfriesischen zur Erhaltung des im Infinitiv geschwundenen Nasals geführt hat. Die Ursprünge dieser westgermanischen Neuerung, die im Ost- und Nordgermanischen unbekannt ist, sind nicht geklärt; formal handelt es sich um einen neutralen ja-Stamm. In den neugermanischen Sprachen hat sich das westgermanische Gerundium formal als nach der Infinitivpartikel zu beziehungsweise to stehende zweite Form des Infinitivs in allen friesischen und einer Reihe von hoch- und niederdeutschen Dialekten erhalten.

In der Altgermanistik sowie in der deutschen Dialektologie hat sich seit Jakob Grimm – trotz des Widerstands von Otto Behaghel, der den Terminus „flektierte Formen des Infinitivs“ propagierte – für diese (ursprünglich) flektierte Form des Infinitivs der Terminus „Gerundium“ oder „sogenanntes Gerundium“ eingebürgert.

Englisch

Im Englischen wird in der traditionellen Grammatik der Terminus Gerundium (engl. gerund) für eine der sogenannten ing-Formen verwendet. In der modernen Sprachwissenschaft werden in manchen Darstellungen jedoch die aus der lateinischen Grammatik stammenden Termini durch andere ersetzt. In sprachgeschichtlicher Sicht setzt es nicht das Gerundium des Altenglischen fort.

Das Gerundium wird durch Anhängen von -ing an den Infinitiv gebildet: to read — reading, z. B. Reading is fun „Lesen macht Spaß“.

Obwohl das gerund heute formgleich mit dem present participle (Partizip Präsens „Mittelwort der Gegenwart“) ist, sind Syntax und Semantik verschieden.

Beispiele:

Darüber hinaus kann das Gerundium nach Präpositionen stehen und hat somit die syntaktische Funktion eines präpositionalen Objektes:

Die Bildung eines Gerundiums kann Hilfsverben mit einschließen:

Dies gilt auch für die Funktion als (präpositionales) Objekt:

Nach einer Reihe von Verben, z. B. admit, advise, anticipate, avoid, consider, delay, deny, discuss, enjoy, finish, give up, go on, imagine, keep, miss, postpone, practice, recall, recommend, regret, resist, resume, risk, stop, suggest, tolerate, try und understand steht das Gerundium als Objekt.

Das Gerundium steht manchmal in Konkurrenz zum Infinitiv. Dabei kann es zu Bedeutungsunterschieden kommen.

Deutsch

In der neuhochdeutschen Grammatik wird die Bezeichnung Gerundium nicht verwendet, weil es in der modernen deutschen Sprache kein Gerundium im eigentlichen Sinne mehr gibt. In der deutschen Dialektologie wird der Begriff allerdings auf Formen angewandt, die auf das alt- und mittelhochdeutsche Gerundium zurückgehen.

Im älteren Deutsch folgt eine flektierte (deklinierte) Form des Infinitivs hauptsächlich nach der Präposition zu (zi, ze, zuo, z), aber auch im Genitiv und (nur noch im Althochdeutschen) im Instrumental.

Ein formales Nachleben hat dieses Gerundium einerseits in den ostalemannischen und, mancherorts auf Einzelverben beschränkt, einigen südalemannischen, bairischen und fränkischen Dialekten sowie anderseits in einigen Dialekten des Westfälischen, Ostfälischen und Brandenburgischen. In diesen Mundarten kann nach dem zur Partikel gewordenen ze, z eine besondere Form des Infinitivs (ein „Infinitiv II“) auftreten.

Kein historisches Gerundium und damit ein anderer sprachgeschichtlicher Hintergrund liegt in den rezenten osthessischen, ostfränkischen und thüringischen Dialekten vor, wo es ebenfalls zwei verschiedene Infinitive gibt.

Niederländisch

Wie gewisse niederdeutsche Mundarten kennen auch einige in den Niederlanden und in Belgien gesprochene niederfränkische Dialekte teils nur bei Kurzverben, teils auch bei Langverben zwei verschiedene Infinitive, deren einer das altniederfränkische Gerundium fortsetzt. Aus dem gelderländischen Achterhoek und dem seeländischen Goeree sind Formen wie te drinkene ‚zu trinken‘, te dorsene ‚zu dreschen‘ bezeugt, aus West- und Ostflandern solche wie te ziene ‚zu sehen‘.

Friesisch

Altfriesisch kannte ein Gerundium auf -ane oder -ande, etwa siunga ‚singen‘, to siungan(d)e ‚zu singen‘. Dieses Gerundium ist der Form nach in allen gegenwärtigen friesischen Sprachen als „n-Infinitiv“ oder „Infinitiv II“ (west- und nordfriesisch beispielsweise sjongen) erhalten, der neben dem „e-“ bzw. „⊘-Infinitiv“ oder „Infinitiv I“ (beispielsweise westfriesisch sjonge, inselnordfriesisch sjong) steht. Formal ist er im Laufe der Sprachgeschichte allerdings mit dem Partizip Perfekt zusammengefallen, das auf altfriesisch -ande (etwa siungande ‚singend‘) zurückgeht und heute funktional ebenfalls im „Infinitiv II“ weiterlebt.

In westfriesisch in ferske te sjongen, saterfriesisch en Läid tou sjungen oder im nordfriesischen Idiom von Föhr en Liitje tu sjongen ‚ein Lied zu singen‘ setzt sjongen/sjungen das altfriesische Gerundium to siungan(d)e fort. Dem westfriesischen ik hear har sjongen, saterfriesischen ik heere hier sjungen und nordfriesischen ik hiar ham sjongen ‚ich höre sie singen‘ dagegen liegt das altfriesische Partizip Perfekt siungande zugrunde, ebenfalls in Fällen wie westfriesisch hy bliuw dea lizzen, saterfriesisch hi bleeu dood bilääsen und nordfriesisch hi bleew duad leien ‚er blieb tot liegen‘ oder westfriesisch hy komt oanrinnen, saterfriesisch hi kumt ounloopen und nordfriesisch hi komt uunluupen ‚er kommt (an)gelaufen‘.

Slawische Sprachen

Die slawischen Sprachen kennen, morphologisch betrachtet, kein Gerundium im eigentlichen Sinne.

Allerdings nehmen hier die Adverbialpartizipien vergleichbare Funktionen wahr (und werden daher auch in manchen Grammatiken als Gerundium bezeichnet). Insbesondere dienen sie der Bildung von Adverbialen, wie es auch im Englischen und den romanischen Sprachen der Fall ist:

vgl.:

Litauisch

Im Litauischen werden vier Verbaladverbien als Gerundien (padalyvis) oder Quasipartizipien und eines als Halbpartizip (pusdalyvis) bezeichnet:

ZeitformSuffix
Gegenwart-ant, -int
Zukunft-siant
einmalige Vergangenheit-us
mehrmalige Vergangenheit-davus
Halbpartizip-damas

Die litauischen Gerundien sind sprachhistorisch mit den lateinischen Gerundien verwandt, werden aber ähnlich wie in den slawischen Sprachen zur Bildung adverbialer Nebensätze verwendet. Dies wurde in der Arealtypologie als ein Indiz für das Vorliegen eines durch Sprachkontakt entstandenen Sprachbundes gewertet.

Die Gerundien der Gegenwart und der einmaligen Vergangenheit werden, ähnlich den lateinischen Gerundien, häufig für adverbiale Begleitsätze gebraucht (sogenannte adverbiale Gerundien):

Das logische Subjekt bei der Gerundium-Konstruktion steht wie im Altkirchenslawischen im Dativ (dativus absolutus). Dabei ist das Subjekt des Begleitsatzes in der Gerundialkonstruktion nie mit dem Subjekt des Hauptsatzes identisch, andernfalls wird das Halbpartizip gebraucht.

Außerdem können alle Gerundien als attributive Gerundien gebraucht werden. Sie lassen sich dann häufig mit dem Infinitiv, einem Partizip oder dem Konjunktiv I ins Deutsche übersetzen:

Turksprachen

In der Turkologie (und davon ausgehend auch in anderen Teildisziplinen der sog. Altaistik) wird der Terminus Gerundium für eine Reihe von adverbial gebrauchten Verbableitungen gebraucht (d. h. Konverben).

Siehe auch

Commons: Gerundium – Sammlung von Bildern
Wikibooks: Gerundium – Lern- und Lehrmaterialien
Wiktionary: Gerundium – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Die Form gerund-ium statt gerund-um ist wahrscheinlich eine Analogbildung nach particĭp-ium.
  2. ↑ Hadumod Bußmann (Hrsg.) unter Mitarbeit von Hartmut Lauffer: Lexikon der Sprachwissenschaft. 4., durchgesehene und bibliographisch ergänzte Auflage. Kröner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-520-45204-7, Artikel Gerundium.
  3. ↑ Die Entstehung des Gerundiums aus dem Gerundivum kann man sich etwa so vorstellen: Aus cupiditās librī legendī (wörtlich: „Begierde nach einem zu lesenden Buch“) wurde cupiditas legendi („Begierde nach zu Lesendem“ und daraus „Begierde nach Lektüre“). Beispiele mit Übersetzung aus: F. Adami und Eduard Bornemann: Lateinische Sprachlehre (= Bornemann. Lateinisches Unterrichtswerk. Teil 3). 8. Auflage. Hirschgraben-Verlag, Frankfurt 1970, S. 163.
  4. ↑ Vergleiche die ähnlichen Bezeichnungen ant-Form im Französischen und ing-Form im Englischen.
  5. ↑ Hermann Throm: Lateinische Grammatik. 5. Auflage (= unveränderter Nachdruck der 1. Auflage). Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf 1970, S. 58, 68, 195–199.
    Hermann Throm: Abriss der lateinischen Syntax. 1. Teil. (= Fundamentum Latinum). Pädagogischer Verlag Schwann, Düsseldorf 1959, S. 87–91. (Hermann Throm (1903–1985) war Gymnasialprofessor am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium in Heidelberg).
  6. ↑ Heinrich Lausberg: Romanische Sprachwissenschaft. Formenlehre 2. Teil (= Sammlung Göschen, Band 1200/1200a). Walter de Gruyter, Berlin 1962, S. 198–202.
    Wilhelm Meyer-Lübke: Grammatik der romanischen Sprachen. Band 3: Romanische Syntax. Verlag O. R. Reisland, Leipzig 1899, S. 534. (Reprografischer Nachdruck: Verlag Olms, Hildesheim/New York 1972, ISBN 978-3-487-04239-8).
  7. ↑ Die Bezeichnung gérondif, im 16. Jahrhundert aus lateinisch gerundivum entlehnt, ist eigentlich irreführend, da es sich hier nicht um das Gerundivum handelt, das im Französischen als adjectif verbal bezeichnet wird.
  8. ↑ In der älteren französischen Sprache (vor 1600) konnte das Gerundium auch mit anderen Präpositionen wie z. B. à, de, par, pour und sans verbunden werden. Auch ohne Präposition kam das Gerundium bis ins 17. Jahrhundert vor. Ernst Gamillscheg: Historische französische Syntax. Max Niemeyer Verlag, Tübingen, 1957, S. 445–447.
  9. ↑ Maurice Grevisse: Le bon usage. Grammaire française. 12. Auflage, bearbeitet von André Goosse. Éditions Duculot, Paris/Gembloux, 1986, S. 1348, § 892.
  10. ↑ Man verwendet dafür ayant + participe passé (Mittelwort der Vergangenheit, Partizip Perfekt): Ayant fait ses devoirs … „als (da) er seine Aufgaben gemacht hatte“, oder einen Nebensatz mit einer Konjunktion wie z. B. quand, comme, après que bzw. eine Infinitiv-Konstruktion: Après avoir fait ses devoirs, il quitta (il a quitté) la maison. „Nachdem er seine Aufgaben gemacht hatte, verließ er das Haus.“
  11. ↑ Hans-Wilhelm Klein und Hartmut Kleineidam: Études françaises: Grundgrammatik. Ernst Klett Schulbuchverlag, Stuttgart 1989, S. 130–132.
  12. ↑ Zitiert in: Gerhard Rohlfs: Vom Vulgärlatein zum Altfranzösischen (= Sammlung kurzer Lehrbücher der romanischen Sprachen und Literaturen. Band 15). 3., verbesserte Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1968, S. 175.
  13. ↑ Beispiel und Übersetzung aus: Fatima Viegas Figueiredo Brauer, Uwe Brauer: Langenscheidts Praktisches Lehrbuch Portugiesisch (= Langenscheidts Praktische Lehrbücher). 8. Auflage. Langenscheidt, Berlin u. a. 1986, ISBN 3-468-26270-1, S. 61.
  14. ↑ Beispiel und Übersetzung aus: Peter Cichon: Einführung in die okzitanische Sprache (= Bibliothek romanischer Sprachlehrwerke. Band 4). 2., korrigierte Auflage. Romanistischer Verlag, Bonn 2002, ISBN 3-86143-132-7, S. 96. (Zum Begriff „Referenzokzitanisch“ siehe S. 20).
  15. ↑ Beispiel und Übersetzung aus: Ion Popinceanu: Rumänische Elementargrammatik mit Übungstexten. 2., verbesserte Auflage. Max Niemeyer Verlag, Tübingen 1962, S. 88.
  16. ↑ Wilhelm Braune: Althochdeutsche Grammatik. I. Laut- und Formenlehre (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe, Band 5.1). 16. Auflage. Neu bearbeitet von Frank Heidermanns. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, § E 3c, 301, 315.
  17. ↑ Adolf Lamprecht: Grammatik der englischen Sprache. Neufassung. 8. völlig überarbeitete und erweiterte Auflage. Cornelsen-Velhagen & Klasing 1986, ISBN 3-464-00644-1, S. 5, 7.
  18. ↑ Wilhelm Braune: Althochdeutsche Grammatik. I. Laut- und Formenlehre (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe, Band 5.1). 16. Auflage. Neu bearbeitet von Frank Heidermanns. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2018, § 315; Richard Schrodt: Althochdeutsche Grammatik II. Syntax (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe, Band 5.2). Niemeyer, Tübingen 2004, § S 86.
  19. ↑ Hermann Paul: Mittelhochdeutsche Grammatik (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. A. Hauptreihe, Band 2). 25. Auflage. Neu bearbeitet von Thomas Klein, Hans-Joachim Solms und Klaus-Peter Wegera. Mit einer Syntax von Ingeborg Schöbler, neubearbeitet und erweitert von Heinz-Peter Prell. Niemeyer, Tübingen 2007, § M 70 Anm. 16, § S 33 f.
  20. ↑ Robert Peter Ebert, Oskar Reichmann, Hans-Joachim Solms und Klaus-Peter Wegera: Frühneuhochdeutsche Grammatik (= Sammlung kurzer Grammatiken germanischer Dialekte. Reihe A, Band 12). Niemeyer, Tübingen 1993, § M 85.
  21. 1 2 Christoph Landolt: Von ze tuonne zu z tüe(nd) – und zu z tue. Das schweizerdeutsche Gerundium diachronisch, diatopisch, morphologisch. In: Zeitschrift für deutsche Dialektologie und Linguistik 92 (2025), S. 224–262 (online).
  22. ↑ Siehe Karten 11 (einfacher Infinitiv) und 54 (zu-Infinitiv) im Deutschen Sprachatlas auf regionalsprache.de sowie die einschlägigen regionalen Sprachatlanten.
  23. ↑ Einzelheiten siehe Südwestdeutscher Sprachatlas III/1 301–303; Sprachatlas von Bayerisch-Schwaben VI 15–17, 174; Sprachatlas der deutschen Schweiz III 1–2, 21, 55, 61, 73; Vorarlberger Sprachatlas III 70a, 70b; Schweizerisches Idiotikon XVII 4 ff., Artikel zue (dort unter Bedeutung B3, Sp. 73 ff., mit zugehöriger Anmerkung, Sp. 79 f.).
  24. ↑ Deutscher Sprachatlas, Karten 11 versus 54.
  25. ↑ Anthony R. Rowley: Unendliche Geschichten. Endungslose Infinitive, Infinitivpräfixe und Verwandtes in deutschen Dialekten. In: Zeitschrift für Dialektologie und Linguistik. Band 92, 2025, Heft 1, S. 80–113, hier S. 86.
  26. ↑ Adriana Roelandina Hol: De n na de toonloze vocaal in werkwoordsvormen. In: Toponymie & Dialectologie 21, 1947, S. 237–288, hier S. 245 f.
  27. 1 2 Jarich Hoekstra: The Syntax of Infinitives in Frisian (= Fryske Akademy Series. Band 841). Dissertation, Rijksuniversiteit Groningen. Fryske Akademy, Ljouwert/Leeuwarden 1997.
  28. ↑ Ein Adverbialpartizip gibt die Umstände an, unter denen die Handlung, die das Verb ausdrückt, verläuft. Es ist nicht flektierbar (wird nicht dekliniert). Jolanta Rudolph: Żadnych granic. Polnisch von A bis Z. Schmetterling Verlag, Stuttgart 2006, ISBN 3-89657-880-4, S. 328.
  29. ↑ Alfred Senn: Handbuch der litauischen Sprache. Band 1. Grammatik. Carl Winter Universitätsverlag, Heidelberg (Carl Winter), 1966, §§ 225–227.